Handball: Bezirksliga Münsterland
Spannung pur in Ochtrup – Arminen unterliegen der Warendorfer SU

Ochtrup -

Einen packenden Kampf lieferten sich der SC Arminia Ochtrup und die Warendorfer SU. Am Ende hatten die Gäste mit 30:29 die Nase vorne. Auch, weil das Glück der Hausherren vom Innenpfosten wegsprang.

Sonntag, 27.10.2019, 19:50 Uhr
Treffer für den SC Arminia durch Timo Wiggenhorn. Die Ochtruper starteten zwei Mal eine Aufholjagd, blieben letztlich aber ohne Zähler.
Treffer für den SC Arminia durch Timo Wiggenhorn. Die Ochtruper starteten zwei Mal eine Aufholjagd, blieben letztlich aber ohne Zähler. Foto: Thomas Strack

Die Bezirksliga-Handballer des SC Arminia Ochtrup haben ihre erste Saisonniederlage einstecken müssen. Vor eigenem Publikum verloren sie am Samstagabend gegen die Warendorfer SU mit 29:30 (12:16).

Dass Timo Wiggenhorn und Alexander Wahlen für eine 2:1-Führung gesorgt hatten (7.), kam den Fans der Hausherren entgegen. Doch das Freudenfeuer verlosch schnell, denn fortan gab die WSU den Ton an. Über 7:4 (13.) und 10:4 (17.) zog sie bis zur Pause auf 16:12 davon. „Überflüssig“, wie SCA-Trainer Heinz Ahlers fand. „Deren Halbrechter ist entlang unserer Abwehr gelaufen und hat abgezogen. Das lief fast immer nach dem gleichen Schema ab, doch wir konnten uns darauf nicht wirklich einstellen.“

In der Kabine stimmte Ahlers die Seinen darauf ein, mit Ruhe und klaren Köpfen eine Aufholjagd zu starten. Und das beherzten die Arminen – Max Oelerich stellte in der 40. Minute wieder einen Gleichstand her (18:18).

Doch das Pendel schlug schnell wieder zugunsten der Gäste aus. Teilweise zurückzuführen auf Ochtruper Eigenverschulden, teilweise auf ein paar diskutable Entscheidungen der Schiedsrichter. Einmal standen die Ochtruper lediglich mit drei Feldspielern auf dem Parkett, einmal bekam Ahlers sogar eine Zeitstrafe aufgebrummt. „Das ist mir noch nie passiert“, so der Coach.

Die Warendorfer schlugen daraus Kapital und entwischten auf 26:20 (48.). In der Schlussphase stellte Ahlers auf eine offene Mann­deckung um, was die Gäste anscheinend nervös machte. Lars Oelerich und sein Bruder Max brachten die Hausherren auf 28:29 beziehungsweise 29:30 heran. Das Heimteam erkämpfte sich sogar noch die Chance zum Ausgleich, aber mit der letzten Aktion des Spiels setzte der ansonsten starke Tom Noori den Ball nur an den Innenpfosten.

Ein Extralob verdiente sich Gerrit Thiemann. Der Kreisläufer war angeschlagen in das Duell gegangen, lieferte aber eine aufopferungsvolle Leistung ab, wovon nicht zuletzt seine acht Tore zeugen.

„Schade, dass es nicht zu mehr gereicht hat. Das war Spannung pur heute“, resümierte Ahlers. Nächster Gegner seiner Mannschaft ist am kommenden Wochenende Landesliga-Absteiger Ibbenbürener SV.

Tore: Thiemann (8), M. Oelerich (6), Noori (4), Wiggenhorn (3), Wahlen, Wösting, Büter (je 2), L. Oelerich und Woltering (beide 1).

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