Volleyball: Erster Trainerjob als Abiturient – seit 2011 ist Stefan Klotz beim BSV Ostbevern
Klötzchen formt Talente

Ostbevern -

Stefan Klotz kam 2011 zum BSV Ostbevern. Dominik Münch suchte seinerzeit Unterstützung beim Coaching der Mannschaften aus der Bevergemeinde.

Freitag, 30.12.2016, 18:12 Uhr

Stefan Klotz bespricht sich während einer Auszeit mit seinen Volleyballerinnen. Aktuell coacht der 41-Jährige beim BSV Ostbevern die zweite Damenmannschaft sowie die U 18- und U 20-Mädchen.
Stefan Klotz bespricht sich während einer Auszeit mit seinen Volleyballerinnen. Aktuell coacht der 41-Jährige beim BSV Ostbevern die zweite Damenmannschaft sowie die U 18- und U 20-Mädchen. Foto: Biniossek

Stefan Klotz kam 2011 zum BSV Ostbevern . Dominik Münch suchte seinerzeit Unterstützung beim Coaching der Mannschaften aus der Bevergemeinde. Man kannte sich vom Volleyball, zudem sind beide Trainer Berufskollegen und als Lehrer an verschiedenen Schulen tätig – Münch inzwischen in Beelen, Klotz an einer Gesamtschule in Unna-Königsborn, wo er Biologie und Sport unterrichtet.

Dabei war ‚ Klötzchen ‘, wie er in Sportlerkreisen gerne gerufen wird, ursprünglich mehr dem Tennis- und Badmintonsport zugeneigt. Noch heute nennt er Roger Federer als sein sportliches Vorbild. Als 18-Jähriger Abiturient wurde er gefragt, ob er nicht eine Volleyballmannschaft in Drensteinfurt trainieren wolle. Er sagte spontan zu und konnte anschließend nicht mehr loslassen, der Anfang einer lang anhaltenden Leidenschaft.

Bevor er in Ostbevern anheuerte, hatte er bei Blau-Weiß Aasee die Anfänge der heute ebenfalls extrem erfolgreichen Volleyballabteilung mitgestaltet. Als Aktivem in der Sendenhorster Männermannschaft gelang ihm der Aufstieg in die Verbandsliga, es sollte sein letzter großer Erfolg mit der SG bleiben. „Anschließend wollte ich weniger machen. Aus dem Weniger ist inzwischen genau so viel geworden wie früher“, so Stefan Klotz.

Nach und nach übernahm der 1975 in Walstedde geborene Trainer mehr und mehr Aufgaben, wobei der Beach-Volleyball ein besonderes Steckenpferd von ihm ist. Zwei deutsche Vize-Meisterschaften als Coach von Lea Dreckmann und Lena Ottens sowie ein Triumph beim Bundespokal waren dabei sicher die Glanzlichter.

Derzeit betreut Klotz neben mehreren Nachwuchsteams auch die zweite Damenmannschaft des BSV Ostbevern. Sie ist aktuell im Mittelfeld der Bezirksliga-Staffel 13 platziert. Drei Siege und zehn Punkte aus acht Spielen entsprechen aktuell nicht den Vorstellungen ihres Übungsleiters. Der Abstand zur Spitze ist größer als der zum Tabellenende. Dabei würde sich Stefan Klotz schon wünschen, dass dieses Team wieder an die Tür zur Landesliga klopft. Da war sein Aufgebot schon mal, da will man wieder hin.

„Eine Mannschaft in der Landes- oder Verbandsliga als Unterbau für die 3. Liga wäre optimal“, sagt Hille Dreckmann, viele Jahre selbst höherklassig am Volleyballnetz und nun in der Abteilungsführung aktiv. „Klötzchen bringt den Spielerinnen viel bei, aber sie haben zuletzt einige Spiele verloren, weil sie eine zu hohe Fehlerquote hatten.“

Das wiederum hat auch mit dem jugendlichen Alter der meisten Teammitglieder zu tun. Mit Melina Heitkötter, Franka van der Veer und Eliza Carnheim sind drei Youngster erst 13, der Rest spielt noch in der B- oder A-Jugend. Nur Carina Gockel und Helena Hüttemann verfügen über mehr Erfahrung. Letztere steht wegen ihrer Ausbildung im Polizeidienst sehr eingeschränkt zur Verfügung. Außerdem wurden im Sommer die Leistungsträgerinnen Jana Rolf und Anna Dreckmann an die erste Mannschaft abgegeben.

Viel besser läuft es im Nachwuchsbereich. Hier hat Stefan Klotz großen Anteil am erfolgreichen Abschneiden, er formt die zahlreichen Talente. Die B-Jugend hat die Qualifikation A zur Westdeutschen Meisterschaft als Erster überstanden. In der Quali B fällt Ende Januar die Entscheidung, ob erneut der Sprung in die NRW-Elite gelingt.

Die A-Mädchen können den Sprung zur Westdeutschen sogar direkt schaffen. Sie spielen in der NRW-Liga. Ein Nachholspiel gegen das Schlusslicht steht noch aus. Wird das mit 2:0 gewonnen, ist der älteste weibliche Nachwuchs der Blau-Weißen als Tabellenvierter direkt für die westdeutschen Titelkämpfe qualifiziert.

„Stolz bin ich darauf, dass trotz des riesigen Klassenunterschiedes zwischen der ersten und zweiten Mannschaft jedes Jahr zwei Spielerinnen in die Erstvertretung hoch gegangen sind“, so Klotz, der als Co-Trainer von Dominik Münch den Erfolgsweg der Talente bis in die 3. Liga seit Jahren live verfolgt.

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