Ochtruper Sportgala: Lars Pöhlker
Lars Pöhlker wird ein Schwarz-Weißer

Ochtrup -

Duelle mit einem argentinischen Nationalspieler, Flutlichtspiele auf dem Aachener Tivoli und der Aufstieg in die Fußball-Regionalliga – Lars Pöhlker hat in den vergangenen zweieinhalb Jahren jede Menge erlebt. In der Winterpause hat der 26-Jährige den TuS Haltern jedoch verlassen und sich einem neuen Club angeschlossen. Der trägt passenderweise die Farben von Pöhlkers Heimatverein.

Mittwoch, 22.01.2020, 16:55 Uhr
Der vom FC SW Weiner kommende Lars Pöhlker (2.v.l.) ist mit dem TuS Haltern in die Regionalliga aufgestiegen. Die Leistungen des Mittelfeldspielers waren so gut, dass er für die Wahl zu Ochtrups Sportler des Jahres nominiert wurde.
Der vom FC SW Weiner kommende Lars Pöhlker (2.v.l.) ist mit dem TuS Haltern in die Regionalliga aufgestiegen. Die Leistungen des Mittelfeldspielers waren so gut, dass er für die Wahl zu Ochtrups Sportler des Jahres nominiert wurde. Foto: MZ

König Fußball wird bei der Ochtruper Sportgala am 14. März von Lars Pöhlker vertreten. Und das würdig, denn der 26-Jährige hat in seiner Laufbahn richtig was erreicht: Mit dem TuS Haltern stieg Pöhlker in der vergangenen Saison in die Regionalliga auf, stand unmittelbar vor dem Einzug in die erste Hauptrunde des DFB-Pokals und trug auf dem legendären Aachener Tivoli eines der dort berühmten Flutlichtspiele aus.

Nominiert für die Ochtruper Sportlerwahl wurde der defensive Mittelfeldspieler von seinem Heimatverein FC SW Weiner. Schwarz-Weiß sind auch die Farben seines neuen Clubs, denn in der Winterpause verließ Pöhlker Haltern und schloss sich dem Traditionsverein ETB SW Essen in der Oberliga Niederrhein an.

„Der Aufwand wurde mir einfach zu groß“, begründet der Student der Wirtschaftswissenschaften. „Mein Studium befindet sich in der entscheidenden Phase, zudem arbeite ich als Werksstudent in Düsseldorf. Danach geht es meist direkt zum Training. Um fünf Uhr morgens verlasse ich das Haus, vor zehn, halb elf abends bin ich selten wieder da“, erklärt Pöhlker.

Da Trainer Magnus Niemöller das Trainingspensum erhöhen wollte, setzte Pöhlker Prioritäten und entschied sich nach 75 Partien für den TuS (14 davon in der Regionalliga) für die berufliche Laufbahn und gegen die Regionalliga. Ab jetzt streift Pöhlker das Trikot des DFB-Pokalsiegers von 1959 über. Spiel-, Wohn- und Studienort sind für ihn nun der gleiche – Essen.

Über die Stationen FC Eintracht Rheine und VfL Osnabrück in der Jugend sowie Preußen Münster und SuS Neuenkirchen zog es den Töpferstädter nach Haltern, wo er zweieinhalb erfolgreiche Jahre hatte. „Der Sprung von der Ober- in die Regionalliga ist schon enorm. Das ist die vierthöchste Klasse, da fängt es meiner Meinung nach mit dem Profifußball an“, berichtet Pöhlker.

Die Namen Alemannia Aachen, RW Essen, Wuppertaler SV, RW Oberhausen oder Fortuna Köln machen die Weststaffel zur attraktivsten und vielleicht auch stärksten der insgesamt fünf deutschen Regionalligen. „Freitagabends in Aachen vor 6500 Zuschauern zu spielen – das war schon cool“, schwärmt Pöhlker. „Aber auch die Duelle mit den Bundesliga-Reserven hatten was. Da waren Leute auf dem Platz, die auch im Bundesliga-Kader stehen. Als wir auf Dortmund getroffen sind, hat bei denen Leonardo Balerdi mitgemacht. Der ist argentinischer Nationalspieler.“

Einsätze für die deutsche Nationalmannschaft kann Pöhlker ebenfalls vorweisen. 2015 vertrat er Deutschland bei der Kleinfeld-Europameisterschaft im kroatischen Vrsar. „Ein Mega-Erlebnis“, resümierte der Ochtruper damals. Er hätte sich gut vorstellen können, daran anzuknüpfen. Doch irgendwie sei das mit seinen Verpflichtungen in Haltern nicht unter einen Hut zu bekommen gewesen, so der 1,95 Meter große Mittelfelder.

Das Sportgeschehen in seiner Heimatstadt verfolgt Pöhlker ganz genau – nicht zuletzt, weil sein älterer Bruder Marcel zur Weiner zurückgekehrt ist. Daher ist sich der Kicker auch über eines im Klaren: „Die Handballer von Arminia haben zuletzt richtig abgeliefert. Daher dürfte es nicht einfach werden, mehr Stimmen als Max Oelerich zu bekommen. Sollte er gewinnen, hätte er es aber auch total verdient.“

► Die Ochtruper können bis zum 5. März (Donnerstag) per Stimmzettel oder bis zum 15. Februar (Samstag) online unter wn.de/sportlerwahlochtrup für ihre Favoriten votieren. Unter allen Teilnehmern werden sechs Warengutscheine von Karstadt Sports verlost.

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