Mark Bußmann stand mit Hendrik Dreekmann und Nikolai Davydenko auf dem Platz
Tennis-Ass und Titelsammler

Westbevern/Ostbevern -

In Melbourne gehen an diesem Wochenende die Australian Open in die entscheidende Phase. Zwei Wochen lang haben die besten Tennisspieler der Welt um die Finalplätze beim ersten Grand Slam-Turnier des Jahres gerungen.

Freitag, 27.01.2017, 18:01 Uhr

Mark Bußmann spielte sich mit starken Grundlinienschlägen sowie platzierten Returns bis in die Spitze des westfälischen Tennissports.
Mark Bußmann spielte sich mit starken Grundlinienschlägen sowie platzierten Returns bis in die Spitze des westfälischen Tennissports. Foto: nn

In Melbourne gehen an diesem Wochenende die Australian Open in die entscheidende Phase. Zwei Wochen lang haben die besten Tennisspieler der Welt um die Finalplätze beim ersten Grand Slam-Turnier des Jahres gerungen. Für Mark Bußmann stets ein Abschnitt, an dem der Fernseher schon mal morgens um 6.20 Uhr angestellt wird oder auch bis tief in die Nacht an bleibt. Schließlich ist der 41-Jährige nicht nur Tennisfan, sondern war über viele Jahre selbst einer der besten Tennisspieler des Münsterlandes.

Fünf Mal war der Vadruper Bezirksmeister, zehn Mal gewann er an der Seite seines Vaters Herbert das Vater-Sohn-Turnier des TC Wolbeck – eine fast unglaubliche Serie, die in den Rekordlisten noch immer Bestand hat. Vier westfälische Mannschaftsmeisterschaften gehören ebenso zur reichhaltigen Titelsammlung wie eine Vizemeisterschaft im Einzel auf Westfalenebene.

Zu den Höhepunkten seiner sportlichen Laufbahn zählt der Lehrer für Deutsch, Mathe und Sport an der Josef-Annegarn-Schule in Ostbevern auch das Erreichen des Endspiels beim Emmerich-Cup in Münster, das er 1998 allerdings in zwei Sätzen verlor.

Zur Jahrtausendwende war er 115. der deutschen Herren-Rangliste und hatte bei einem Challenger-Turnier Satzball gegen Nikolai Davydenko aus Russland, der es später immerhin bis zur Nummer drei der Tenniswelt brachte. Ein weiterer prominenter Spielpartner des zweifachen Familienvaters war Sport-1-Reporter Sascha Bandermann, mit dem er sich bei einem Challenger-Turnier in Lippstadt verglich.

In Teenagertagen nahm der in Ostbevern geborene Tennis- und Fußballfan am Auswahl-Training im Leistungszentrum Kamen teil und traf dort mit Tennis-Assen wie Christian Fink oder Hendrik Dreekmann zusammen, der später bei den French Open das Viertelfinale erreichte. Mit zwölf Jahren wechselte Bußmann vom TCO zum TV Warendorf. Seine Mutter Elisabeth fuhr ihn viele Jahre zum Training in die Kreisstadt.

Es zahlte sich aus. Mit 17 folgte der nächste Karriere-Schritt, als es zum SV 91 Münster ging. Bis in die Regionalliga, die seinerzeit dritthöchste Tennisklasse, brachten es die Domstädter. Seit 2012 spielt Mark Bußmann nun für den TC Oelde, zunächst in der höchsten deutschen Spielklasse für Herren 30.

Obwohl der Grundlinienspieler inzwischen bei den Herren 40 antritt, dürften es die besten Tennisspieler an Ems und Bever immer noch schwer haben, ihm das Wasser zu reichen. „Am liebsten spiele ich auf schnellen Belägen“, sagt Bußmann, den ein vorzüglicher Return auszeichnet. „Sand war nicht so mein Ding. Beißer machst du auf Teppich weg, auf Sand beißt du dir an ihnen die Zähne aus.“

Zuletzt hat Mark Bußmann die Übungseinheiten mit Aufschlag, Volley, Return und Grundlinienschlägen ein wenig schleifen lassen und das Fußball-Training des eigenen Sohnes Moritz in den Mittelpunkt gestellt. „Gott sei Dank brauche ich nicht viel Training, um gut zu spielen“, lebt der routinierte Ballsportler auch vom Talent, das ihm in die Wiege gelegt worden ist.

Als seine Vorbilder nennt er Rafael Nadal und Roger Federer. „Bei ihm sieht das so schön locker aus. Und es sind faire Sportsleute. Ganz früher war es auch Mats Wilander.“ Drei große Namen des Tennissports, die als aktive Spieler im weltweit agierenden Tenniszirkus bzw. als Experte für den Fernsehsender Eurosport auch bei den Australian Open 2017 eine nicht unwesentliche Rolle gespielt haben.

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