Hoeneß-Nachfolger
Viel Trubel bei Besuch des FC Bayern-Präsidenten in Ostbevern

Ostbevern -

Am Sonntag absolvierte Herbert Hainer, der neue Präsident des FC Bayern München, seinen ersten öffentlichen Auftritt als Nachfolger von Uli Hoeneß -  in Ostbevern. Das Interesse war riesig.

Sonntag, 01.12.2019, 18:15 Uhr aktualisiert: 01.12.2019, 18:47 Uhr
Hoeneß-Nachfolger: Viel Trubel bei Besuch des FC Bayern-Präsidenten in Ostbevern
Herbert Hainer, Präsident des FC Bayern München trägt sich ins Goldene Buch der Gemeinde ein. Bürgermeister Wolfgang Annen schaut zu, Moderator Ralf Bosse kommentiert das Geschehen. Foto: Jonas Wiening

Zahlreiche Fernsehteams, unter anderem von der ARD, von Sport1 oder von Sky tummelten sich am Sonntagnachmittag im Gasthof Mersbäumer in Ostbevern. Der frisch gewählte Präsident des FC Bayern München , Herbert Hainer kam zum Fanclub-Besuch.

Zahlreiche Medienvertreter und rund 300 Fans

Der heimische FCB-Fanclub "Die Preußen" hatte sich in Kooperation mit dem NRW-Fanclub-Verbund des Deutschen Rekordmeisters für einen Weihnachtsbesuch einer Bayern-Persönlichkeit beworben - mit Erfolg. Der langjährige CEO von Adidas, der zuvor schon Jahrzehnte lang im Aufsichtsrat des FCB saß, ist vor zwei Wochen zum Nachfolger von Uli Hoeneß als Präsident des FC Bayern gewählt worden. In Ostbevern stand also Hainers erster offizieller Termin in dieser Funktion an. Kein Wunder also, dass das Interesse riesig war. Neben zahlreichen Medienvertretern kamen rund 300 Fans aus ganz NRW in den Gasthof Mersbäumer.

FC Bayern-Präsident Herbert Hainer zu Gast in Ostbevern

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  • Großer Medienandrang beim Besuch von Hainer in Ostbevern.

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  • Manfred Cord (Vorsitzender Fanclub „Die Preußen“) ernennt Hainer zum Ehrenmitglied.

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  • Eintrag ins Goldene Buch der Stadt Ostbevern.

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  • Herbert Hainer mit einem Fanclub-Schal.

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  • Rund zwei Stunden nahm sich der neue Bayern-Präsident Zeit für die Fans.

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  • Zahlreiche Kameras verfolgten das Geschehen.

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  • Der TV-Sender Sport1 interviewte auch die Fans.

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Für die nahm sich Herbert Hainer rund zwei Stunden Zeit. Zahlreiche Fragen beantwortete der 65-jährige Sportfunktionär. Anschließend stand er noch für viele Fotos und Autogramme bereit.

Eintrag ins Goldene Buch

Auch Ostbeverns Bürgermeister Wolfgang Annen ließ es sich nicht nehmen und wohnte der Veranstaltung bei. Im Gepäck: das Goldene Buch der Gemeinde, in der sich der Bayern-Präsident eintragen durfte. Manfred Cord, Vorsitzender des Fanclubs "Die Preußen", zeichnete Hainer zudem als Ehrenmitglied aus. "Erst Präsident des FC Bayern und jetzt auch noch Ehrenmitglied in diesem Fanclub - 2019 ist mein Jahr", freute sich der Sportfunktionär und ehemalige Adidas-Chef.

Erst Präsident des FC Bayern und jetzt auch noch Ehrenmitglied in diesem Fanclub - 2019 ist mein Jahr.

Herbert Hainer

"Ich werde jetzt oft mit 'Herr Präsident' angeredet. Es dauert noch bis ich mich daran gewöhne", so Hainer auf Nachfrage eines Fans. "Ich fühle mich geehrt, aber ich weiß auch um die Verantwortung dieses Amtes", schließlich sei der FC Bayern München der größte Verein der Welt.

Einige Aussagen Hainers an diesem Sonntag erinnerten fast an die seines Vorgängers Uli Hoeneß. Angesprochen auf die so erfolgreiche, sowohl sportlich als auch wirtschaftliche Entwicklung des FC Bayern, lobte Hainer zunächst Hoeneß und sagte dann: "Wie man es nicht macht, hat der 1860 München vorgemacht." Der neue Präsident kassierte für diesen Spruch gegen den Münchener Lokalrivalen tosenden Applaus der Bayern-Fans.

Kritische Nachfragen und tosender Applaus

Hainer begeisterte mit seiner sympathischen und humorvollen Art ohnehin die anwesenden Bayern-Anhänger. "Ich sitze nicht (Anm. Red.: im Stadion) neben Uli Hoeneß, er sitzt jetzt neben mir."

Aber auch eher unangenehmen Fragen stellte sich Herbert Hainer. Zur Zusammenarbeit des FC Bayern München mit dem Staat Katar meinte er: "Wir sind uns der Problematik bewusst, wir führen viele Gespräche mit Menschenrechtlern. Wir haben einen Vertrag mit Katar und werden weiter zusammenarbeiten. Weil wenn man nicht miteinander spricht, wird es nicht besser." Auch durch die WM 2022 gucke die ganze Welt auf Katar und dadurch bewege sich das Land. Es seien schrittweise Besserungen, aber es gehe natürlich nicht von heute auf morgen, so Hainer.

Wir sind uns der Problematik bewusst, wir führen viele Gespräche mit Menschenrechtlern. Wir haben einen Vertrag mit Katar und werden weiter zusammenarbeiten. Weil wenn man nicht miteinander spricht, wird es nicht besser.

Herbert Hainer

Eine weitere Frage der Fans an den neuen Bayern-Chef war, wie dieser zur Grundsatz-Diskussion um die 50+1 Regel steht. "Ich war immer ein Anhänger, weil ich gesagt habe, dass die Mehrheit beim Verein und den Mitgliedern liege. Inzwischen hat sich diese Meinung aber etwas geändert. Ich sehe wie andere Vereine im Ausland immer erfolgreicher werden." Hainer plädiert deshalb dafür, dass die Clubs in Zukunft selbst entscheiden, wie sie das handhaben möchten. "Bei uns in der Satzung steht aber sogar, dass ganze 70 Prozent der Anteile beim Verein bleiben müssen", beruhigte der 65-Jährige die Fans, die zum größten Teil hinter der 50+1 Regel stehen.

Hainer zur Einbindung von Ex-Spielern bei Bayern

Hainer zur Zukunft des Traumspiels

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Finalsieg ein Traum

Im Gespräch mit Moderator Ralf Bosse (Radio WAF, Sport1, Amazon), der durch diesen Nachmittag führte und mit Tobias Dankert, dem Vorsitzenden des FCB-NRW-Fanclubverbundes sprang Hainer auch für Bayern Sportdirektor Hasan "Brazzo" Salihamidzic in die Bresche. "Brazzo wird nicht fair beurteilt, er wird nur nach seinen Auftritten im Fernsehen bewertet. Wenn er sich dann mal verspricht, ist er direkt ein schlechter Sportdirektor. Sportlich leistet er aber klasse Arbeit und er wird uns noch viele gute Momente mit jungen Spielern bescheren." Bestes Beispiel sei die sensationelle Entwicklung des neuen Youngsters Alphonso Davies.

Mein Traum ist, dass wir da im Finale stehen. Und wenn das klappt, wollen wir dieses Mal auch gewinnen!

Herbert Hainer

Angesprochen auf das Champions League Finale 2022, das in München stattfinden wird, formulierte Hainer einen Wunsch, den jeder Fan mit ihm teilt: "Mein Traum ist, dass wir da im Finale stehen. Und wenn das klappt, wollen wir dieses Mal auch gewinnen!" Eine Niederlage wie beim "Finale Dahoam" im Jahr 2012 sei keine Option.

Nach gut zwei Stunden voller sportlicher Diskussionen, Ehrungen und erfüllter Fotowünschen ging es für Hainer zurück zum Flughafen Münster/Osnabrück von dem der Präsident zurück nach München flog.

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