Handball: International
Britische Löwen zu Besuch in Ochtrup

Ochtrup -

Die U-21 des Britischen Handballverbandes stellte sich am Wochenende im Rahmen eines Trainingslagers in Ochtrup vor. Dabei spielte das „Team Great Britain“ gegen Sparta Münster, SuS Neuenkirchen, Vorwärts Gronau und den SC Arminia Ochtrup. Fernziel der „British Lions“ ist das Qualifikationsturnier zur Europameisterschaft in Bosnien.

Sonntag, 24.11.2019, 18:45 Uhr aktualisiert: 24.11.2019, 18:54 Uhr
Die U 21 des britischen Handballverbandes bezog am Wochenende in Ochtrup ein Trainingslager. Arminias Spiel- und Schiedsrichterwart Manfred Wiggenghorn (v.l.) pflegt seit Jahrzehnten freundschaftliche Kontakte zu den englischen Teams.
Die U 21 des britischen Handballverbandes bezog am Wochenende in Ochtrup ein Trainingslager. Arminias Spiel- und Schiedsrichterwart Manfred Wiggenghorn (v.l.) pflegt seit Jahrzehnten freundschaftliche Kontakte zu den englischen Teams. Foto: Marc Brenzel

Ochtrup ist sozusagen einer der wichtigen Standorte des britischen Handballs auf dem europäischen Festland. Von der langen Freundschaft des SC Arminia zu den Vereinen im Nordwesten des Königreichs gehen starke Impulse aus, von denen die Sportart auf der Insel seit Jahren enorm profitiert. Und daher kommen die Briten immer wieder gerne ins Münsterland. So auch am Wochenende, als „British Handball“ seine U-21-Nationalmannschaft für ein dreitägiges Trainingscamp in der Töpferstadt geschickt hatte.

Bereichert wurde das Trainingslager mit einem Spiel am Samstagabend gegen Sparta Münster sowie einem Blitzturnier am Sonntagabend mit dem gastgebenden SCA, SuS Neuenkirchen und Vorwärts Gronau. „Für uns sind diese Vergleiche ungeheuer wichtig“, weiß Chris McDermott , der zusammen mit Andy Clarke für das Coaching verantwortlich ist. „Spielerisch und athletisch schätze ich unsere Jungs ähnlich stark ein wie die Teams, gegen die wir hier spielen. Was uns fehlt, das ist einfach die Erfahrung“, erklärt McDermott, der 2009 für eine halbe Saison beim Bundesligisten TUSEM Essen spielte und 2012 zum Olympia-Team Großbritanniens gehörte.

Fernziel der „British Lions“ (Britische Löwen) – so nennen sich die Youngster von der Insel – ist das Qualifikationsturnier zur U-21-Europameisterschaft im Juli in Bosnien. Sich für die Endrunde zu qualifizieren, sei nur sehr schwer zu realisieren, so McDermott. „Das ist aber auch nicht unser Primärziel. Wichtiger ist es, die Jungs an die Nationalmannschaft der Herren heranzuführen“, setzt der Trainer Prioritäten. 30 Talente aus England und Schottland bilden den erweiterten Kader der U 21. 16 von ihnen bekamen jetzt die Chance, in Ochtrup internationale Wettkampfluft zu schnuppern und das „Team GB“ zu repräsentieren.

Gegen Sparta Münster verkauften sich die „Lions“ gut, zogen aber mit 28:31 den Kürzeren. „Der Fokus lag darauf, dass wir uns in bestimmten Bereichen verbessern. Zum Beispiel bei unserer 3:2:1-Deckung und im Angriff gegen 6:0-Verteidigungen. Was wir da gezeigt haben, hat mich durchaus zufrieden gestellt“, resümierte McDermott.

Seiner Meinung nach würde sich der englische Handball prima entwickeln. Der Coach belegt das mit den passenden Zahlen: „Vor zehn Jahren hatten nur 26 Schulen im Land Handball in ihrem Sportprogramm. Mittlerweile sind es rund 1400.“

Einen Anteil daran dürften auch die Arminen haben, die sich seit jeher als Freunde und Förderer des Handballs in Großbritannien verstehen.

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