Fußball: Pfiff der Woche
Philipp Hagemann: Rot wäre richtig gewesen

Kreis Warendorf -

Das war erstaunlich: Ein Spieler wehrt den Ball auf der Torlinie absichtlich mit der Hand ab – und sieht nur die Gelbe Karte. Kreis-Schiedsrichterobmann Philipp Hagemann äußert sich im Interview zu dieser Szene.

Freitag, 17.08.2018, 23:00 Uhr
Veröffentlicht: Freitag, 17.08.2018, 18:00 Uhr
Zuletzt bearbeitet: Freitag, 17.08.2018, 23:00 Uhr
Die Gelbe Karte war zu wenig für das Handspiel in der Bezirksliga-Partie des TuS Freckenhorst.
Die Gelbe Karte war zu wenig für das Handspiel in der Bezirksliga-Partie des TuS Freckenhorst. Foto: dpa

Bezirksligist TuS Freckenhorst bekam am Sonntag einen Strafstoß zugesprochen, weil ein Spieler des SC Wiedenbrück II einen Kopfball absichtlich mit der Hand auf der Torlinie abwehrte. Der Schiedsrichter entschied auf Elfmeter und zeigte dem Übeltäter eine Gelbe Karte. WN-Redakteur Wolfgang Schulz unterhielt sich über diese Entscheidung mit Philipp Hagemann , dem Schiedsrichterobmann des Fußballkreises Münster-Warendorf.

Was sagen Sie zu dieser Entscheidung?

Hagemann: Ich tue mich schwer mit einem Urteil, wenn ich nicht selbst vor Ort war. Andererseits habe ich schon von dieser Szene gehört, es war wohl unstrittig ein absichtliches Handspiel zur Torverhinderung.

Also hätte es neben dem Elfmeter eine Rote Karte für den Sünder geben müssen?

Hagemann: Ja, auf jeden Fall. Da gibt es für den Schiedsrichter keinen Spielraum.

Wie bei vielen anderen Handspielen . . .

Hagemann: Das ist richtig. Bei vielen Szenen im und außerhalb des Strafraums gibt es einen Spielraum, der immer wieder zu Diskussionen führt. Bei diesem Beispiel aber nicht.

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