Ochtruper Sportgala: Heinz Steingrobe
Rasen-Teddy im Anmarsch

Ochtrup -

Die Ochtruper suchen nicht nur ihre Sportler des Jahres – nein, es werden im Rahmen der Sportgala am 14. März auch die „besten“ Ehrenamtler ermittelt. Nominiert für diese Kategorie ist Heinz Steingrobe, seines Zeichens Fußballschiedsrichter aus Leidenschaft. Seit 38 Jahren leitet er für den FC SW Weiner Spiele. Steingrobe ist vielen Kickern eigentlich besser unter seinem markanten Spitznamen bekannt.

Dienstag, 14.01.2020, 15:36 Uhr
Heinz Steingrobe leitet seit 1981 Fußballspiele. Mittlerweile kann das Gründungsmitglied des FC Schwarz-Weiß Weiner fast nicht mehr ohne seine Schiedsrichterei.
Heinz Steingrobe leitet seit 1981 Fußballspiele. Mittlerweile kann das Gründungsmitglied des FC Schwarz-Weiß Weiner fast nicht mehr ohne seine Schiedsrichterei. Foto: Marc Brenzel

Die 40 Jahre als Schiri mache ich voll, und ein paar Jährchen mehr würde ich auch noch gerne dranhängen“, hat sich Heinz Steingrobe zum Ziel gesetzt. Seit 1981 leitet der Ochtruper Fußballspiele. Über 1000 gepfiffene Partien stehen seitdem in der Vita des Unparteiischen. Das gälte es zu honorieren, dachte sich Weiner-Vorsitzender Tobias Bußmann und schlug seinen Vereinskollegen zur Wahl zu „Ochtrups Ehrenamtler des Jahres“ vor.

Steingrobe hat‘s gefreut: „Vor zwei Jahren saß ich bei der Sportgala im Publikum. Es hat mir so gut gefallen, dass ich da unbedingt wieder hin wollte. Dass ich das jetzt als Nominierter geschafft habe, ist das i-Tüpfelchen“, strahlt der Landmaschinenmeister, der drei Tage vor der Gala (14. März in der Stadthalle) seinen 69. Geburtstag feiert.

Wie viele aus seiner Branche kickte Steingrobe zunächst selbst, bevor er die Pfeife in den Mund nahm. Als Gründungsmitglied des FC Schwarz-Weiß stand er für seinen Herzensverein im Tor. „Wir haben es zwei Mal in die A-Liga geschafft, mussten aber auch zwei Mal direkt wieder runter. Aufstiegs- und Abstiegsfeten – wir hatten damals immer was zum Feiern“, erinnert sich Steingrobe, der vielen im Fußballkreis auch unter dem Spitznamen „Rasen-Teddy“ ein Begriff ist.

„Früher war ich mal etwas korpulenter. So um die 100 Kilo. Meine Figur hatte ein bisschen was von einem Teddy. Und weil ich mich beruflich schon immer mit Rasenmähern beschäftigt habe, wurde beides zusammengefügt. Rasen + Teddy = Rasenteddy“, löst Steingrobe, der aktuell schlanke 81 Kilo wiegt, auf.

Seit 38 Saisons betritt der Töpferstädter nun schon als Referee die Rasenrechtecke. Früher sogar in der Landesliga, als Assistent bisweilen in der Oberliga. „Als der ASC Schöppingen unter Bernard Dietz so gut spielte. Das waren Zeiten“, dreht der mehrfache Großvater das Rad der Zeit zurück.

In bester Erinnerung sind ihm auch das Gastspiel der Uwe-Seeler-Elf in Emsdetten und die zahlreichen Einsätze beim Ochtruper U-15-Volksbankcup geblieben. „Immer ein Höhepunkt. Da haben sie ja fast alle gespielt – Ballack, Reus, Götze, Draxler. Nur haben mir die Namen damals natürlich noch nichts gesagt“, schmunzelt der Schiri aus Leidenschaft.

Die Schiedsrichterei vergleicht Steingrobe ein bisschen mit einer Sucht. „Irgendwann kannst du nicht mehr ohne. Auch wenn da sonntags die heiligste Zeit der Woche bei draufgeht. Aber ich mache das echt gerne. Das ganze Drumherum hält mich fit. Einige von den Jungs auf dem Platz könnten theoretisch meine Enkel sein“, flachst der seit 1985 selbstständige Unternehmer.

Wenn Steingrobe sonntags nach den Spielen nach Hause kommt, sind die echten Enkel schon oft zu Besuch da. Und für die hat der Opa immer was in der Tasche – die Entlohnung für seinen Schiedsrichterdienst, dem er noch ein paar Jährchen nachgehen möchte. „Aber nicht mehr bis 80. Irgendwo muss es ja auch mal Schluss sein“, betont Rasen-Teddy.

► Die Ochtruper können bis zum 5. März (Donnerstag) per Stimmzettel oder vom 18. Januar (Freitag) bis zum 15. Februar (Samstag) online unter wn.de/sportlerwahlochtrup für ihre Favoriten votieren. Unter allen Teilnehmern werden sechs Warengutscheine von Karstadt Sports verlost.

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