Tennis: TC Ostbevern
Petra und Katharina Herweg: Doppelte Nummer 1 aus Sassenberg

Ostbevern -

Petra Herweg spielt bei den Damen 40 des TC Ostbevern und Katharina Herweg bei den Damen – jeweils an Position eins. Mutter und Tochter kommen aus Sassenberg. „Beide haben eine hundertprozentige Einstellung und sind absolute Teamplayer“, sagt TCO-Sportwart Frank Müller.

Samstag, 13.07.2019, 09:00 Uhr
Katharina Herweg ist 2017 vom VfL Sassenberg nach Ostbevern gewechselt.
Katharina Herweg ist 2017 vom VfL Sassenberg nach Ostbevern gewechselt. Foto: Aumüller

Diese Woche hat Katharina Herweg vorwiegend am Schreibtisch verbracht – pauken für eine Klausur am Freitag. Sie studiert in Vollzeit im dritten Semester Wirtschaftspsychologie an der Fachhochschule Bielefeld, zudem ist sie Werkstudentin bei dem Unternehmen Claas in Harsewinkel. „Der Tag könnte auch mal mehr als 24 Stunden haben, gerade im Sommer“, sagt die 23-Jährige. Zum Glück für den Tennis-Club Ostbevern hat Herweg in den vergangenen Wochen auch noch Zeit für ihr Hobby gefunden. Als Nummer eins führte sie die Damen mit einer makellosen Bilanz von jeweils 6:0 Siegen in den Einzeln und in den Doppeln von der Bezirksliga zurück in die Münsterlandliga.

Sehr schön: Ihre Mutter Petra Herweg spielt bei den Damen 40 des TCO an Position eins. Dabei kommen sie gar nicht aus Ostbevern, sondern aus Sassenberg. Petra Herweg spielt schon seit mehr als fünf Jahren beim TCO, Katharina seit 2017.

Christian Herweg hat seine Frau und seine Tochter zum Tennis gebracht. „Er hat beide trainiert und die Grundlagen gelegt“, weiß TCO-Sportwart und Trainer Frank Müller über den Familienvater. „Er hat ein offensives Spiel propagiert, das merkt man beiden auch an.“ Dass sie beim Verein an der Westbeverner Straße so gern gesehen sind, liegt aber nicht nur an ihrer forschen Spielweise. „Beide haben eine hundertprozentige Einstellung auf dem Platz, auch beim Training. Und sie sind beide absolute Teamplayer“, betont Müller.

Petra Herweg 

Petra Herweg  Foto: Aumüller

Petra und Katharina Herweg sind nach Ostbevern gewechselt, weil es in ihren Mannschaften beim VfL Sassenberg nicht weiterging. Beide sind nicht allein gekommen, sondern jeweils mit einer Mitspielerin.

Angesprochen von Hermine Wientke, TCO-Mannschaftsführerin der Damen 40, hatte sich Petra Herweg gemeinsam mit Simone Gerding zu diesem Schritt entschlossen. „Wir haben in Sassenberg in der untersten Klasse in einer Vierermannschaft gespielt und wollten noch etwas mehr“, erklärt Petra Herweg. Kontakte nach Ostbevern gab es schon vorher, weil Katharina Herweg an der Loburg ihr Abitur gemacht hat und ihre andere Tochter Stefanie, die höherklassig beim VfL Sassenberg Handball spielt, früher mal beim TCO ausgeholfen hat.

Als Spitzenspielerin gewann die 52-Jährige (Leistungsklasse 12) in dieser Sommersaison – die Damen 40 belegten Platz zwei in der Bezirksliga – nur eins von sechs Einzeln. Ein Grund: die anhaltenden Knieprobleme. „Dabei mache ich viel mit dem Laufen, technisch bin ich nicht ganz so gut“, sagt Petra Herweg. Was wichtig ist: Ihr gefällt die Atmosphäre auf der Anlage. „Das passt gut, die Leute sind sehr nett. Es macht Spaß“, sagt Petra Herweg.

Claire Kunstleve und Katharina Herweg waren Glücksgriffe.

Frank Müller

Dass ihre Mutter auch beim TCO spielt, „ist ein schöner Nebeneffekt“, findet Katharina Herweg. Sie kam 2017 zusammen mit Claire Kunstleve, nachdem sich das Frauenteam des VfL Sassenberg aufgelöst hatte. „Kontakte nach Ostbevern gab es schon vorher durch die Loburg“, sagt die 23-Jährige. „Claire und Katharina waren Glücksgriffe. Sie passen super in das Team“, meint Frank Müller. Herweg gibt die Blumen zurück: „Das Niveau ist gut, der Zusammenhalt ist super und die Mannschaft ist sehr homogen. Es macht richtig, richtig Spaß.“

Die TCO-Damen pendeln zwischen Bezirks- und Münsterlandliga. Anfangs die Nummer zwei hinter Christina Holtkemper (ehemals Stottrop), die dann eine Babypause eingelegt hat, hat sich Katharina Herweg zur Nummer eins und in die LK 10 hochgespielt. In diesem Sommer noch möchte sie den Sprung in die LK 9 schaffen. Nach der stressigen Klausurenphase hat sie auch wieder etwas mehr Zeit für Turniere.

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