Fußball: Lea Rüskamp stürmt für Arminia Ibbenbüren
Ochtruperin atmet Bundesligaluft

Ochtrup -

Lea Rüskamp hat den Sprung von der Kreis- in die Bundesliga geschafft. Seit Sommer läuft die 16-jährige Ochtruperin für die B-Jugend-Fußballerinnen der DJK Arminia Ibbenbüren in der höchsten deutschen Spielklasse auf. Dort trat sie schon als Torschützin auf und trug so ihren Anteil an einem historischen Sieg bei.

Montag, 30.11.2020, 14:32 Uhr aktualisiert: 02.12.2020, 11:27 Uhr
Lea Rüskamp (R.) aus Ochtrup spielt in der B-Junioren-Bundesliga für Arminia Ibbenbüren.
Lea Rüskamp (R.) aus Ochtrup spielt in der B-Junioren-Bundesliga für Arminia Ibbenbüren. Foto: Rolf Grundke

Von der Kreisliga in die Bundesliga – das ist ein Riesensprung. Lea Rüskamp hat ihn gewagt und gestanden. Seit Saisonbeginn kickt die 16-jährige Ochtruperin für Arminia Ibbenbüren in der B-Juniorinnen-Bundesliga West/Südwest.

In der Vorsaison gab es für die DJK Arminia in der Belle Etage nichts zu holen: 13 Niederlagen in 13 Spielen. Lediglich der Corona-bedingte Abbruch der Saison verhinderte den Abstieg. Die erschreckende sportliche Bilanz hielt Rüskamp aber nicht von einem Wechsel ab. Ganz im Gegenteil: Die Gymnasiastin begriff die Situation als eine Chance: „In der Bundesliga spielen zu dürfen, ist schon ein cooles Gefühl. Zum einen bestätigt das meine bisherigen Leistungen, zum anderen ist es aber auch ein Ansporn, noch mehr zu investieren. Das Niveau in dieser Klasse ist schließlich enorm hoch.“

Beim FSV Ochtrup war Rüskamp für die C-Jungen und die B-Mädchen jeweils in der Kreisliga aktiv, zudem stand sie im Aufgebot der Westfalenauswahl. Gerade Letzteres machte sie für die Ibbenbürener interessant.

Während Rüskamp in Ochtrup vorwiegend als Verteidigerin oder im defensiven Mittelfeld eingesetzt wurde, greift sie bei der Arminia an. „Die Trainer Birger Röber und Jörg Möllmeier haben mir vor der Saison gesagt, dass sie mich im Sturm sehen. Und das hat dann schon im ersten Test geflutscht“, verweist Rüskamp auf den 5:1-Erfolg gegen Arminia Bielefeld, als sie vier Tore erzielte.

In der Bundesliga hat sie in sechs Partien einmal getroffen. Aber der Treffer hatte für den ganzen Verein einen enormen Stellenwert. Mit dem Tor zum 2:0 gegen den FC Iserlohn – zuvor hatte die Töpferstädterin schon das 1:0 vorbereitet – machte sie den ersten Sieg in der Bundesliga-Historie der DJK Arminia Ibbenbüren perfekt.

Neun Punkte aus sechs Spielen bedeuten aktuell Rang sechs. „Wir hatten uns immer mehr gesteigert und unser Zusammenspiel verbessert. Doch dann kam leider der Lockdown, aber da kann man eben nichts machen“, so Rüskamp. „Schade, denn am vergangenen Wochenende wäre es gegen Gladbach gegangen.“ Die Borussia ist einer von vielen großen Namen, die in der Bundesliga West/Südwest beheimatet sind. Der 1. FC Köln, Bayer Leverkusen oder die SGS Essen sind andere Beispiele. Sogar bis nach Saarbrücken oder Speyer führen die Touren, die die Ibbenbürener in dieser Saison fahren müssen.

Drei Mal in der Woche wird in Ibbenbüren trainiert, hinzu kommt an den ­Wochenende das Punktspiel. Rüskamp bildet zusammen mit der Ahauserin Marina Schlums eine Fahrgemeinschaft. Das heißt, immer die Eltern einer der beiden Spielerinnen sind für den Transfer zuständig.

Für Lea Rüskamp, die sich selbst als antrittsschnell, selbstbewusst und gut im Abschluss einstuft, ist die aktuelle Spielzeit die letzte im Juniorinnenbereich. Und die will sie nicht nur genießen, sondern sich auch beweisen. „Ich hoffe, dass es so schnell wie möglich wieder mit dem Training losgehen kann“, so Rüskamp, deren Lieblingsspieler Christian Pulisic von Chelsea London ist.

Aktuell trainieren die Arminia-Mädchen individuell. Radfahren, Dribbeln stehen auf dem Stundenplan. Das ist kein Ersatz für eine Spielerin wie Lea Rüskamp, die auf weitere Einsätze in Deutschlands höchster Jugendliga brennt.

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