Fußball: Hallen-Westfalenmeisterschaft in Greven
Langenhorster Mädchen machen Meisterstück

ochtrup -

Die B-Juniorinnen der SpVgg. Langenhorst/Welbergen haben bei der Endrunde der Hallen-Westfalenmeisterschaft in Greven ihr Meisterstück gemacht und sich ohne Gegentor gegen Bundes- und Westfalenliga-Teams durchgesetzt. Nun gibt es aber ein Problem, denn mit dem Sieg ist auch eine Teilnahme an der Westdeutschen verbunden.

Montag, 10.02.2020, 14:15 Uhr aktualisiert: 11.02.2020, 14:02 Uhr
Die B-Mädchen der SpVgg. Langenhorst/Welbergen haben
Die B-Mädchen der SpVgg. Langenhorst/Welbergen haben Foto: SpVgg. Langenhorst/Wel.

Die B-Mädchen der Spielvereinigung Langenhorst/Welbergen haben einen großen Triumph erzielt und sich damit gleichzeitig ein Problem aufgeladen. Bei der Endrunde der Hallen-Westfalenmeisterschaft in der Grevener Rönnehalle hat sich die Mannschaft von Trainer Botho Preuß ohne Niederlage und Gegentor als Sieger durchgesetzt und sich damit für die Westdeutsche Meisterschaft in Duisburg-Wedau qualifiziert.

„Und die findet schon am kommenden Wochenende statt“, sagt Preuß und verzieht dabei leicht das Gesicht. „Man braucht in der Halle zwar nur neun Spielerinnen, aber ausgerechnet an dem Wochenende sind einige wegen Karneval und Schulveranstaltungen verhindert“, weiß der Coach noch gar nicht so genau, ob er die komplette Siegermannschaft auch mit nach Duisburg mitnehmen kann.

„Wir hatten ja gar nicht damit gerechnet, dass wir Erster werden würden“, haben sich Trainer und Aktive das Wochenende 15. und 16. Februar nicht frei gehalten angesichts der Konkurrenz.

In Greven allerdings, wo sämtliche Mannschaften zusammenkamen, die in ihren Fußballkreisen die Meisterschaft errungen hatten, trumpften die Langenhorsterinnen wirklich groß auf. „Es waren nicht alle vor Ort“, erklärte Preuß, dass von den 14 gemeldeten Teams zwei wegen des Sturmtiefs Sabine am Sonntag abgesagt hatten.

Im ersten Spiel gegen den Bundesligisten Arminia Ibbenbüren setzte sich die SpVgg. mit 2:0 durch Tore von Clara Bos und Clara Homölle durch. „Ibbenbüren war der Favorit in unserer Gruppe A, ist aber in dem Spiel gar nicht richtig in den Tritt gekommen. Der Trainer sagte mir, dass die schon wieder draußen trainieren und die Halle schon abgehakt hätten“, so Preuß.

Begegnung Nummer zwei wurde gegen SV Hohenlimburg ebenfalls mit 2:0 durch Tore von Francis Brinkschmidt, die schon nach drei Sekunden zur Führung traf, und erneut Homölle gewonnen. Gegen die JSG Kamen/Heeren hieß es dann wieder 2:0. Erneut traf Homölle, die 1:0-Führung steuerte Laura Averbeck bei. Mit neun Punkten und 6:0 Toren stand die Spielvereinigung nun im Halbfinale und traf auf einen der beiden besten Gruppenzweiten. Das war erneut Hohenlimburg, da die Mannschaft aus dem Hagener Raum durch einen 7:0-Erfolg gegen Kamen ein gutes Torverhältnis aufwies.

„Dieses Spiel war sehr ausgeglichen. Wir können uns bei unserer Torfrau Rike Lauen bedanken, dass wir gewonnen haben. Sie hat drei Mal ganz hervorragend gehalten und blieb im gesamten Turnierverlauf ohne Gegentor“, sprach der Langenhorster Trainer ein dickes Lob aus.

Das zweite Habfinale gewann der Delbrücker SC (Westfalenliga) gegen den ASC Schöppingen (Kreisliga) mit 3:0. Damit standen sich im Finale Delbrück und Langenhorst gegenüber. „Diesen Sieg haben wir erneut Rike zu verdanken. Delbrück war die stärkere Mannschaft und hatte einige Torchancen, aber Rike hat alles gehalten“, sagte Preuß nicht ohne Stolz in der Stimme. Aber ohne den Siegtreffer von Clara Bos zwei Minuten vor Spielschluss, hätten die Langenhorsterinnen den Pokal auch nicht in die Höhe stemmen können.

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