Volleyball BSV Ostbevern
BSV tanzt Samba mit Gievenbeck

Ostbevern -

Schon vor Spielbeginn gab es strahlende Gesichter in Reihen der BSV-Volleyballerinnen. Als Abschiedsüberraschung für Anika Lehmkuhl, die es für ein halbes Jahr nach Südafrika zieht, hatte sich die Ostbeverner Samba-Gruppe Camposada in der Beverhalle eingefunden und heizte Spielerinnen und Zuschauern gleichermaßen mit brasilianischen Rhythmen ein.

Sonntag, 17.11.2013, 21:11 Uhr

Lena Ottens (r.) und die scheidende Spielführerin Anika Lehmkuhl schauen ihrer Mitspielerin Maike Schmidt bei der Ballannahme zu. Letztlich durften sie sich über einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den TSC Münster-Gievenbeck freuen.
Lena Ottens (r.) und die scheidende Spielführerin Anika Lehmkuhl schauen ihrer Mitspielerin Maike Schmidt bei der Ballannahme zu. Letztlich durften sie sich über einen ungefährdeten 3:0-Sieg gegen den TSC Münster-Gievenbeck freuen. Foto: Dietrich

Schon vor Spielbeginn gab es strahlende Gesichter in Reihen der BSV-Volleyballerinnen. Als Abschiedsüberraschung für Anika Lehmkuhl , die es für ein halbes Jahr nach Südafrika zieht, hatte sich die Ostbeverner Samba-Gruppe Camposada in der Beverhalle eingefunden und heizte Spielerinnen und Zuschauern gleichermaßen mit brasilianischen Rhythmen ein. Diese gute Stimmung zog sich anschließend wie ein roter Faden durch die 75-minütige Vorstellung des Ostbeverner Oberliga-Teams. Nur die Gäste vom TSC Münster-Gievenbeck fanden keinen Spaß am sportlichen Vergleich, den die Blau-Weißen deutlich mit 3:0 zu ihren Gunsten entschieden.

„Ich bin sehr zufrieden. Zu Anikas Ausstand ist es optimal gelaufen, perfekt inszeniert“, fasste Trainer Dominik Münch zusammen. „Wir haben sehr konzentriert und willensstark gespielt. Unser Zusammenspiel hat schon mal besser funktioniert, aber es war in jeder Sekunde der Wille erkennbar, sich nicht runterziehen zu lassen wie es noch gegen Paderborn der Fall war.“

Die in rot gewandeten Blau-Weißen legten los, als gäbe es kein Morgen mehr. Im ersten Durchgang klappte beinahe alles, was die Ostbevernerinnen versuchten. Über 3:0, 11:1 und 17:3 hielten sie das Niveau hoch und die Fehlerquote niedrig. Das 25:11 war letztlich eine Demonstration der Stärke, die den Gegner staunend zurückließ. Aber so trost- und kampflos wollten sich die Domstädterinnen dann doch nicht abfertigen lassen. Ihr Trainer wechselte die groß gewachsenen Akteurinnen aus und tauschte sie gegen kleine, wendige Mitspielerinnen. Und siehe da, der Schachzug zeigte Wirkung: 12:6 und 15:12 führten die Gäste zwischenzeitlich, ehe sie in alte Fehler verfielen und deutlich zu viele Angaben verschlugen. Die BSV-Spielerinnen ließen sich nicht zwei Mal bitten, zogen zunächst gleich und dann vorbei. Anders als vor Wochenfrist bei der Tie-break-Niederlage in Bochum warteten sie diesmal in der entscheidenden Phase nicht auf den Fehler des Gegners. „Diesmal haben wir es selber in die Hand genommen. Ein Schritt nach vorne gegen die Passivität“, freute sich Münch.

Im dritten Durchgang war bald erkennbar, dass die Gegenwehr der Münsteranerinnen gebrochen war. Er wurde beim 25:14 eine sichere Beute für den Aufsteiger, der sich über die Punkte acht bis zehn der noch jungen Saison freuen durfte und auf Rang vier der Tabelle geklettert ist. Gleichwohl sieht Dominik Münch bei seinem Aufgebot noch „Luft nach oben“. Trotz des klaren Heimsieges habe spielerisch einiges nicht geklappt. Besonders glücklich war Anika Lehmkuhl, die von überbordenden Emotionen schon vor Spielbeginn sprach: „Ich wusste gar nicht, ob ich überhaupt noch spielen kann. Ein tolles Gefühl, wenn die Mannschaft einem so ein schönes Abschiedsgeschenk beschert.“

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