Fußball: Junge Amerikaner müssen improvisieren
US-Boys nehmen Herausforderung an

Ochtrup/Emsdetten -

Seit Anfang September leben und trainieren 13 junge amerikanische Fußballer in Ochtrup. Einfach hatten sie es in dieser Zeit nicht immer. Doch davon lassen sich die Nachwuchskicker nicht unterkriegen.

Freitag, 27.11.2020, 14:12 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 11:26 Uhr
Cole Frame ist einer der 13 Amerikaner.
Cole Frame ist einer der 13 Amerikaner. Foto: Marc Brenzel

Sie sind nach Deutschland gekommen, um wertvolle Spielpraxis zu sammeln – die 13 jungen US-amerikanischen Fußballer, die seit Anfang September in Ochtrup leben und trainieren.

Möglich macht das ein Zusammenwirken vom Sportwerk Ochtrup, dem Talentprojekt des Amerikaners Mark Dillon sowie der beiden Vereine FSV Ochtrup und Borussia Emsdetten . Während die Teenager in der Töpferstadt leben, spielen sie in der A-Jugend-Landesliga für die Borussen.

Doch leicht hatten es die US-Boys nicht. Erst gab es Schwierigkeiten mit den Spielberechtigungen, dann infizierten sich die meisten mit dem Corona-Virus, und seit rund vier Wochen gibt es den zweiten Lockdown.

„Das ist eine bescheidene Situation für die Jungs. Sie haben seit acht Wochen praktisch keinen Ball am Fuß gehabt“, bedauert ihr Trainer Alexander Zerche die Einschränkungen. Mit individuellem Grundlagen- und Intervalltraining halten sich die Nachwuchs-Kicker fit. Zudem werden interne Wettkämpfe veranstaltet, die auf Video festgehalten und gemeinsam angesehen werden. Drei von ihnen seien in den Staaten gewesen, wo sie die Chance bekommen hätten, einen Platz in einem College-Team zu ergattern, so Zerche.

„Die Situation ist natürlich gerade nicht einfach, aber die Jungs gehen prima damit um“, berichtet der Geschäftsführer des Sportwerks, Michael Schmidt . „Alle haben immer ein Lächeln im Gesicht. Sie bringen ein großes Verständnis für die augenblickliche Situation auf.“ Beeindruckend sei auch gewesen, wie die Youngster die Herausforderung in der Quarantäne/Isolation angenommen hätten.

Akademisch bilden sich die jungen Fußballer an der internationalen Schule in Enschede und der Realschule in Ochtrup weiter. Das liefe sehr gut, es gäbe eine Menge Lernstoff zu bearbeiten, so Schmidt. Die Kooperation mit den Borussen und dem FSV bezeichnet er als „sehr, sehr gut“.

Bis zum 30. Juni bleiben die Kicker aus dem Land der unbegrenzten Möglichkeiten in Ochtrup. Darüber hinaus soll die Zusammenarbeit mit dem Talentprojekt weitergehen. Wie sie im Detail aussehen werde, konnte Schmidt noch nicht sagen. In Corona-Zeiten sei halt etwas schwerer zu planen.

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