Fußball: Kreisliga A Steinfurt
FSV Ochtrup: Das Halbjahr der verlorenen Punkte

Ochtrup -

Eine turbulente Halbserie mit einigen Aufs und Abs liegt hinter den A-Liga-Fußballern des FSV Ochtrup. Negative Höhepunkte waren die 0:5-Derbypleite gegen die SpVgg Langenhorst/Welbergen und die Entlassung von Trainer Frank Averesch. Doch das ist abgehakt, jetzt werden neue Ziele in Angriff genommen.

Mittwoch, 11.12.2019, 16:54 Uhr
Simon Lovermann (l.) schlug als Neuzugang beim FSV voll ein. Und auch körperlich braucht der Coesfelder nicht zuzulegen – er kann sich wehren.
Simon Lovermann (l.) schlug als Neuzugang beim FSV voll ein. Und auch körperlich braucht der Coesfelder nicht zuzulegen – er kann sich wehren. Foto: Marc Brenzel

„Hätte, hätte, Fahrradkette“ – zitiert Tim Niehues den einstigen Kanzlerkandidaten Peer Steinbrück. FSV-Trainer und SPD-Politiker eint, dass sie sich beide nicht groß um das „Was wäre, wenn . . .“ scheren, sondern lieber nach vorne ­gucken.

Im Fall der Ochtruper A-Liga-Fußballer bedeutet das konkret, dass die überflüssigen Pleiten gegen die Teams von unten von der Festplatte gelöscht werden müssen. 0:2 gegen den Skiclub, 0:5 gegen Langenhorst, 2:4 in Leer, 1:5 gegen Rodde – das summiert sich zu zwölf im Vorfeld eingeplanten Punkten auf, mit denen der FSV Tabellenführer hätte sein können.

„Ja klar ärgert das einen, denn rechts und links des Weges lassen die anderen Mannschaften von oben ja auch was liegen. Aber darüber und über einen möglichen Platz eins sollten wir nicht mehr nachdenken“, positioniert sich Niehues, der seit der Entlassung von Frank Averesch im November zusammen mit Mattias Thomas bis zum Saisonende als Interimstrainer fungiert.

Der Ansatz der beiden: Spaß entwickeln, die Jugend fördern und dann mal weitersehen. „Wir beim FSV möchten nachhaltig arbeiten. Das heißt, die eigenen Talente im Verein zu halten. Zu dieser Philosophie gehört es, die Jungs aus der U 19 bei uns früh einzubinden“, erklärt Niehues. Als ein sehr gutes Beispiel dafür führt der Coach den Verteidiger Tim Küper an, der in seinem ersten Seniorenjahr 14 von 16 Partien bestritten hat.

Einen „Spieler der Hinrunde“ zu küren, damit hat der Coach Schwierigkeiten. Es gäbe einige Akteure, die positiv auf sich aufmerksam gemacht hätten. „Natürlich sind da unser Torjäger Mohammed Sylla und Simon Lovermann zu nennen. Simon war vor allem in den ersten Spielen richtig stark“, hält Niehues viel von dem im Sommer aus Coesfeld geholten Mittelfeldmann.

Drei Hallenturniere (Emsdetten, Burgsteinfurt und das eigene) sind Stationen auf dem Winterfahrplan der Töpferstädter. Danach – ab Mitte Januar also – ziehen Niehues und Thomas das Tempo an. „Wir müssen körperlich zulegen. Das war eines unserer Probleme gegen die tiefstehenden Mannschaften“, erinnert Niehues – obwohl er ja eigentlich nicht mehr über die zwölf fehlenden Zähler nachdenken wollte.

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