Ochtruper zurück in der Oberliga
Ambitionierte Arminen

Ochtrup -

In den vergangenen Jahren waren die Tischtennisspieler des SC Arminia Ochtrup das sportliche Aushängeschild der Stadt. Mit dem Aufstieg in die Oberliga haben sie diesen Status noch einmal unterstrichen. Auch in der neuen Klasse nehmen sich die Töpferstädter ordentlich was vor. Und das nicht ohne Grund . . .

Freitag, 24.07.2020, 15:24 Uhr

In der Töpferstadt könnte – vorausgesetzt die Corona-Zahlen bleiben niedrig – nach der Sommerpause sportlich richtig was los sein. Die Fußballer des FSV bringen sich für einen möglichen Sprung in die Bezirksliga in Stellung, und die Handballer gehen erstmals nach 25 Jahren wieder in der Landesliga auf Punktejagd. Platzhirsch, was die Klassenzugehörigkeit angeht, sind weiterhin die Tischtennisspieler. Und die haben sich für 2020/21 echt was vorgenommen.

Frisch in die Oberliga zurückgekehrt, möchte der SCA auch in der fünfthöchsten Klasse Duftmarken setzen. „Platz eins bis fünf“, gibt Timo Scheipers das Saisonziel aus. Was den Abteilungsleiter derart optimistisch stimmt: Der ohnehin schon enorm gute Kader der Vorsaison wurde mit den beiden Rückkehrern Bernd Ahrens und Henning Zeptner verstärkt. Wer wie die Arminen zwei frühere Zweitliga-Akteure wie Ahrens und Zeptner dazu hole, der könne offen solche Ambitionen äußern, findet Scheipers. „Bergneustadt und Waldniel stufe ich sehr stark ein. Das sind die Gradmesser für uns“, vergleicht er die zwölf Oberliga-Formationen.

Eine Analyse, mit der auch Spielertrainer Bernd Ahrens konform geht: „Das sehe ich ähnlich, allerdings dürfen wir keinen Gegner unterschätzen. Das klassische Fallobst gibt es in der nächsten Saison nicht“, weiß der mittlerweile in Düsseldorf lebende 39-Jährige. „Aber wenn wir clever aufstellen, dann traue ich uns viel zu.“

Zumal die Ochtruper eine weitere Option in der Hinterhand haben: Amin Nagm bleibt beruflich doch in der Region und hat sich daher nicht abgemeldet. In wie vielen Partien er allerdings eingesetzt werden kann, bleibt offen. Fest steht, wer die Arminen im Ranking anführt. „Henning ist unsere Nummer eins. Das hat er sich verdient“, kann sich Ahrens mit der Position zwei sehr gut anfreunden.

Beginnen sollte die Runde eigentlich am 29. August mit einem echten Kracher – dem Derby beim TB Burgsteinfurt. Doch das Duell der beiden besten Teams im Tischtennisbezirk Münster ist auf den 5. Dezember verlegt worden. „Es war ja lange zu befürchten, dass am ersten Spieltag auf Grund der Corona-Bestimmungen nicht genug Zuschauer in die Halle hätten kommen dürfen. Und weil wir so eine Partie natürlich keinem vorenthalten wollten, hatten wir uns mit dem TBB frühzeitig auf eine Verlegung verständigt“, erklärt Scheipers. Zwar sind jetzt weitere Lockerungen eingetreten, doch SCA und TBB bleiben beim neuen Termin.

Das spielt einem Arminen in die Karten: Michael Hillebrandt. Der Routinier trat in der abgelaufenen Saison für einen guten Zweck an. Pro gewonnenem Hillebrandt-Match spendeten Vereine, Firmen oder Privatpersonen einen Geldbetrag x. Die Gesamtsumme ist für den Hospizverein Ochtrup-Metelen bestimmt. Da die Saison aber bekanntlich abgebrochen werden musste, nahm auch die Charity-Aktion ein ungeplant frühzeitiges Ende.

„Es ist zwar schon eine tolle Summe zusammengekommen, trotzdem holen wir die ausgefallenen Spiele nach. So haben alle noch mal die Gelegenheit, was zu spenden“, erläutert Scheipers. Die offizielle Endsumme soll dann am 5. Dezember im Rahmen des Kreisderbys in Burgsteinfurt stattfinden.

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