Volleyball: 2. Bundesliga Nord
Viel Stress – wenig Frust: BSV Ostbevern verliert bei Stralsunder Wildcats

Ostbevern -

Die Tour war weit und anstrengend, die Niederlage mit 0:3 recht klar, trotzdem kehrte der BSV Ostbevern von seinem Gastspiel bei den Stralsunder Wildcats keineswegs total niedergeschlagen nach Hause. Den ersten Satz hätte der Gast beim Tabellenführer gut gewinnen können.

Sonntag, 08.12.2019, 15:06 Uhr aktualisiert: 09.12.2019, 17:03 Uhr
Zeit fürs Tourismus-Programm: ein Teil der Ostbeverner Mannschaft auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Stralsunder Rathaus.
Zeit fürs Tourismus-Programm: ein Teil der Ostbeverner Mannschaft auf dem Weihnachtsmarkt vor dem Stralsunder Rathaus. Foto: BSV Ostbevern

Um halb drei ist der Reisebus in der Nacht von Samstag auf Sonntag in Ostbevern angekommen. Man stellt sich vor, wie die BSV-Volleyballerinnen müde und frustriert aus dem Gefährt klettern, im Kopf und in den Knochen die 0:3-Niederlage am frühen Abend bei den Stralsunder Wildcats und die lange Tour von der Ostseeküste nach Hause.

So war das aber gar nicht. „Die Mannschaft war nicht resigniert oder niedergeschlagen“, versichert Trainer Dominik Münch . „Es war ein super Trip.“ Die Gruppe aus dem Münsterland hatte einiges von Stralsund gesehen, hatte vor 375 Zuschauern in der Diesterweg-Sporthalle eine schöne Spielatmosphäre genossen, und – das Wichtigste aus sportlicher Sicht – der Aufsteiger wurde vom Spitzenreiter beim 23:25, 16:25, 18:25 gar nicht so abgeledert, wie es das Ergebnis vermuten lässt. „Es fühlte sich nicht so deutlich an wie zuletzt beim 0:3 gegen den BBSC Berlin. Diesmal war es ein offener Schlagabtausch“, sagt Münch.

Die beeindruckende Stabilität der Gastgeberinnen war der größte Unterschied. „Wir haben es nicht geschafft, Konstanz auf diesem hohen Level durchzuhalten. Kleine Schwankungen oder Ungenauigkeiten haben sich sofort gerächt“, bilanziert der BSV-Coach. Stralsund fehlte die Hauptdiagonalspielerin. Als Ersatz sprang Marleen Piest ein – und wurde gleich mal zur wertvollsten Spielerin der Wildcats gekürt. MVP beim BSV wurde zum wiederholten Mal Kapitänin Sophia Eggenhaus.

„Richtig stark“, fand Münch die Leistung seines Teams im ersten Satz. Besonders mit ihrer guten Block-/Feldabwehr setzten die Gäste den Favoriten unter Druck. Sie führten mit 18:14 und 22:19, nutzten aber ihre Chancen im Angriff nicht. Stralsund war, mit einer erfahrenen Spielerin im Aufschlag, am Ende cleverer.

Auch im zweiten Durchgang hielt der Außenseiter lange mit, lag mit 12:10 vorne, „dann ist uns bei zwei Rotationen hintereinander der Faden gerissen“, so Münch. Im dritten Satz blieb Ostbevern zunächst dran, hielt dem Druck vor allem über den Aufschlag am Ende aber nicht stand. „Hätten wir den ersten Satz gewonnen, was verdient gewesen wäre, wären wir bestimmt in ein anderes Fahrwasser gekommen“, meint Münch.

Stralsund hat mit dem 3:0 seine Tabellenführung gefestigt. Acht Sätze haben die Wildcats erst abgegeben. Die BSV-Frauen sind auf einem Abstiegsplatz abgerutscht, bis ins Mittelfeld ist es aber sehr eng. Zwei Spiele bestreiten sie vor Weihnachten noch, beide sonntags (16 Uhr) in eigener Halle: am 15. Dezember gegen Emlichheim und am 22. Dezember gegen Köln.

BSV-Frauen: A. Dreckmann, Silge, L. Dreckmann, Horstmann, Rüdingloh, Eggenhaus, Roer, van der Veer, Tewinkel, Auen, Hünker, Mersch-Schneider, Seidel.

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