Kreisliga A: Westfalia siegt mit 4:0
Leerer Befreiungsschlag in Langenhorst

Ochtrup -

Wie die Faust aufs Auge passten zum Abstiegsduell zwischen dem SV Langenhorst/Welbergen und Westfalia Leer die äußeren Umstände. Regen, ein schlechter Platz und daraus resultierend auch zunächst ein schlechtes Spiel. Den Gästen gelang es aber, sich in der zweiten Halbzeit zu fangen und einen wichtigen Dreier mit nach Hause zu nehmen.

Freitag, 06.03.2020, 13:54 Uhr aktualisiert: 08.03.2020, 12:42 Uhr
Marcel Hetzer (l.) bereitete durch zwei starke Einzelleistungen das 2:0 und 3:0 seiner Mannschaft vor.
Marcel Hetzer (l.) bereitete durch zwei starke Einzelleistungen das 2:0 und 3:0 seiner Mannschaft vor. Foto: Thomas Strack

Nach einem eindrucksvollen 4:0 (0:0)-Auswärtssieg beim direkten Konkurrenten Langenhorst/Welbergen hat Westfalia Leer vorerst die Abstiegsränge verlassen. Auf schwierig bespielbarem Platz waren die Gäste abgezockter und hätten letztlich noch höher gewinnen können.

„Die erste Halbzeit war schäbig und dreckig“, gab Langenhorst-Coach Thomas Fraundörfer zu. „Da war keine Mannschaft besser. Es wurden fast nur lange Bälle gespielt.“

Nach Wiederanpfiff kamen die Leerer besser in die Partie und gingen durch Jannik Arning in Führung (49.). Sein Schuss aus knapp 25 Metern halblinker Position wurde noch abgefälscht und flog so unhaltbar für Torwart Christian Kuhmann ins Gehäuse. „Das war deren Dosenöffner“, ärgerte sich Fraundörfer. „Danach haben wir komplett die Ordnung verloren, waren zu hektisch und nervös.“

Das nutzte die Westfalia eiskalt aus: Nach einem Ballgewinn in der eigenen Hälfte wurde Marcel Hetzer über die Außenbahn auf die Reise geschickt. Seine Hereingabe drückte wiederum Arning über die Linie (58.).

„Wir haben die Nadelstiche passend gesetzt“, freute sich Gerold Laschke , der interimsweise Leers verhinderten Trainer Thomas Overesch vertritt. „Das dritte Tor war im Prinzip analog zum zweiten.“ Nur war diesmal Laschke selbst der Nutznießer nach einer erneuten Einzelaktion Hetzers (62.) – der K.o. für die Gastgeber aus Ochtrup, welche kurze Zeit später noch dezimiert wurden. Nach einem Foulspiel sah Max Schulze Bründermann von Schiedsrichter Simon Elshoff die Rote Karte (75.). Der Innenverteidiger fehlt nun im nächsten Abstiegsknaller bei Germania Horstmar. „Wir sind komplett auseinandergefallen“, war Fraundörfer bedient. „Die Niederlage hätte auch noch höher ausfallen können.“

Den Schlusspunkt setzte der eingewechselte Erik Schulte in Schlitzohr-Manier. Er sah, dass Kuhmann deutlich zu weit vor seinem Kasten stand und fasste sich aus rund 40 Metern ein Herz. Sein Weitschuss überflog den Keeper der Gastgeber und rundete den starken Auftritt der Rot-Weißen ab.

Leer springt in der Tabelle an Langenhorst vorbei auf Platz elf. Die Ochtruper übernehmen den Abstiegsplatz 14 und stehen nun gegen Horstmar vor einem entscheidenden Duell.

Langenhorst:Kuhmann – Wesseling (64. Holtmannspötter), Schulze Bründermann, Bultbrüne, Schwering – Ochse, M. Wenning – Vollenbroeker (64. Steinlage), K. Wenning, Holtmann – Schepers.

Langenhorst:

Leer:Telgmann – Iger, J. Schulte, Hüsing – Raus, Höscher – Thiele (60. E. Schulte), Laschke, Selker (86. Thiemann) – Hetzer, Arning (77. Krawczyk).

Leer:

Tore:0:1 Arning (49.), 0:2 Arning (58.), 0:3 Laschke (62.), 0:4 E. Schulte (84.).

Tore:

Besonderes Vorkommnis:Rote Karte Schulze Bründermann (75.).

Besonderes Vorkommnis:
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