BSV Ostbevern Volleyball Regionalliga
Umbruch im Münch-Team

Ostbevern -

Das Gesicht der ersten Volleyball-Damenmannschaft des BSV Ostbevern wird sich in der neuen Saison stark verändern. Fünf ausscheidenden Akteurinnen stehen drei echte Neuzugänge, eine Rückkehrerin sowie drei Nachwuchskräfte mit Doppelspielrecht gegenüber. Ziel des jungen Aufgebotes um Trainer Dominik Münch ist es, sich als Aufsteiger dauerhaft in der Regionalliga zu etablieren.

Freitag, 24.07.2015, 16:07 Uhr

In der Regionalliga schlagen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern in der neuen Saison auf. Trainer Dominik Münch muss aber eine neue Mannschaft formen.
In der Regionalliga schlagen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern in der neuen Saison auf. Trainer Dominik Münch muss aber eine neue Mannschaft formen. Foto: Biniossek

Drei Spielerinnen des Meisterteams treten im Herbst einen längeren Australien-Aufenthalt an. Lea Dreckmann und Alena Niehoff nutzen die Zeit nach dem Abitur, um sich ein halbes Jahr nach down under zu verabschieden. „In den ersten zwei, drei Spielen werden sie aber möglicherweise noch dabei sein“, blickt der Übungsleiter der Blau-Weißen voraus. Lena Ottens hat sich ebenfalls entschieden, ihren Pass beim BSV zu lassen, während sie sich mit einer Freundin von Oktober bis Januar auf der südlichen Hemisphäre umschaut. „Ab der Rückrunde könnte sie wieder bei uns mitspielen“, so Dominik Münch .

Außerdem wird Carolin Abrell-Vogel eine Baby-Pause einlegen. Die Libera erwartet zum dritten Mal Nachwuchs. Kerstin Ludger hat darüber hinaus angekündigt, ihr Studium mehr in den Vordergrund rücken lassen zu wollen und nur noch in Notfällen zur Verfügung zu stehen.

Es besteht also reichlich Bedarf an Alternativen und auf der Suche danach ist der heimische Viertligist fündig geworden. Vom Nordwest-Regionalligisten SC Langenhagen (aus der Nähe von Hannover) stößt Julia Bock zum BSV. Die 21-jährige Mittelblockerin studiert seit geraumer Zeit in Osnabrück und möchte ihre Fahrzeit zum Training deutlich reduzieren. „Sie ist eine athletische Spielerin mit ordentlichem Potenzial“, sagt ihr neuer Coach.

Vom Regionalliga-Konkurrenten SC Union Lüdinghausen wechselt Maren Flachmeier nach Ostbevern . Die 1994 geborene Außenangreiferin hat schon früher mal in der BSV-A-Jugend mitgemischt, gehörte dem WVV-Kader an und wartet derzeit auf ihren Studienplatz. „Sie ist richtig gut, eine echte Granate“, gerät Münch ins Schwärmen und glaubt, dass sich die technisch sehr starke Volleyballerin zu einer Leistungsträgerin im Team entwickeln wird.

Was den Blau-Weißen während des Australien-Abstechers von Lea Dreckmann besonders fehlen wird, ist eine Zuspielerin. „Die Hauptverantwortung wird Luisa Heidorn tragen“, macht der BSV-Trainer deutlich. Aber zum Jahresende wird sie Unterstützung erhalten. Dann kehrt Carolin Auen von ihrem zweijährigen College-Aufenthalt in den USA zurück und schließt sich dem Regionalliga-Neuling aus der Bevergemeinde an. „Ein echter Glücksgriff“, meint Münch. Die 19-jährige Auen hat beim USC Münster schon in der Zweitbundesliga-Mannschaft mittrainiert. „Für unsere Verhältnisse ist es eine fertige Spielerin.“

Schon seit einigen Wochen trainiert Maike Schmidt wieder im BSV-Ensemble mit. Die Australien-Heimkehrerin rechnet mit einem Studienplatz in Hannover, wird jedoch so oft wie möglich beim Training in der Beverhalle dabei sein. Als Libera und Annahmespielerin muss sie sich besonders intensiv mit den veränderten Spielbällen in der Regionalliga vertraut machen. Münch: „Sie haben andere Flugeigenschaften. Den Angaben wird große Bedeutung zukommen.“

Drei talentierte Spielerinnen aus dem U 18-Bereich, die allesamt ins Blickfeld der WVV-Auswahltrainer geraten sind, können nach Aussage von Dominik Münch ebenfalls ohne erkennbaren Leistungsverlust bei den Übungseinheiten der ersten Mannschaft mitwirken und werden mit einem Doppelspielrecht ausgestattet, um sie im Bedarfsfall ins kalte Wasser der Regionalliga werfen zu können. Außen- und Diagonalangreiferin Anna Dreckmann sowie Stellspielerin Mari Peters entstammen dem Jahrgang 2000, Libera Jana Rolf ist sogar noch ein Jahr jünger.

Zusammen mit den verbliebenen Kräften um Spielführerin Sophia Eggenhaus fühlt sich der BSV-Trainer gut aufgestellt für die neuen Aufgaben auf höherem Level. „Wir wollen nicht sofort wieder zurückfallen. Unser Ziel ist es, die Klasse zu halten. Mittelfristig ist unser Potenzial groß genug. In der Besetzung des zurückliegenden Jahres hätte ich gesagt, wir können oben mitspielen. Aber nach dem Umbruch müssen wir das Niveau erst mal wieder hinbekommen.“

Derzeit wird aufgrund von Urlaub und verschiedenen Beachvolleyball-Maßnahmen in wechselnden Besetzungen trainiert. Nach dem Sommercamp vom 3. bis 8. August wird sich mehr Regelmäßigkeit einstellen. Für den 22. August in Lüdinghausen, den 23. August in Essen sowie am 30. August in der heimischen Beverhalle sind drei Turnierteilnahmen geplant, bei denen sich das Team einspielen soll.

Los geht‘s dann am 6. September (Sonntag) mit einem Heimspiel um 16 Uhr gegen den SSF Bonn, einem Absteiger aus der 3. Liga. Am 20. September geht‘s zum Gastspiel beim Detmolder TV, ehe sich am 4. Oktober (Sonntag) SG FdG Herne in der Beverhalle vorstellt. Als Titelfavorit geht für Münch der FCJ Köln 2 ins Rennen, heiße Duelle dürfen in den Vergleichen mit dem benachbarten Mitaufsteiger BW Aasee erwartet werden.

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