Beachvolleyball Bundespokal U 17
Vor großer Kulisse auf Platz sieben gebaggert

Ostbevern -

Anna Dreckmann kehrte am Sonntagabend zufrieden vom Bundespokal Beach U 17 zurück, wo sie mit ihrer Partnerin Linda Bock vom RC Borken-Hoxfeld einen starken siebten Platz erspielt hatte.

Montag, 27.07.2015, 15:08 Uhr

Der Ländervergleich im Ostseeresort Damp – eine Art Deutsche Meisterschaft der Bundesländer, zu der jeder Landesverband ein bis drei seiner talentiertesten Duos dieser Altersklasse (diesmal Jahrgang 1999 und jünger) antreten lässt – genießt zu Recht einen ganz besonderen Ruf: Er ist nicht nur exzellent organisiert und bietet hervorragenden Sport, auch die Atmosphäre ist einmalig, berichtete Trainer Dominik Münch .

Der Center Court, die „Damp-Arena“ am Eingang zum breiten Strand direkt vor der Promenade, sucht im Jugendbeachvolleyball seinesgleichen. Bei den diesjährigen Finals zählten die Organisatoren 700 Zuschauer und vermeldeten damit Besucherrekord. Hier schauen nicht nur die Aktiven, ihre Trainer und Anhänger zu, auch zahlreiche Urlauber lassen sich von DJ Rainer Voss anlocken, der das Treiben mit Musik und Kommentaren professionell begleitet. La Ola, Klatschpappen, Anfeuerungsgesänge wie bei den Großen – „das bringt Gänsehaut, nicht nur bei den jungen Volleyballern“, so Münch.

In den vergangenen beiden Jahren holte sich der Westdeutsche Volleyball- verband bei den Mädchen den Sieg: 2013 gewannen Lea Dreckmann und Lena Ottens vom BSV Ostbevern Gold, 2014 verteidigte das Duo Harbring/Schmitz aus Dingden den Titel. In diesem Jahr war NRW nicht dabei, als die Medaillen verteilt wurden, was nicht verwunderte, da der Verband im weiblichen Bereich ausschließlich mit Perspektivteams aus den Jahrgängen 2000/2001 angetreten war.

Anna Dreckmann und Linda Bock sorgten mit ihrem siebten Platz für die beste Platzierung des WVV und bestätigten damit ihre Nominierung als Team 1. In sieben Partien gelangen ihnen fünf Siege: „Ein Ergebnis, auf das sie sehr stolz sein können“, so der BSV-Trainer, Denn die Konkurrenz sei oft älter oder deutlich größer (oder beides) gewesen. Die beiden hielten mit ihren Stärken dagegen: gute Technik, Ballkontrolle und ein starker Teamzusammenhalt, der bei den Lehrgängen des Hallenkaders und auf den vier gemeinsamen Beachturnieren dieses Sommers, unter anderem Gold bei der U 17- und Silber bei der U 16-WDM, gewachsen war.

Nach dem vorbereitenden Trainingslager, das der westdeutsche Volleyballverband ab Montag in Damp aufgeschlagen hatte, startete das Turnier der 32 Mannschaften (pro Geschlecht) am Freitag mit einer Vorrunde in Vierer-Gruppen. Im Pool A setzten sich die Dreckmann/Bock nach Siegen gegen Nele Kolbe/Wiebke Könning (15:9, 15:13), Emily Günter/Anna Schupritt (15:5, 15:7) und Chenoa Christ/Anna Thuernagel (15:6, 15:10) sicher durch. Auch in der Partie gegen Kaya Schulz/Sarah Schulz behielten Dreckmann/Bock mit 23:25, 15:13, 15:6 die Oberhand, mussten sich dann aber Sophia Brandstetter/Celina Krippahl mit 10:15, 11:15 geschlagen geben. In den Platzierungsspielen besiegten sie Deborah Scholz/Camilla Weitzel zwar mit 12:15, 15:12, 15:9, doch gegen Emma Cyris/Sarah Schulz mussten sie schließlich mit 11:15, 15:13, 14:16 ganz knapp passen.

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