Fußball
Schnelligkeit ist Alexandra Füchtenbuschs großer Trumpf

Telgte/Ostbevern -

Die enorme Schnelligkeit ist ihr großer Trumpf. Den hat Alexandra Füchtenbusch schon für den SV Ems Westbevern, BSV Ostbevern und nun für die SG Telgte gewinnbringend eingesetzt. Aber die 28-jährige BWL-Studentin weiß auch um ihre größte fußballerische Schwäche.

Samstag, 23.03.2019, 10:00 Uhr aktualisiert: 27.03.2019, 18:28 Uhr
Alexandra Füchtenbusch (r.) im höchsten Tempo auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor. Mit ihrer Schnelligkeit ist sie eine echte Waffe im Angriffsspiel der SG Telgte.
Alexandra Füchtenbusch (r.) im höchsten Tempo auf dem Weg Richtung gegnerisches Tor. Mit ihrer Schnelligkeit ist sie eine echte Waffe im Angriffsspiel der SG Telgte. Foto: Kock

Wenn bei den Fußballerinnen der SG Telgte ein bestimmtes Thema zur Sprache kommt, ist große Erheiterung vorprogrammiert. Es geschah in der Saisonvorbereitung 2017, als Lina Wende bezweifelte, dass ihr Gatte Sebastian ein Sprintrennen gegen Alexandra Füchtenbusch gewinnen würde. Das wollte der Coach der Landesliga-Truppe so nicht im Raum stehen lassen und es kam zum Showdown. „Erst hat er mich 90 Minuten trainieren lassen“, kann sich die wieselflinke SG-Angreiferin ein Schmunzeln nicht verkneifen.

„Anschließend habe ich das Rennen mit großem Abstand gewonnen. Bei 80 Metern hat er sich eine Zerrung genommen, woraufhin ich ihm eine Revanche angeboten habe. Wir warten immer noch darauf, dass er sie annimmt.“

Diese Szene verdeutlicht ganz gut, wie extrem schnell die Stürmerin der Emsstädterinnen ist. Vermutlich gibt es im Münsterland kaum eine Fußballerin, die ihr auf diesem Terrain das Wasser reichen kann. Ihre persönliche Bestzeit über 100 Meter aus Abiturzeiten steht bei 12,8 Sekunden.

„Geh bloß zur Leichtathletik“, hätten ihr früher Trainer geraten. „Aber der Fußball ist mir als Mannschaftssportart zu wichtig.“ Die 28-jährige BWL-Studentin, die in diesem Jahr ihren Masterabschluss machen wird, weiß allerdings auch um ihre größte fußballerische Schwäche: „Das Kopfballspiel.“ Zudem war sie früher sehr verletzungsanfällig. „Ich hatte sechs oder sieben Bänderrisse. Jetzt trage ich immer Bandagen, da passiert nichts mehr.“

Drei Fußballvereine gibt es im hiesigen Verbreitungsgebiet. Bei allen drei Clubs hat Füchtenbusch vors runde Leder getreten.

Zunächst als Kind und Teenager beim SV Ems Westbevern , von 2007 bis 2016 mit den Trainern Helmut Niehues und Frank Schlichter beim BSV Ostbevern in der Westfalenliga und nun seit drei Jahren für die SG Telgte.

Als ihre größten Erfolge sieht sie mehrere Kreispokalsiege und HKM-Titel mit dem BSV an. Aber auch: „Der Landesliga-Aufstieg mit Telgte, und mit Ostbevern bin ich nie abgestiegen.“

Bleiben da denn noch Ziele für die Zukunft? „Ich möchte mal mit Telgte weiter oben mitspielen. In dieser Saison haben wir unsere Qualität nicht umgesetzt und müssen nun frühzeitig punkten, damit wir am Ende nicht in Bedrängnis geraten. Ich sehe das Potenzial dazu, ganz gemütlich mal den dritten Platz einzunehmen“, sagt Füchtenbusch. „Und im Pokal möchte ich mit Telgte mal ins Finale kommen.“

Auch über ihr Karriereende hat sie schon relativ konkrete Vorstellungen: „Mit 35 werde ich definitiv nicht mehr Fußball spielen.“ Bis dahin sind es noch ein paar Jahre, in denen sie die gegnerischen Abwehrreihen mit ihrem enormen Speed zur Verzweiflung bringen kann.

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