Dressurreiten: U 25-EM
Bianca Nowag vom RFV Ostbevern mit Sir Hohenstein auf Goldsuche

Ostbevern -

Erst seit Jahresbeginn hat Bianca Nowag (24) den zehnjährigen Wallach Sir Hohenstein im Beritt. Gleichwohl geht die Ostbevernerin bei der U 25-EM im italienischen San Giovanni mit besten Medaillenchancen an den Start. In der Teamwertung sind die Deutschen Titelverteidiger.

Donnerstag, 18.07.2019, 20:00 Uhr aktualisiert: 19.07.2019, 17:28 Uhr
Bianca Nowag aus Ostbevern möchte bei der U 25-Europameisterschaft für Dressurreiter ihre Mannschafts-Goldmedaille aus dem Vorjahr verteidigen.
Bianca Nowag aus Ostbevern möchte bei der U 25-Europameisterschaft für Dressurreiter ihre Mannschafts-Goldmedaille aus dem Vorjahr verteidigen. Foto: Aumüller

Gestern Morgen um 6 Uhr wurden die Pferde verladen, anschließend ging es für Bianca Nowag und ihre Eltern zum Gut Ising am Chiemsee, wo die deutschen U 25-Dressurreiter den letzten Schliff vor der Europameisterschaft in San Giovanni (Italien) erhalten. Bundestrainer Sebastian Heinze und die zweifache Mannschaftsolympiasiegerin Heike Kemmer, die als Equipe-Chefin beim Championat mit dabei ist, versammeln in Bayern die derzeit besten vier Dressurreiter ihrer Altersklasse. Neben der Ostbevernerin, die Sir Hohenstein satteln wird, sind dies Jil Marielle Becks aus Senden mit Damon’s Delorange sowie Ann Kathrin Lindner aus Baden-Würtemberg mit Sunfire und Raphael Netz aus Bayern mit Lacoste.

Das deutsche Quartett reist als Titelverteidiger im Teamwettbewerb an. Zudem gewann Becks im Vorjahr Gold im Kurz-Grand-Prix, allerdings mit einem anderen Vierbeiner.

Das Pferd gewechselt hat auch Bianca Nowag. Erst seit Anfang des Jahres hat sie Sir Hohenstein im Beritt. „Manche Lektionen trainiert er erst seit März/April“, sagt ihre Mutter Ursula. Um so erstaunlicher ist, welch rasante Entwicklung der zehnjährige Wallach genommen hat. „Er hat sich schon ein paar Mal gut präsentiert.“ So zum Beispiel in Mannheim oder bei der entscheidenden Sichtung in Riesenbeck. Mit 73,632 Prozentpunkten gewann er den U 25-Grand-Prix und noch imposanter waren die 77,300 Prozent bei der Kür-Premiere. Der Hannoveraner Wallach im Besitz von Michele Widner scheint ein wertvoller Rohdiamant zu sein, der Großes für die Zukunft verspricht.

Für Nowag ist es schon die dritte Teilnahme an kontinentalen U 25-Titelkämpfen. 2015 war sie zudem bei den Jungen Reitern in Vidauban (Frankreich) mit Fair Play besonders erfolgreich, als sie zweimal Gold und einmal Silber einheimste. Ihr Ersatzpferd Luciano bleibt derweil diesmal daheim, um dem zwölfjährigen Wallach unnötige Reisestrapazen nach Südeuropa zu ersparen.

Beim dreitägigen Trainingslager in Ising wird der Bundestrainer entscheiden, in welcher Reihenfolge die vier deutschen Nachwuchsreiter beim Teamwettkampf am Mittwoch und Donnerstag an den Start gehen. Am Dienstag wartet zuvor der tiermedizinische Check auf alle 49 EM-Teilnehmer.

„Im Vorjahr waren die Schweden als Drittplatzierte sehr stark“, erinnert sich Ursula Nowag. „Und bei den Niederländern haben wir auch zwei gute Reiter gesehen.“ Gleichwohl gehen die deutschen Dressur-Asse als Favoriten ins Rennen um Mannschafts-Gold, Silber und Bronze.

Am Freitag und Samstag nächster Woche steht dann der Einzelwettbewerb an, ehe die 18 besten Einzelreiter tags drauf den Kür-Europameister ermitteln. Allerdings dürfen dann maximal noch drei Paare pro Nation ins Dressurviereck einreiten. Alle Prüfungen beginnen aufgrund der zu erwartenden hohen Temperaturen nachmittags um 16 Uhr.

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