Fußball: Kreisliga A Steinfurt
Patrick Laurenz pflegt seinen eigenen Stil

Ochtrup -

Im Sommer ging es für Patrick Laurenz drei Stufen zurück. Vom FC Schüttorf aus der niedersächsischen Landesliga, die von der Stärke her vergleichbar mit der Westfalenliga ist, zum FSV Ochtrup. Für den 27-jährigen Torwart war das kein Problem, denn den Reizen, die der A-Ligist versprühte, war einfach nur schwer zu widerstehen.

Donnerstag, 11.03.2021, 13:07 Uhr aktualisiert: 11.03.2021, 16:29 Uhr
Patrick Laurenz steht seit dem Sommer 2020 wieder zwischen den Ochtruper Pfosten. Nach drei Spielzeiten in Schüttorf kehrte der 27-Jährige in seine Heimatstadt zurück.
Patrick Laurenz steht seit dem Sommer 2020 wieder zwischen den Ochtruper Pfosten. Nach drei Spielzeiten in Schüttorf kehrte der 27-Jährige in seine Heimatstadt zurück. Foto: Thomas Strack

Es gibt erste vorsichtige Anzeichen, dass auch die Fußballer bald wieder trainieren dürfen. Für Patrick Laurenz , den Torwart des A-Ligisten FSV Ochtrup, ist das ein Silberstreif am dunklen Corona-Horizont. „Es wird nämlich Zeit, die Leute mal wieder live zu sehen“, kann es der 27-Jährige kaum abwarten, mit seinen Mitspielern zu kicken und zu flachsen.

Im Sommer 2020 kam Pa­trick Laurenz vom FC Schüttorf 09 . Nach drei Jahren in Niedersachsen, die von dem Aufstieg in die Landesliga gekrönt wurden, reizte es den Jura-Studenten, wieder in seiner Heimatstadt Och­trup zwischen den Pfosten zu stehen. „Ein Punkt war sicherlich, dass mein früherer Mitspieler Jannik Holtmann Trainer geworden ist. Der andere, dass ich noch viele Jungs aus gemeinsamen Zeiten beim SC Arminia kannte“, argumentiert Laurenz. Für den FSV-Vorgängerverein zog Laurenz in der Jugend und auch später bei den Senioren den Torwart-Sweater über. „Punkt drei war, dass hier in Ochtrup viel in Bewegung ist, sowohl in der Mannschaft als auch im Umfeld. Ein Bestandteil davon zu sein, ist für mich attraktiv“, begründet der Bayern-Fan.

Zum Anhänger der Münchner ließ ihn Oliver Kahn werden, der Laurenz einst ein bisschen als Vorbild galt. Heute stuft der Ochtruper Manuel Neuer als den weltbesten Keeper ein. Sich von beiden etwas zu adaptieren, liegt da auf der Hand. Doch in erster Linie will Patrick Laurenz seinen eigenen Stil pflegen: „Ich denke, ich bin einer, der von allem ein bisschen kann. Mit dem Ball am Fuß bin ich ganz gut, dafür ist meine Strafraumbeherrschung etwas verbesserungswürdig.“

Um sich für den Re-Start fit zu halten, geht Laurenz drei bis vier Mal pro Woche joggen. Stabilisations- und Kräftigungsübungen runden das Programm ab. „Mittlerweile haben wir von unseren Coaches auch einen Trainingsplan bekommen“, freut sich der Torsteher, über ein weiteres Zeichen, dass auf ein zeitnahes Ende der Corona-Zwangspause hindeutet.

Ob allerdings vor dem Sommer auch wieder um Punkte gespielt werden kann, das mag Laurenz noch nicht so richtig glauben: „Dafür müssen die Inzidenzzahlen niedrig bleiben, und auch die Politik muss an Bord sein. Die ist, nachdem im letzten Jahr vielleicht zu früh gelockert wurde, vorsichtiger geworden.“

Ein Abbruch der Spielzeit 2020/21 wäre für den FSV bedauerlich, denn mit nur drei Zählern Rückstand auf Spitzenreiter Borussia Emsdetten sind die Töpferstädter aussichtsreich im Meisterrennen unterwegs. An den Aufstieg verschwendet Hunde-Freund Laurenz – zur Familie gehört der Shih-Tzu-Malteser Amy – vordergründig keinen Gedanken. Das sei noch ein bisschen weit weg, findet der Keeper. „Priorität hat für mich, dass es wieder mit dem gemeinsamen Training los geht. Denn, wie schon gesagt: Ich will die Jungs nicht nur in Online-Meetings sehen, sondern so schnell es geht wieder live.“

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