Kreismeisterschaft im Boxen
Quartett aus Ostbevern löst „WM“-Ticket

Warendorf/Telgte -

Insgesamt sechs Titel für den BC Warendorf als Gastgeber der Box-Kreismeisterschaften konnten sich sehen lassen. Eine der Goldmedaillen ging an Luisa Rafezeder, drei weitere Kämpferinnen aus der Abteilung Ostbevern qualifizierten sich ebenfalls für die Westfalenmeisterschaft.

Dienstag, 14.02.2017, 07:02 Uhr

Ein packendes Duell lieferten sich im Mittelgewicht (bis 69 Kilo) der Juniorinnen Natalie Schrahe (rot) und Luisa Rafezeder (blau). Letztere hatte das bessere Ende für sich.
Ein packendes Duell lieferten sich im Mittelgewicht (bis 69 Kilo) der Juniorinnen Natalie Schrahe (rot) und Luisa Rafezeder (blau). Letztere hatte das bessere Ende für sich. Foto: Rene Penno

Das war ein Volltreffer. Nicht nur als Gastgeber der Box-Kreismeisterschaften der Regierungsbezirke Münster und Detmold in der Halle der Sportschule der Bundeswehr hinterließ der BC Warendorf am Wochenende einen hervorragenden Eindruck. Auch sportlich überzeugte der Verein, der mit seinen Kämpferinnen aus den Abteilungen Warendorf und Ostbevern insgesamt sechs Titel verbuchte.

„Ich bin rundum zufrieden“, zog der Vorsitzende und gesamtsportliche Leiter des BC Warendorf, Andreas Steikat, nach der Veranstaltung Bilanz und lobte das hohe Niveau der Kämpfe. „Das war nicht Kattenvenne-Ost gegen Lienen-Süd. Da waren nur die Besten im Feld.“ Bestens vorbereitet zeigten sich auch die Boxerinnen der Abteilung Ostbevern, die von Matthias Tebbe und Samim Ghiasi trainiert werden. „Ich bin begeistert von der Arbeit der beiden“, betonte Steinkat angesichts der starken Leistungen ihrer Schützlinge, denen er im Vorfeld gute Erfolgsaussichten bescheinigt hatte.

Den Titel im Juniorinnen-Mittelgewicht (bis 69 kg) sicherte sich nach Punkten Luisa Rafezeder aus Ostbevern im vereinsinternen Duell gegen ihre Warendorfer Gegnerin Natalie Schrahe . „Das war ein sehr, sehr, sehr knapper und harter Kampf, in dem beide gezeigt haben, dass sie unbedingt gewinnen wollten. Luisa hat am Anfang etwas offensiver agiert, Natalie aber zum Ende ziemlich aufgeholt. Ausgeglichener geht es gar nicht“, resümierte Steinkat und war sich nach dem Schlussgong bis zuletzt unsicher, wessen Arm der Ringrichter bei der Bekanntgabe des Ergebnisses wohl hochreißen würde. „Ich hätte jedenfalls auf keine von beiden gewettet.“

Kreismeisterschaft im Boxen

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  • Kreismeisterschaft im Boxen Foto: Rene Penno
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In ihrem erst zweiten Kampf musste sich Nina Ludwig im Leichtgewicht (bis 57 kg) der Bielefelderin Aileen Grothoff nach Punkten geschlagen geben. „Sie ist noch gar nicht lange dabei, aber sehr talentiert und hat gegeben, was sie konnte“, sagte Steinkat und bescheinigte Ludwig, „schön und sauber“ geboxt zu haben. „Sie hat sich sehr angriffs- und konditionsstark präsentiert, wusste am Ende in der einen oder anderen Situation allerdings nicht, wie sie damit umgehen sollte. Aber das ist eine Frage der Erfahrung. Das kommt noch“, sagte der Sportliche Leiter.

Im Halbfliegengewicht (bis 45 kg) der Kadettinnen verlor in einem weiteren vereinsinternen Duell Sarah Jürgens (Ostbevern, zweiter Kampf) durch technischen K.O. gegen Vanesa Marcinkeviciute (Warendorf, sechster Kampf). „Sarah ist eine technisch starke, sehr präzise Boxerin. Aber die größere Ringerfahrung hat den Ausschlag zugunsten von Vanessa gegeben“, so Steinkat, nachdem der Kampfrichter in Runde zwei abgebrochen hatte.

Nicht nur diese drei Boxerinnen aus Ostbevern haben sich für die Westfalenmeisterschaft am 25./26. Februar in Herne qualifiziert. Das Ticket dafür gelöst hat auch Juli Gause, deren Gegnerin – ebenso wie die ihrer für die Abteilung Warendorf startenden Schwester Tessa – kurzfristig nicht antrat. „Schade. Wir sind keine Unmenschen und kochen auch nur mit Wasser“, kommentierte Steinkat die Absage mit einem Augenzwinkern und hofft, dass sich in Herne für all seine Schützlinge eine Gegnerin findet.

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