Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Pawel Ozog ist der Dauerbrenner des FSV Ochtrup

Ochtrup -

Am Sonntag gastieren die A-Liga-Fußballer des FSV Ochtrup beim Aufsteiger TuS St. Arnold. Einer, auf den die Gäste nicht verzichten können, ist Pawel Ozog. Der feierte im Herbst seinen 38. Geburtstag. Doch trotz seines etwas reiferen Alters gehört der Pole bei den Rot-Schwarzen immer noch zu den Besten.

Freitag, 29.11.2019, 13:50 Uhr aktualisiert: 29.11.2019, 14:32 Uhr
In der Meisterschaft hat Pawel Ozog (r.) in dieser Saison kein Spiel verpasst. Und auch an Mittwochabend im Kreispokal bei Eintracht Rodde stand der 38-Jähriger wieder in der ersten Elf.
In der Meisterschaft hat Pawel Ozog (r.) in dieser Saison kein Spiel verpasst. Und auch an Mittwochabend im Kreispokal bei Eintracht Rodde stand der 38-Jähriger wieder in der ersten Elf. Foto: Thomas Strack

Pawel Ozog ist so etwas wie der Dauerbrenner beim FSV Ochtrup. Als Einziger im Kader absolvierte der Mittelfeldspieler in dieser Saison alle 15 Partien. Das kann sich sehen lassen – erst recht für einen, der mit 38 Jahren einer der Dinos der Kreisliga A ist. „So lange ich gesund bleibe, möchte ich weitermachen. Ich habe einfach Lust, Fußball zu ­zocken“, stellt der gebürtige Pole klar.

Was Ozog antreibt, das ist unter anderem sein Ehrgeiz. „Auf die Bank setze ich mich nicht gerne, daher muss ich viel trainieren. Das ist manchmal gar nicht so einfach, denn es gilt, Familie, Beruf und Sport unter einen Hut zu bekommen“, berichtet Ozog, der bei einem Ochtruper Unternehmen als Maschinenführer im Schichtdienst arbeitet.

Vor rund zehn Jahren kam Ozog in die Töpferstadt, wo er sich schnell zu einem Leistungsträger beim SC Arminia entwickelte und beim FSV jetzt seinen dritten sportlichen Herbst erlebt. Seine Schuhe an den berühmten Nagel zu hängen, daran verschwendet der Fan von Borussia Dortmund keinen Gedanken. „Ich finde, dass viele gute Fußballer zu früh aufgehört haben. Zum Beispiel ein André Dinkhoff oder Martin Duesmann, die immer noch so stark sind, dass sie bei uns kicken könnten“, denkt Ozog an seine langjährigen Mitspieler.

Zwei, mit denen er schon zu SCA-Zeiten auf dem Platz stand, übernehmen im Sommer als Spielertrainer die leitende sportliche Funktion beim FSV. Dass Christopher Ransmann (27) und Janik Holtmann (26) deutlich jünger sind als er, stört den aus Bialystok stammenden Ozog nicht weiter. „Der Altersunterschied spielt keine Rolle. Mit Jannik habe ich mich auch schon über die nächste Saison unterhalten“, blickt der „Zehner“ des FSV schon auf 2020/21. „Aber erstmal konzentrieren wir uns auf die aktuelle Runde. Als Tabellenvierter ist für uns doch noch was drin.“

Nächste Saison wäre Ozog 39, aber das ist für den Familienvater überhaupt kein Alter. „Der Spielertrainer von Eintracht Rheine II (Björn Laurenz, d.Red.) ist doch sogar schon 42“, verweist Ozog an Otto Rehhagels Credo. Das da lautete: „Es gibt keine jungen und alten Spieler, nur gut und schlechte.“

► Am Sonntag gastiert der FSV beim TuS St. Arnold (Anstoß: 14.30 Uhr, Sepp-Herberger-Stadion).

Marvin Haumering, Julian Engbring und Simon Lovermann kehren zurück, dafür wackeln die Einsätze von Mo Sylla und Andre Vieira. Spielertrainer Tim Niehues muss aus beruflichen Gründen passen, weshalb Matias Thomas die alleinige Verantwortung trägt. Eventuell verstärken Spieler aus der B-Liga-Reserve den Kader. Aus der A-Jugend könnten Mattes Asbrock, Antonius Hoffstedde und Len Oberndörfer für die restlichen Partien vor der Winterpause in den Kader berufen werden.

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