Leichtathletik: 40. Emsseelauf
Anke Esser aus Ostbevern läuft in Warendorf allen davon

Warendorf/Ostbevern -

Für Erstaunen sorgte Anke Esser beim Emsseelauf in Warendorf. Die Ostbevernerin ist die erste Frau, die bei diesem Volkslauf den Halbmarathon gewann. Kurz darauf ist Esser direkt wieder nach Kenia zurückgekehrt.

Dienstag, 03.09.2019, 17:00 Uhr aktualisiert: 06.09.2019, 18:14 Uhr
Anke Esser aus Ostbevern war die erste Frau, die in Warendorf den Halbmarathon vor den Männern gewann. Sie benötigte bei großer Hitze nur 1:18:45 Stunden.
Anke Esser aus Ostbevern war die erste Frau, die in Warendorf den Halbmarathon vor den Männern gewann. Sie benötigte bei großer Hitze nur 1:18:45 Stunden. Foto: René Penno

Yannick Rinne von den Laufsportfreunden Münster hat nun seinen festen Platz in der 40-jährigen Geschichte des Emsseelaufs. Der Münsteraner gewann die Marathon-Premiere nach 2:45:18 Stunden vor Christof Marquardt (LG Deiringsen), der mit 3:03:51 Stunden deutlich langsamer war.

Angesichts der Temperaturen, die am Samstag während des Marathons auf über 30 Grad anstiegen, war vor allem die Siegerzeit bemerkenswert. „Das ist für mich ein Trainingsmarathon gewesen“, sagte Rinne, nachdem er wenige Minuten im Ziel war. In vier Wochen will er beim Berlin-Marathon starten. „Dort will ich unter 2:30 Stunden bleiben.“ Eine Zeit, die er erreichen kann.

Klug eingeteilt

Beim Emsseelauf hatte er sich das Rennen klug eingeteilt. Die erste Hälfte etwas ruhiger, ein „Dauerlauf“, wie Rinne sagte. Im zweiten Teil zog er das Tempo an. Zudem sei die Strecke nicht ganz einfach zu laufen. „Etwas crossig, Wurzeln und viele Kurven.“ Nicht das Terrain, das bei einem Marathon üblich ist. Hinzu kamen die Temperaturen in der Mittagszeit, die vielen der 51 Teilnehmer zu schaffen machten. Einige mussten immer mal wieder Gehpausen einlegen.

Esser im Eiltempo

Für Erstaunen sorgte am Nachmittag eine Läuferin im Freibad. Nach 1:18:45 Stunden war Anke Esser aus Ostbevern die erste Frau überhaupt, die beim Emsseelauf den Halbmarathon gewann. Der Streckenrekord aus dem Jahr 2010, als Petra Schöning (Gütersloh) 1:30:57 Stunden benötigte, war damit deutlich unterboten und dürfte noch lange Bestand haben.

Im Eiltempo rannte Esser am Feld der Zehn-Kilometer-Läufer vorbei, die fünf Minuten vorher gestartet waren. Die Konkurrenz war ohne Chance, Markus Schuler (LV Oelde) folgte als erster Mann an zweiter Stelle. Mit 1:26:31 Stunden war er fast acht Minuten langsamer.

Intensiver Trainingsblock

„Das hatten wir hier auch noch nie“, sagte Organisationschef Hermann-Josef Becker und war begeistert ob der Vorstellung Essers, die sich ganz dem Laufsport verschrieben hat. Die Ostbevernerin lebt seit Anfang 2018 in Kenia und trainiert unter professionellen Bedingungen. In diesem Frühjahr lief sie vier Wettkämpfe, die sie alle gewann. In Mainz verbesserte sie sich im Halbmarathon auf 1:13 Stunden. „Der Lauf in Warendorf war Bestandteil eines momentan sehr intensiven Trainingsblocks, den ich nun in Kenia fortführe“, erklärte Esser. Kurz nach dem Emsseelauf ist sie nach Afrika zurückgereist.

Kaldewei klar vorne

Vielleicht hätte auch Philipp Kaldewei noch eine Rolle gespielt über die 21 Kilometer. Der Läufer vom LV Oelde entschied sich wegen der Temperaturen aber für zehn Kilometer. Dort zeigte er, dass er über diese Distanz in der Region zu den Besten gehört. Nach 35:45 Minuten war er wieder im Ziel. David Schafflick (39:13) und Markus Marienfeld (40:13) hatten deutlich das Nachsehen. Petra Mester vom Jericho-Team war nach 50:18 Minuten die erste Frau im Ziel.

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