Handball: Landesliga
Andreas Krause vom TV Friesen: „Potenzial nicht ausgeschöpft“

Telgte -

Nach einem Viertel der Saison liegen die Handballer des TV Friesen hinter den eigenen Erwartungen zurück. Eigentlich wollten sie die Tabellenspitze angreifen, nun sind sie Siebter mit 7:7 Punkten. „Wir haben unser Potenzial nicht ausgeschöpft“, sagt Abteilungsleiter Andreas Krause.

Mittwoch, 13.11.2019, 18:52 Uhr aktualisiert: 13.11.2019, 18:56 Uhr
Abteilungsleiter Andreas Krause (l.) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Anschluss nach ganz oben in der Tabelle zu schaffen.
Abteilungsleiter Andreas Krause (l.) hat die Hoffnung noch nicht aufgegeben, den Anschluss nach ganz oben in der Tabelle zu schaffen. Foto: Kock

Sieben Begegnungen, 7:7 Punkte, Platz sieben – das ist zweifellos nicht das, was sich die Handballer des TV Friesen vor dieser Saison versprochen hatten. Vier vielversprechende Neuzugänge verpflichtete der heimische Landesligist über den Sommer. Aber der angestrebte Angriff auf die Tabellenspitze muss zumindest vorerst verschoben werden, abgeblasen haben ihn die Emsstädter noch nicht.

„Wir haben unser Potenzial nicht ausgeschöpft“, analysiert Andreas Krause . Und der Telgter Handball-Abteilungsleiter hat auch schon die Gründe für das bislang bescheidene Abschneiden der Mannschaft ausgemacht: „ Benedikt Müller hat sich gleich im ersten Spiel verletzt. Philipp Dichtler war zweimal nicht dabei. Jan-Simon Tenholt fehlt dreimal. Martin Kleikamp ist beruflich stark eingespannt und befindet sich derzeit auf Hochzeitsreise. Damit muss man leben.“

Für Coach Björn Hartwig fällt die Zwischenbilanz „durchwachsen“ aus. „Wir sind eine neu zusammengemischte Truppe mit neuem Trainer. Entwicklungen sind durchaus zu erkennen, aber punktuell fehlt einiges. Von den Punkten her ist einiges auf der Strecke geblieben. Deshalb laufen wir Verl nun hinterher, aber abschreiben sollte man uns nicht. Wer denkt, dass die Messe schon gelesen ist, der liegt komplett falsch. Die Verler sind auch nur Menschen, die ganz gut Handball spielen können.“

Soll heißen: Die Friesen werfen die Flinte trotz derzeit sechs Zählern Rückstand zum Spitzenreiter auf keinen Fall jetzt schon ins Korn. „Verl spielt derzeit am obersten Limit. Sie haben schon in der Rückrunde der letzten Saison nur ein Spiel verloren und wirken gefestigt. Aber wenn sich bei ihnen mal zwei Mann verletzen, sieht alles schon wieder ganz anders aus“, sieht es Andreas Krause ähnlich.

Schon einmal, im Aufstiegsjahr 2013, haben die Emsstädter einen tabellarischen Rückstand aufgeholt. Sie wissen also, wie es geht. Klar ist aber auch: Wenn sie in der laufenden Saison noch einmal ganz oben angreifen wollen, müssen sie nun eine Erfolgsserie hinlegen. Am Samstag um 17.30 Uhr gastieren sie beim Vorletzten Vorwärts Gronau. Das Problem in der Nähe der holländischen Grenze: In der Halle ist kein Harz an den Händen und Bällen erlaubt. Eine Woche später stellt sich der Tabellenvierte TV Werther in Telgte vor.

„Bei der Spielfähigkeit müssen wir auf einen gemeinsamen Nenner kommen und eingespielter werden. Und vor allem müssen wir Konstanz über 60 Minuten auf den Platz bringen“, fordert Björn Hartwig, der wohl wieder auf Rückraumspieler Benedikt Müller zurückgreifen kann.

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