Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Der FSV Ochtrup setzt ab Sommer auf das Modell „Doppelter Spielertrainer“

Ochtrup -

Der FSV Ochtrup hat die Trainerfrage für die Saison 2020/21 geklärt. Dabei favorisieren die Töpferstädter ein ganz neues Modell. Und das füllen zwei junge Leute mit Leben aus, die nicht jeder auf dem Zettel gehabt haben dürfte.

Donnerstag, 07.11.2019, 20:52 Uhr aktualisiert: 08.11.2019, 14:12 Uhr
Die Trainerfrage ist geklärt. Clemens Gude (l.), Vorsitzender Peter Oeinck (M.) und Stefan Dinkhoff (r.) stellten am Donnerstagabend Jannik Holtmann (2.v.l.) und Christopher Ransmann als neues Spielertrainerduo vor.
Die Trainerfrage ist geklärt. Clemens Gude (l.), Vorsitzender Peter Oeinck (M.) und Stefan Dinkhoff (r.) stellten am Donnerstagabend Jannik Holtmann (2.v.l.) und Christopher Ransmann als neues Spielertrainerduo vor. Foto: Marc Brenzel

Die Sportliche Leitung des A-Ligisten FSV Ochtrup hat eine Antwort auf die Trainerfrage gefunden – und dabei eine überraschende Lösung präsentiert: Ab Sommer stehen mit Christopher Ransmann (27 Jahre) und Jannik Holtmann (26) gleich zwei junge Spielertrainer gemeinsam in der Verantwortung.

„Wir waren uns schnell einig, dass wir mit dem Modell ,Spielertrainer‘ arbeiten wollen. Und das nachhaltig und nach Möglichkeiten mit einem Ochtruper. Das haben wir realisiert“, erklärt Sportleiter Clemens Gude , der zusammen mit Stefan Dinkhoff federführend in der Trainersuche war. Mit dem neuen Gespann hat der FSV erstmal eine Vertragslaufzeit bis Juni 2021 vereinbart.

Ransmann – genau wie Holtmann ein Eigengewächs des FSV-Vorgängervereins SC Arminia – läuft aktuell im achten Jahr für den Landesligisten Eintracht Ahaus auf, seit Sommer als spielender Co von Frank Wegener. Holtmann trägt momentan in der dritten Saison das Trikot des Bezirksligisten FC Epe.

Offiziell ist Ransmann der Hauptverantwortliche, doch die Rollenverteilung interpretiert er anders: „So eine Geschichte kannst Du nur zu zweit rocken. Daher gibt es für mich keinen klassischen ersten und zweiten Mann.“

Die beiden neuen Coaches standen schon in der einstigen D-Jugend des SCA auf dem Platz, die bis in das Halbfinale des Westfalenpokals vorstieß. Im Seniorenbereich gehörten sie dem Arminen-Kader an, der 2011/12 letztmals in der Bezirksliga zu Hause war.

Dahin will der FSV zurück, Druck wird laut Vorsitzendem Peter Oeinck jedoch keiner aufgebaut. Dazu Gude: „Es ist sicherlich kein Geheimnis, dass wir in zehn Jahren nicht mehr in der A-Liga spielen wollen, aber die Wörter Aufstieg oder Meisterschaft nehmen wir erstmal nicht in den Mund.“

Ransmann betonte während der offiziellen Vorstellung der beiden Übungsleiter, dass er Ballbesitzfußball favorisiere. Holtmann hat sich vorgenommen, ein Team zusammenzuschweißen, dass durch Dick und Dünn gehen könne. Beide stellten im Hinblick auf ihre Kaderplanung in Aussicht, dass weitere Ochtruper zurück in die Heimat geholt werden sollen. Man stünde dahingehend in Gesprächen und sei guter Dinge.

„Bei uns kann sich jeder beweisen. Leute aus dem aktuellen Kader, aus der Zweiten oder der A-Jugend – jeder fängt nächsten Sommer bei null an“, verspricht Holtmann ein faires Spielercasting.

► Am Sonntag erwartet der FSV die Reserve von Borussia Emsdetten. Nach der 0:5-Klatsche im Derby gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen ist daher dringend Wiedergutmachung angesagt.

Keine Rolle spielt dabei Jonas Averesch. Der Stammkeeper hat sich eine Verletzung im Adduktorenbereich zugezogen – für ihn ist die Hinrunde beendet. Matthias Thomas hütet daher den Kasten. Ebenfalls in der Zuschauerolle: Janik Hannekotte (Verdacht auf Faserriss) sowie die beiden Gesperrten Simon Lovermann und Arthur Kutzmann.

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