Leichtathletik: Marathon
Party an der ganzen Strecke – Thomas Wendker von New York begeistert

Ostbevern -

Mit 3:25 Stunden landete Thomas Wendker beim Marathon in New York eine Punktlandung. „Man musste nur aufpassen, nicht zu überpacen“, sagt der 52-jährige Ostbeverner. „Fast die ganzen 42 Kilometer lang war die Stimmung so wie auf den letzten 200 Metern beim Münster-Marathon.“

Donnerstag, 07.11.2019, 18:46 Uhr
Thomas Wendker aus Ostbevern-Brock lief den Marathon in New York in 3:25 Stunden.
Thomas Wendker aus Ostbevern-Brock lief den Marathon in New York in 3:25 Stunden. Foto: privat

Welche Gerade er auch lief, welche Steigung, welche Kurve: Überall waren Menschenmassen, überall war es laut, überall war Party. „Das war sehr mitreißend, einfach super“, sagt Thomas Wendker voller Begeisterung nach dem Marathon in New York, seinem ersten in der amerikanischen Metropole.

„Man hatte nie das Gefühl, allein zu sein. Es war ein Lauf der großen Emotionen.“ Wenn es nicht über Brücken ging, standen die Zuschauer dicht gedrängt am Straßenrand. „Fast die ganzen 42 Kilometer lang war es so wie auf den letzten 200 Metern beim Münster-Marathon auf dem Prinzipalmarkt“, berichtet Wendker von Gänsehaut-Momenten in Serie. Die Laufveranstaltung in Münster hat ihn schon gepackt, die in New York hat alles noch getoppt.

„Man musste nur aufpassen, nicht zu überpacen“, so der 52-Jährige aus Ostbevern-Brock. Und er hat sich – trotz aller Motivation von außen in den Straßen von Big Apple – nicht dazu hinreißen lassen zu überdrehen. „Ich hatte vorher gesagt, dass ich nicht an meine Grenzen gehe, und das habe ich auch nicht gemacht“, sagt Wendker. Unter 3:30 Stunden wollte er laufen, 3:25 hatte er als Zielzeit angepeilt – und legte eine Punktlandung hin mit 3:25,25 Stunden.

Bei trockenem, zum Startzeitpunkt mit fünf Grad aber sehr kühlem Wetter hatte er keine Probleme. „Nur am Ende zieht es einem ein bisschen die Schuhe aus“, berichtet der erfahrene Hobbysportler, mittlerweile mehr Triathlet als reiner Ausdauerläufer. Parallel zum Central Park erschwerte ein ex­trem langer Anstieg den Marathonis die Vorbereitung auf den Zieleinlauf. „Ich war froh, als ich die Spitze der Steigung erreicht hatte“, so Wendker.

„Super durchorganisiert“ sei der Lauf über 26,2 Meilen gewesen. „Jede Meile gab es eine lange Versorgungsstation auf beiden Seiten der Straße. Da konnte man sich immer bedienen.“ Und äußerst freundlich seien die New Yorker. „Wenn man mit der Marathon-Medaille um den Hals gesehen wird, wird einem direkt gratuliert.“

Schwere Beine hatte er am Tag nach dem Marathon, aber nicht zu schwere für das Sightseeing-Programm. Am Donnerstag ging der Flieger zurück nach Deutschland, am Abend wollte Wendker wieder in Brock sein.

Die Begeisterung bringt er mit nach Hause. „Die positiven Gefühle, die man sonst bei einem Triathlon oder Marathon im Ziel hat, die hatte man dort schon auf großen Teilen der Strecke, weil einem die Leute so angefeuert haben.“ Der Kurz-Trip in die Staaten habe sich gelohnt. „Der New-York-Marathon ist nur empfehlenswert“, sagt Thomas Wendker. „Den muss man mal gemacht haben.“

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