Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Hält der Burgfrieden beim FSV Ochtrup?

Ochtrup -

Die 0:5-Derbyniederlage hat die sportliche Krise beim FSV Ochtrup merklich verschärft. Es gibt in mancherlei Hinsicht offene Fragen, die auf Antworten warten; in Ochtrup stehen spannende Tage bevor.

Montag, 04.11.2019, 17:00 Uhr
Zuversicht sieht anders aus: Auch in den Gesichtern der Spieler auf der FSV-Reservebank spiegelte sich der Frust der 0:5-Niederlage gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen wider.
Zuversicht sieht anders aus: Auch in den Gesichtern der Spieler auf der FSV-Reservebank spiegelte sich der Frust der 0:5-Niederlage gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen wider. Foto: Marc Brenzel

Es war ein bitterer Sonntagnachmittag für die A-Liga-Fußballer des FSV Ochtrup. Nicht nur, weil sie bei der 0:5-Niederlage gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen vom Stadtrivalen streckenweise vorgeführt worden waren. Vielmehr warf die herbe Abfuhr einige Fragen auf, die auf Antworten warten.

Zwei Spieltage vor dem Ende der Hinrunde ist der Rückstand auf Spitzenreiter SuS Neuenkirchen II auf zehn Punkte angewachsen. Nachdem in der vergangenen Woche bekanntgegeben worden war, dass Trainer Frank Averesch zur kommenden Saison durch einen neuen Coach ersetzt werden soll, gingen die Verantwortlichen rasch zur Tagesordnung über. Averesch schwor sein Team auf ein gemeinsames Ziel ein, das darauf ausgerichtet sein sollte, den Abstand zur Spitze bis zum Anbruch der Winterpause zu verkürzen, um in der Rückserie dann oben anzugreifen.

Die Vorgabe wird trotz des noch ausstehenden Nachholspiels gegen Eintracht Rodde kaum einzuhalten sein. Das weiß auch Clemens Gude . „Es war ja nicht nur das Spiel am Sonntag. Vielmehr haben unsere Leistungen in den vergangenen Wochen gezeigt, dass wir meilenweit davon entfernt sind, Meister werden zu können“, sagt der Sportleiter des FSV. „In dieser Verfassung, in der sich unsere Mannschaft derzeit präsentiert, verbietet es sich, von der Meisterschaft zu sprechen.“

Allerdings betont Gude relativierend, dass die Meisterschaft selbst vor Saisonbeginn nicht das erklärte Ziel war. „Wir haben nie die Devise Aufstieg ausgegeben und werden das auch in der kommenden Saison nicht tun“, betont der Sportleiter. „Wir wollen natürlich möglichst weit oben mitspielen“, ergänzt er. „Aber gleichermaßen ist unser Ziel, den eigenen Nachwuchs zu fördern, die Mannschaft nachhaltig zu entwickeln und ihr ein stabiles Korsett zu verleihen.“

Freilich sind das Dinge, denen sich Avereschs Nachfolger widmen muss. Gude und der FSV wollen zeitnah bekanntgeben, welcher Trainer den derzeitigen Coach im Sommer beerben soll.

Bleibt das Problem, inwieweit der Club einen Weg aus der aktuellen sportlichen Krise findet. Im Mittelpunkt steht dabei die Frage, ob Averesch noch einen Draht zur Mannschaft hat – oder ob sich gar ein Abschied auf Raten mit vorzeitigem Ende ankündigt. Gude und der Übungsleiter hatten in der vergangenen Woche unisono erklärt, „gemeinsam die Saison vernünftig“ abschließen zu wollen. „Das war kein Lippenbekenntnis“, bekräftigt der FSV-Sportleiter. „Wir wollen das nicht von einem Spiel abhängig machen.“ Auf die Frage, ob Averesch das Team noch erreiche, antwortet der Fußballchef: „Das hoffe ich doch.“

Ob dem so ist, muss sich schon am kommenden Sonntag im Heimspiel gegen Borussia Emsdetten II zeigen. Dann wird man auch sehen, ob es sich bei dem in der vergangenen Woche nach außen hin demonstrierten Schulterschluss um einen echten Burgfrieden oder um ein eher fragiles Zweckbündnis handelt. Die kommenden Tage versprechen in mancherlei Hinsicht spannend zu werden.

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