Fußball: Frauen-Westfalenliga
„War ganz cool“: Stürmerin Julia Mende im Tor des BSV Ostbevern

Ostbevern -

Weil die Not groß war, ging mit Julia Mende eine Stürmerin beim Gastspiel des BSV Ostbevern in Hohenlimburg ins Tor. Die 19-Jährige feierte mit ihrem Team einen Sieg. Warum der Aushilfsjob „ganz cool“ war, erklärt Mende im Interview.

Dienstag, 23.10.2018, 07:00 Uhr
Veröffentlicht: Dienstag, 23.10.2018, 07:00 Uhr
Eigentlich spielt Julia Mende (l.) im Angriff. Jetzt musste sie als Torhüterin aushelfen.
Eigentlich spielt Julia Mende (l.) im Angriff. Jetzt musste sie als Torhüterin aushelfen. Foto: Kock

Die eine Torhüterin verletzt, die andere im Urlaub – so stand am Sonntag Stürmerin Julia Mende beim Fußball-Westfalenligisten BSV Ostbevern zwischen den Pfosten. Die Wolbeckerin, die am Freitag ihren 20. Geburtstag feiert, gewann mit ihrem Team 4:2 beim Schlusslicht SV Hohenlimburg. WN-Redakteur Ralf Aumüller hat mit der Schwester von Sebastian Mende, derzeit verletzter Keeper bei der SG Telgte, über ihren Aushilfsjob als Nummer 1 gesprochen.

Haben Sie zum ersten Mal im Tor gespielt?

Mende: In der Jugend in Wolbeck habe ich schon im Tor gestanden. Das ist aber lange her, da war ich noch klein. Ich glaube, das war in der U 13.

Wie ist es dazu gekommen, dass die Stürmerin in den Kasten geht?

Mende: Ich habe unserem Trainer gesagt, dass ich schon mal im Tor gespielt habe und früher auch mal zusammen mit meinem Bruder Torwarttraining hatte.

War die Umstellung als Feldspielerin schwierig?

Mende: Es war auf jeden Fall ungewohnt. Ich war vorher mega nervös. Aber ich wusste, was meine Aufgabe ist. Und die Mannschaft hat super hinter mir gestanden. Alle haben gesagt, dass ich nichts zu verlieren habe und mein Bestes geben soll.

Sind Sie zufrieden mit Ihrer eigenen Leistung?

Mende: Ja. Dafür, dass ich so lange nicht mehr im Tor gestanden habe, war ich zufrieden. Bei den zwei Gegentoren konnte ich nichts machen. Ich weiß auch nicht, ob Nina (Stammtorhüterin Nina Potthoff, die Redaktion) die gehalten hätte. Unsere Abwehr hat mir auch sehr geholfen.

Stehen Sie auch am nächsten Sonntag gegen Siegen im Tor?

Mende: Nein, das glaube ich nicht. Anne Kemper kommt ja aus dem Urlaub zurück.

Hat es denn auch ein bisschen Spaß gemacht?

Mende: Es war ganz cool. Ich spiele ja sonst vorne, jetzt hatte ich eine ganz andere Perspektive – und durfte auch mal von hinten heraus etwas herumkommandieren.

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