Volleyball: 2. Bundesliga Frauen
„Wir sind positiv aufgeregt“ – BSV Ostbevern startet gegen SV Bad Laer

Ostbevern -

Mit einem Heimspiel gegen Nachbar SV Bad Laer starten die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern in ihre erste Zweitliga-Saison. Im Interview spricht Trainer Dominik Münch über die Vorbereitungsphase, Veränderungen im Umfeld des BSV-Aufgebotes und über den Auftakt.

Freitag, 13.09.2019, 18:30 Uhr
Mit Vorfreude und Respekt gehen Trainer Dominik Münch und seine Mannschaft in das erste Spiel der 2. Liga. Im WVV-Pokal gegen Zweitliga-Meister Skurios Volleys Borken (2:3) hat der Aufsteiger schon mal einen sehr guten Eindruck hinterlassen.
Mit Vorfreude und Respekt gehen Trainer Dominik Münch und seine Mannschaft in das erste Spiel der 2. Liga. Im WVV-Pokal gegen Zweitliga-Meister Skurios Volleys Borken (2:3) hat der Aufsteiger schon mal einen sehr guten Eindruck hinterlassen. Foto: Aumüller

Am Sonntag um 16 Uhr beginnt für die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern das Abenteuer 2. Bundesliga mit einem Heimspiel gegen den SV Bad Laer . Nach vier Aufstiegen in sechs Jahren ist die Spannung groß, wie sich die Blau-Weißen in der zweithöchsten deutschen Spielklasse schlagen werden. Im Interview spricht BSV-Trainer Dominik Münch über die Vorbereitungsphase, Veränderungen im Umfeld des BSV-Aufgebotes und den Saisonstart.

Mit welchen Gefühlen geht die Mannschaft ihre erste Saison in der 2. Bundesliga an? Ist auch Euphorie darunter?

Münch: Wir sind vor allem positiv aufgeregt. Wir sind in Erwartung von etwas Spannendem, voller Vorfreude und haben Respekt. Aber wir haben keine Angst. Euphorie würde sich erst ein bisschen darunter mischen, wenn wir merken: Wir schaffen das super.

Wie ist die Vorbereitungsphase gelaufen?

Münch: Grundsätzlich gut. Ich bin zufrieden. Wir haben Sachen angepackt, die man jetzt schon merkt. Wir konnten nicht immer komplett mit 16 Leuten trainieren. Wegen Urlaub haben auch schon mal Spielerinnen gefehlt. Zudem sind Vera Horstmann und Maren Flachmeier nun zum Ende hin angeschlagen und nicht fit. Das wünscht man sich anders.

Ist im Training nach dem Aufstieg etwas umgestellt worden?

Münch: Die Äußerlichkeiten sind die gleichen geblieben. Wir trainieren immer noch dreimal in der Woche am gleichen Ort, zur gleichen Zeit. Wir haben den Umfang also nicht erhöht. Mittwochs trainieren wir weiterhin in der Grundschulturnhalle, die für unser Spiel zu niedrig ist. Und wir haben in der Beverhalle nur einmal in der Woche ein komplettes Feld zur Verfügung. Das hat sich noch nicht ändern lassen. Wir haben vermutlich die schlechtesten Trainingsbedingungen in der 2. Liga. Zusätzlich betreiben einzelne Spielerinnen noch Krafttraining.

Was wird den BSV Ostbevern in der 2. Liga erwarten?

Münch: Deutlich abgezocktere Mannschaften mit weniger Schwankungen und ein verändertes Niveau. Die Gegner werden uns – bedingt durch Scouting und Video-Sharing – seltener in die Karten spielen, was den Druck auf uns erhöht, auf Top-Niveau zu spielen. Wir werden auf Spielertypen treffen, die gute Lösungen parat haben. Deren Dichte wird in der 2. Liga zunehmen. Wir werden weniger Zeit haben, die Punkte zu machen und wir müssen unsere Möglichkeiten dann beim Schopfe packen. Bei Auswärtsspielen werden uns größere Zuschauerzahlen und eine Mega-Stimmung erwarten, die in vielen Fällen gegen uns sein wird.

Mit welchem Ziel gehen Mannschaft und Trainer in die Zweitliga-Saison?

Münch: Unser sportliches Ziel ist der Klassenerhalt. Alles andere wäre vermessen. Wir wollen uns beweisen, dass die Entscheidung, es zu probieren, richtig war.

Wie werden die weiten Auswärtsfahrten gestaltet werden?

Münch: An drei Wochenenden stehen weite Auswärtsfahrten an, zweimal nach Berlin, einmal nach Stralsund. Dort werden wir jeweils einen Tag vorher hinfahren und übernachten, um am Spieltag entspannt zu sein. Weite Fahrten werden wir mit dem Reisebus zurücklegen. Auch nach Leverkusen am 4. Januar und nach Köln, unserem letzten Auswärtsspiel, werden wir so reisen. Unser Fanbeauftragter Jürgen Schneider hat für alle, die mitfahren wollen, Programme ausgearbeitet, zu denen Stadtbesichtigungen und ein Besuch auf dem Weihnachtsmarkt gehören. Die anderen sieben Fahrten werden wir mit dem Bulli zurücklegen, wie wir es kennen.

Sind im Umfeld der Mannschaft Veränderungen vorgenommen worden?

Münch: Die VBL gibt uns ein Gerüst mit Verantwortlichkeiten und Organigrammen vor, das schon fast professionell ausgerichtet ist. Teammanager Andreas Schneider schafft es, vieles mit seinen beruflichen Anforderungen in Einklang zu bringen. So steht er auch schon mal vormittags als Ansprechpartner zur Verfügung und hat sich an drei Werktagen frei genommen, als es VBL-Tagungen in Berlin und Kassel gab. Heimspielkoordinator Marc Rößler kümmert sich am Spieltag um alles von den Feldhelfern über Aufbau und Technik bis hin zur Kasse. Ich selber bin Trainer mit einer A-Lizenz, die man in dieser Liga braucht. Norbert Horstmann kümmert sich um Marketing und Sponsoring. Wenn wir ihn nicht hätten, würde es schwierig werden. Karl Piochowiak ist Hallensprecher und unser Verbindungsmann zum Gesamtverein. So haben wir vielen Bereichen einen Ansprechpartner aus unserem Team zugeordnet.

Mit was für einem Team ist am Sonntag zu rechnen, wenn sich Nachbar SV Bad Laer in der Beverhalle in Ostbevern vorstellt?

Münch: Es werden keine überraschenden Namen oder Gesichter auftauchen. Sie haben eine spielfähige Mannschaft, die zweimal den Klassenerhalt geschafft hat. Ich bin neugierig, wie sich die zwei Jahre Zweitliga-Erfahrung auswirken werden. Ich bin gespannt, wie abgezockt sie sind und ob sie unsere Schwächen ausnutzen können. Aber ich schaue gar nicht so viel auf den Gegner. Für mich ist viel wichtiger, wie wir in die Saison kommen. Im Pokalwettbewerb gegen Zweitliga-Meister Borken sind wir nicht untergegangen, das ist sehr motivierend. Wir werden das Team nicht mit taktischen Vorgaben überfrachten, sondern einfach schauen, was geht, und alles reinschmeißen. Man muss auch mal offen für den Moment sein. Bad Laer hat eher eine der kleineren Mannschaften, ist aber sehr abwehrstark. Viele Teammitglieder spielen auch Beachvolleyball.

Wie ist die personelle Situation vor dem ersten Meisterschaftsspiel?

Münch: Vera Horstmann und Maren Flachmeier werden mit im Kader stehen, aber beide gehen angeschlagen in die Saison. Fünf Trainingseinheiten auszusetzen, ist kein optimaler Hintergrund. Andere Spielerinnen sind fit durch die Vorbereitung gekommen und blühen auf. Unser Wunsch ist es, unser Spiel zu bereichern. Die spannende Frage ist: Können wir als Mannschaft noch einmal einen Schritt weiterkommen, vor allem im Aufschlag-Annahme-Bereich und wenn wir Druck machen müssen? Wir werden mehr schwierige Situationen als in der 3. Liga haben, wo wir dann auch mal mit hohen Bällen agieren müssen. Daran und an neuen Elementen haben wir intensiv gearbeitet. Das ist der Schlüssel, um im Spiel zu bleiben. Das hat gegen Borken ein paar Mal cool geklappt.

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