Milter Reitertage
Reinhard Knappheide vom RFV Ostbevern ist der Mann der späten Entscheidungen

Ostbevern/Westbevern -

Im Großen Preis der Milter Reitertage hätte es fast zum Sieg einer Amazone gereicht – dem ersten in Milte seit Jahren. Wenn da nicht Reinhard Knappheide vom RFV Ostbevern gewesen wäre. Er entpuppte sich ohnehin als Last-Minute-Champion.

Dienstag, 27.06.2017, 18:06 Uhr

Im Großen Preis der Milter Reitertage blieb Reinhard Knappheide mit Paula fehlerlos. Nach dem Flutlicht-Springen am Abend zuvor gewann er auch die Hauptprüfung am Sonntag.
Im Großen Preis der Milter Reitertage blieb Reinhard Knappheide mit Paula fehlerlos. Nach dem Flutlicht-Springen am Abend zuvor gewann er auch die Hauptprüfung am Sonntag. Foto: René Penno

Reinhard Knappheide war bei den Milter Reitertagen der Mann für späte Entscheidungen. Am Samstag gewann der Reiter vom RFV Ostbevern mit Sadonik das Flutlicht-Springen, mit seinem zweiten Pferd Paula wurde er Dritter. Wohlwissend, dass seine Pferde mit dem Rasenplatz auf dem Hof Schmiehusen gut zurechtkommen, legte Knappheide am Sonntag nach und gewann mit Paula den Großen Preis der Milter Reitertage.

Fast hätte es zum Sieg einer Amazone gereicht – dem ersten in Milte seit Jahren. Anna Nienaber vom RV Geisterholz, eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld, war im Stechen sehr schnell unterwegs. Sie suchte sich mit Pikonella den kürzesten Weg und war mit 38,34 Sekunden deutlich schneller unterwegs als alle anderen. Allerdings fiel eine Stange, Nienaber wurde Vierte. Die letzten Ehrenrunde des Turniers führte damit Reinhard Knappheide vor Simone Frense (RFV Füchtorf) mit Diraba und Thomas Gedigk (Ostbevern) mit Quentchen Glück an.

Eine hauchdünne Entscheidung gab es am Sonntagnachmittag im Dressurviereck. Martin Stamkötter vom RFV Milte-Sassenberg stellte in der S*-Dressur Prix St. Georges den zehnjährigen Westfalen First Selection vor und erreichte 69.079 Prozent. Knapp dahinter mit 69.035 Prozent wurden Ann-Kathrin Schulte-Varendorff (RFV Laggenbeck) und Santa Maria Zweite.

Spannend war beim Turnier des RFV Milte-Sassenberg auch die Wertungsprüfung zum Pott‘s Pokal der Vielseitigkeitsreiter. Aus der Kombinierten Prüfung aus Dressur, Springen und Gelände ging Lina Ribicic vom RFV Warendorf mit Bailys und der Wertnote 8.0 als Siegerin hervor. Roberto Scherneck vom RFV Milte-Sassenberg reihte sich mit Veivel‘s little Queen und der Note 7.8 auf Rang zwei ein. Mit Rang fünf in der Tageswertung übernahm Uta Nettels (RFV Ostbevern) mit Rochee C die Spitze im Gesamtklassement dieser Pokalserie. In der Dressur der Klasse M** fehlte nicht viel für einen Heimsieg – und ein schönes Geburtstagsgeschenk: Anna-Katharina Müller (RFV Milte-Sassenberg) wurde mit ihrem Westfalen Andy Ray und 672 Punkten Dritte, zusammen mit Petra Reckmeyer aus Herzebrock). Nur sechs Punkte trennten die Warendorferin von Siegerin Birgit Edelhoff aus Velbert, die zuvor mit Lanagen schon eine L-Dressur gewonnen hatte. Sandra Pellmann vom RFV Gustav Rau Westbevern gewann mit Courage das Punktespringen der Klasse A unter Flutlicht.

Für Turnierleiter Clemens Brüggemann waren die Milter Reitertage wieder eine gelungene Sache. „Wir haben sehr viel Zuspruch erhalten“, sagte der Warendorfer. Und das, obwohl das Turnier auch diesmal nicht vom Regen verschont blieb.

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