Fußball: HKM der Frauen
SG Telgte bleibt bis zum Schluss hartnäckig

Telgte/Ostbevern -

Wacker Mecklenbeck war zu stark für die gesamte Konkurrenz – auch für die Fußballerinnen der SG Telgte, die das Endspiel mit 1:3 verloren. Und für den BSV Ostbevern, der im Halbfinale gegen Wacker den Kürzeren zog und Dritter wurde.

Dienstag, 14.01.2020, 11:46 Uhr

Ganz zum Schluss standen die Fototermine an. Das gehört dazu bei einem Turnier wie der Hallenkreismeisterschaft im Frauenfußball. Die besten Teams nehmen Aufstellung, eins nach dem anderen. Etwas Erinnerung und Stoff für die Sozialen Medien – das muss sein und gehört dazu. Als erstes durfte Wacker Mecklenbeck ran.

Für den Westfalenligisten war es die dritte Finalteilnahme in Folge in der Sportschule der Bundeswehr. Gegen den UFC Münster (2018) und die Warendorfer SU (2019) hatten die Münsteranerinnen jeweils das Nachsehen. Diesmal gelang ihnen der große Wurf – nach einem überragenden Turnier, in dem sie nur vier Gegentore zuließen. Eins davon im Finale beim 3:1 gegen die SG Telgte . Das aber war nicht weiter beunruhigend. Wie alle anderen Partien hatte Wacker auch diese im Griff, obwohl sich Telgte als starker Gegner erwies, verdient im Finale stand und bis zur Schlusssirene hartnäckig blieb.

„Die frühe Führung war gut für uns“, meinte Wacker-Trainer Janek Kuhlmann . Dann nahm alles seinen gewohnten Lauf. Das 2:0 und das 3:0 folgten, die Telgterinnen konnte noch auf 1:3 verkürzen, mehr war nicht drin. „Wir haben uns ins Turnier gebissen und von Spiel zu Spiel gesteigert“, sagte SG-Trainer Sebastian Wende nach dem Finale. Die Enttäuschung nach der Niederlage hielt sich in Grenzen. „Unterm Strich können wir sehr zufrieden sein“, so Wende weiter.

An Mecklenbeck war in diesem Jahr kein Vorbeikommen. Auch nicht für den BSV Ostbevern, der zweimal auf Wacker traf. Zuletzt im Halbfinale, das 0:2 verloren ging, Mecklenbeck aber an die Grenzen brachte, als das Team die letzten beiden Minuten wegen einer Zeitstrafe gegen Torhüterin Jule Krützmann in Unterzahl spielen musste. Auch diese Phase überstand es. Als Team, wie Janek Kuhlmann hervorhob. „Ich bin sehr froh, dass wir spielerisch überzeugt haben. Das war uns wichtig, den Zuschauern attraktiven Fußball zu zeigen“, so Kuhlmann. Ostbevern beendete das Turnier als Dritter nach einem 1:0-Sieg im Neunmeterschießen gegen den SC Gremmendorf.

In dem anderen Halbfinale gewann die SG Telgte gegen den SC Gremmendorf mit 3:1 im Neunmeterschießen. Im Viertelfinale siegte der BSV Ostbevern mit 2:0 gegen GW Amelsbüren und die SG Telgte mit 2:0 gegen BW Aasee. Auch Ems Westbevern zog in die Endrunde ein, verpasste dann aber den Sprung ins Viertelfinale.

Attraktiv war nicht alles, was im Laufe der drei Turniertage auf der Platte gezeigt wurde, am Ende aber hatten sich die besten Teams durchgesetzt. Als Gastgeber hatte die Warendorfer Sportunion allen Grund, zufrieden zu sein. „Die Besucherzahlen waren in Ordnung“, fasste Frank Woycke – etwas verhalten – zusammen. Denn an allen Tagen, vor allem am Freitag, war die Sporthalle A bis auf den letzten Platz gefüllt. „Der Frauenfußball hat bei uns einen hohen Stellenwert, nirgendwo anders ist das so“, sagte Norbert Krevert, Vorsitzender des Kreises Münster im FLVW. Den Beweis liefert die Frauen-HKM.

 

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