Fotoserie: Die gute, alte Zeit
Traumhafter Lauf endet im Halbfinale

Ochtrup -

Vor über 50 Jahren sorgten die B-Junioren des SC Arminia Ochtrup für Furore. Nach dem Gewinn der Kreismeisterschaft setzten die Nachwuchskicker ihren Lauf auf Verbandsebene fort. Erst ein haushoher Favorit, in dessen Reihen ein heute ganz prominenter Trainer kickte, stellte den Ochtrupern das Stoppschild auf.

Mittwoch, 06.01.2021, 12:34 Uhr aktualisiert: 06.01.2021, 13:49 Uhr
Die erfolgreichen B-Junioren des SC Arminia Ochtrup nach dem Sieg im Kreispokalfinale gegen den FC Rheine (h.vl.): Trainer Paul Schomann, Heinz Witte, Herbert Ochmann, Antonius Schomann, Jürgen Ditzel, Jürgen Post, Stefan Gesenhues, Helmut Zurkuhl, Rolf Knetsch und Bernhard Weitkamp sowie (v.vl.) Michael Niesen, Ewald Holtkamp, Martin Gesenhues, Stephan Borgers und Udo op de Bekke.
Die erfolgreichen B-Junioren des SC Arminia Ochtrup nach dem Sieg im Kreispokalfinale gegen den FC Rheine (h.vl.): Trainer Paul Schomann, Heinz Witte, Herbert Ochmann, Antonius Schomann, Jürgen Ditzel, Jürgen Post, Stefan Gesenhues, Helmut Zurkuhl, Rolf Knetsch und Bernhard Weitkamp sowie (v.vl.) Michael Niesen, Ewald Holtkamp, Martin Gesenhues, Stephan Borgers und Udo op de Bekke. Foto: privat

Einen richtigen Lauf hatten in der Saison 1969/70 die B-Jugend-Fußballer des SC Arminia Och­trup. Und zwar einen so guten, der sie bis in das Halbfinale der Westfalenmeisterschaft führte.

Vorangegangen war der Gewinn der Kreismeisterschaft. Das gelang mit einem 3:0-Erfolg in Wettringen gegen den FC Rheine, einen Vorgängerverein des heutigen FC Eintracht Rheine .

Als Kreismeister war die Mannschaft von Trainer Paul Schomann für die Westfalenmeisterschaft qualifiziert, die im K.o.-System ausgetragen wurde. In Runde eins trafen die jungen Töpferstädter auf den Titelträger des Kreises Tecklenburg, den VfL Eintracht Mettingen. Ein 2:2 vor heimischer Kulisse machte ein Wiederholungsspiel in Mettingen notwendig, das die Arminen mit 2:1 für sich entschieden.

Auch in der zweiten Runde waren zwei Begegnungen erforderlich. Bei Wacker Ahlen gab es ein torloses Unentschieden, das zweite Aufeinandertreffen ging mit 2:1 an die Ochtruper. Damit war im Vorfeld nicht zu rechnen gewesen, denn in den gegnerischen Reihen standen ein Jugendnationalspieler und Akteure aus dem Kader der Westfalenauswahl.

Im Viertelfinale genoss der SCA-Nachwuchs Heimrecht gegen den SVA Gütersloh. Rund 1000 Zuschauer kamen zum Platz am DRK-Heim und sahen einen 1:0-Erfolg.

Somit war das Ticket für die Endrunde gebucht, die zentral in Duisburg-Wedau ausgetragen wurde. Im Halbfinale stellte sich mit dem VfL Bochum ein übermächtiger Gegner in den Weg. 3:0 hieß es am Ende für den Favoriten aus dem Ruhrgebiet. Unter den Torschützen befand sich Hermann Gerland, der aktuelle Co-Trainer des FC Bayern München.

Im kleinen Finale trafen die Arminen auf die Sportfreunde Siegen, denen sie nach hartem Kampf mit 1:3 nach Verlängerung unterlagen. Dem damaligen Präsidenten des Westfälischen Fußball- und Leichtathletikverbandes nötigten die Auftritte des kleinen Provinzvereins aus dem nordwestlichen Münsterland so viel Respekt ab, dass er die Ochtruper für ein Trainingslager in die Sportschule Kaiserau einlud.

  • Wer Mannschaftsbilder, die mindestens 15 Jahre alt sind und dazu noch ein paar passende Informationen oder Anekdoten auf Lager hat, der darf sich gerne mit der Sportredaktion der Westfälischen Nachrichten in Verbindung setzen (redaktion.bor@wn.de oder sport.ochtrup@wn.de).
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