Fußball: Kreis Münster
Manuela Imholt ist die erste Frau an der Spitze einer Männerstaffel

Ostbevern/Telgte -

„Ich werde die erste Frau im Kreis sein, die eine Männerstaffel leitet, und freue mich total darauf.“ Manuela Imholt ist in den Kreisfußballausschuss aufgerückt. Dem BSV Ostbevern bleibt die 38-Jährige aber erhalten.

Dienstag, 20.06.2017, 19:06 Uhr

Auch in ihrem neuen Ehrenamt bleibt Manuela Imholt – hier mit dem ehemaligen BSV-Trainer Frank Schlichter – dem Damenfußball in Ostbevern erhalten.
Auch in ihrem neuen Ehrenamt bleibt Manuela Imholt – hier mit dem ehemaligen BSV-Trainer Frank Schlichter – dem Damenfußball in Ostbevern erhalten. Foto: Biniossek

24 Jahre hat Manuela Imholt aktiv Fußball gespielt und es als Torhüterin bis in die Westfalenliga geschafft. Seit sieben Jahren ist sie im Fußballvorstand des BSV Ostbevern tätig, derzeit leitet sie bei den Blau-Weißen den Spielbetrieb. Nun hat die 38-Jährige einen neuen Job angenommen. Auf der Kreiskonferenz am 29. Juni wird sie als neue Staffelleiterin in den Kreisligen B und C vorgestellt werden. Sie wird Nachfolgerin des aus Altersgründen ausscheidenden Helmut Götz und gehört damit gleichzeitig dem hiesigen Kreisfußballausschuss an.

„Ich werde die erste Frau im Kreis sein, die eine Männerstaffel leitet, und freue mich total darauf“, sagt die in Telgte arbeitende Industriekauffrau. Es sieht alles danach aus, als wenn sich Imholt ab diesem Sommer um zwei Herrenstaffeln im Bereich Warendorf kümmern wird – voraussichtlich um die Kreisligen B 2 und C 3. „Ich gucke mir das jetzt mal zwei Jahre an. Es ist für mich etwas Besonderes, die Herrenstaffeln zu leiten. Irgendwie passiert da immer was Spannendes.“

Schon die zweite Anfrage

Schon vor anderthalb Jahren hatte der stellvertretende Kreisvorsitzende Norbert Krevert einen ersten Versuch unternommen, Imholt für diese ehrenamtliche Aufgabe in einem der größten Fußballkreise Westfalens zu gewinnen. Auch Kreischef Norbert Reisener unternahm einen solchen Anlauf. Zunächst ohne Erfolg. Bei der zweiten Anfrage hat die Ostbevernerin nun Ja gesagt.

„Ich verstehe mich gut mit ihnen, und sie wollten unbedingt eine Frau da reinhaben. Ich hatte ein Jahr Zeit zu überlegen und betrete ja auch kein Neuland“, so Imholt. „Okay, das mit den Sperren und den Offiziellen Mitteilungen ist neu. Ansonsten kenne ich ja vieles schon vom Spielbetrieb mit seinen Ansetzungen. Da kommt man ja auch viel mit anderen Vereinen in Kontakt.“

Zwei Stunden Mehrbelastung

Apropos Arbeit: Imholt geht davon aus, dass wöchentlich etwa zwei Stunden Mehrbelastung auf sie zukommen werden. Natürlich gilt es vor allem sonntags nach Beendigung der Meisterschaftsspiele, die Spielberichte durchzuschauen. Waren alle Akteure spielberechtigt? Gab es besondere Vorkommnisse? Mögliche Nachholspiele wollen terminiert werden. „Diese Arbeit macht mir Spaß“, so die begeisterte Sportlerin, die dem Damenfußball trotz ihrer neuen Aufgabe als Torwart-Trainerin und möglicherweise auch als Stand-by-Torfrau für die erste Mannschaft des BSV erhalten bleibt.

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