Dressurreiten
Die Weltspitze als Konkurrenz für eine ehemalige Telgterin

Telgte -

Neun Mal hat Florine Kienbaum schon an Dressur-Europameisterschaften teilgenommen. An Erfahrung mangelt es der 25-Jährigen also nicht. Dennoch steht ihr in diesem Jahr wohl ihre bislang schwerste Aufgabe bevor.

Mittwoch, 13.03.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 17.03.2019, 13:44 Uhr

Mehrere Jahre hat Florine Kienbaum in Telgte gewohnt, schon neun Mal hat die 25-jährige Dressurreiterin an Europameisterschaften für Ponys, Junioren, Junge Reiter und U 25-Talente teilgenommen. 2019 nimmt sie erstmals die Große Tour in Angriff. „Ich versuche jetzt bei den Senioren Fuß zu fassen. Die Aufgaben sind die gleichen, aber die Konkurrenz ist ungleich stärker.“ Denn nun trifft sie auf die nationale Elite. Ob Isabell Werth oder ihr persönliches Vorbild Dorothee Schneider , die Teilnehmerfelder sind mit Olympiasiegern, Welt- und Europameistern nur so gespickt.

„Ich komme auf Ergebnisse von 72 Prozent, das ist schon richtig gut, aber die Weltspitze bringt es auch mal auf 82 Prozentpunkte“, sagt die selbstständige Bereiterin. Bundestrainerin Monica Theodores­cu hat sie in den deutschen Perspektivkader berufen und sie für die ersten Turniere auf der Großen Tour nominiert.

Am 3. Mai geht‘s in Mannheim los, dann folgen Wiesbaden und Verden. Außerdem hofft sich Kienbaum für die Deutsche Meisterschaft im Juni in Balve zu qualifizieren.

Viele Erfolge hat die aus dem Rheinland stammende Pferdesportlerin auf dem 15-jährigen Rappen Doktor Schiwago erritten. Inzwischen hat sie einen noch talentierteren Vierbeiner unter dem Sattel. „Forza wird mein bestes Pferd. Vielleicht schaffe ich es mit ihm in die deutsche Equipe. Er hat die nötige Grundqualität in den Gangarten.“

Vor zwei Jahren wurde Forza in den Niederlanden gekauft. „Dass er so gut ist, wusste ich nicht. Das erkennt man immer erst, wenn man mit ihm Piaffen und Passagen reitet.“

Wie weitere neun Dressurreiter ist Kienbaum Mitglied der Reitsport Akademie der Deutschen Bank und wird von dieser gesponsert. „Meine vier Pferde stehen am Olympia-Stützpunkt in Warendorf.“ Ihr Heimtrainer ist Oliver Oelrich.

2018 freute sich die inzwischen nach Münster gezogene Sportlerin über Platz zwei im U 25-Finale des Piaff-Förderpreises und errang internationale Grand-Prix-Siege in Mannheim, Riesenbeck und Lier (Belgien). Zudem war sie als erste Reserve-Reiterin für die U 25-Europameisterschaft nominiert.

In den nächsten Jahren gilt es nun, diese Erfolge auf Seniorenebene zu bestätigen. Dann könnte es etwas werden mit ihrem großen Ziel, auf internationalen Championaten für Deutschland reiten zu dürfen.

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