Volleyball: 2. Bundesliga Nord
Fast schon ein Fan des Gegners: BSV Ostbevern gegen SCU Emlichheim

Ostbevern -

Ein Punkt trennt den BSV Ostbevern und SCU Emlichheim in der Tabelle. Im direkten Duell werden wichtige Zähler verteilt. BSV-Trainer Dominik Münch ist von der Spielweise des Gastes begeistert. Er ist fast schon ein Fan des Gegners.

Freitag, 13.12.2019, 16:44 Uhr aktualisiert: 13.12.2019, 16:48 Uhr
In der Abwehr und Annahme, hier Libera Franziska Seidel, wartet viel Arbeit auf den BSV. Emlichheim spielt einen sehr forschen Volleyball.
In der Abwehr und Annahme, hier Libera Franziska Seidel, wartet viel Arbeit auf den BSV. Emlichheim spielt einen sehr forschen Volleyball. Foto: Aumüller

Ein bisschen krass ist das schon, wenn sich ein Trainer direkt nach einem Spiel schon ein Video vom nächsten Gegner reinzieht. „Ach, die Fahrt war so lang, da kann man die Zeit auch sinnvoll nutzen. Außerdem können Frank und ich sonst nie zusammen eine Mannschaft studieren“, sagt Dominik Münch . Im Reisebus auf der Heimfahrt von Stralsund nach Ostbevern hat sich der BSV-Coach in der Nacht vom vergangenen Samstag auf Sonntag mit seinem Co Frank Brockhausen übers Tablet gebeugt und Spielszenen des nächsten Gegners analysiert.

Fest steht: Auf die BSV-Volleyballerinnen wartet am Sonntag (16 Uhr) in der Beverhalle gegen den SCU Emlichheim eine interessante Aufgabe – und das nicht nur, weil die Teams in der Tabelle der 2. Bundesliga Nord so nah zusammenliegen. Ostbevern ist Elfter, Emlichheim mit einem Punkt mehr Achter.

Solch einen Schnellangriff habe ich bislang bei keiner anderen Mannschaft gesehen.

Dominik Münch

Münch ist begeistert von der Spielweise der Niedersachsen. „Eine klasse Mannschaft – sehr jung und hoch veranlagt. Die spielen einen mutigen, sehr schnellen Volleyball und können auf vielen Positionen punkten.“ Emlichheim sei ein Zweitliga-Dino und stecke in einem Umbruch. Der scheint zu funktionieren. „Solch einen Schnellangriff habe ich bislang in der Liga bei keiner anderen Mannschaft gesehen“, sagt der BSV-Coach. Dass Emlichheim nicht schon mehr als drei Spiele gewonnen und nicht noch mehr Punkte gesammelt hat, liege „wahrscheinlich an den Schwankungen, die bei einer so jungen Mannschaft normal sind“.

Es gibt keinen Grund, unruhig zu werden.

Dominik Münch

Die BSV-Frauen haben zuletzt zweimal 0:3 verloren. „Gegen den Tabellenersten und -zweiten, deshalb können wir das richtig einordnen“, so Münch. „Vorher haben wir in drei Spielen sieben Punkte geholt. Es gibt keinen Grund, unruhig zu werden.“ Zumal die Gastgeberinnen am Sonntag wieder mit vollem Kader auflaufen – bis auf Langzeitausfall Maren Flachmeier. Assistent Brockhausen fehlt, weil er zeitgleich als Coach des BSV III gefordert ist.

Offenes Visier

Münch freut sich auf das Match. „Das kann sehr ansehnlich und ein offener Schlagabtausch werden. Beide Mannschaften spielen mit offenem Visier.“ In dieser Woche hat sich der BSV-Trainer noch ein weiteres Emlichheimer Spiel auf Video angeschaut. Wieder war Münch hingerissen: „Da bin ich fast zum Fan geworden.“

Das Restprogramm

Die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern bestreiten vor Weihnachten noch zwei Spiele, beide in der Beverhalle: am morgigen Sonntag um 16 Uhr gegen den SCU Emlichheim und genau eine Woche später (22. Dezember, 16 Uhr) gegen DSHS SnowTrex Köln. Nach einem freien Wochenende fährt der Aufsteiger am 4. Januar (Samstag, 20 Uhr) zu Bayer Leverkusen. Damit endet bereits die Hinrunde.

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