Volleyball: Damen
Mädchen für alles beim BSV Ostbevern in Sachen 2. Liga

Ostbevern -

Andreas Schneider ist Teammanager bei den Volleyballerinnen des BSV Ostbevern. In dieser Funktion koordiniert der 51-jährige Lehrer alles, was mit dem Zweitliga-Auftritt der Blau-Weißen zu tun hat. Am Samstag um 18 Uhr gastieren sie beim Tabellensechsten BW Dingden.

Freitag, 24.01.2020, 18:32 Uhr
Andreas Schneider ist Teammanager bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des BSV Ostbevern.
Andreas Schneider ist Teammanager bei den Zweitliga-Volleyballerinnen des BSV Ostbevern. Foto: Kock

„Die Volleyball-Bundesliga möchte immer professioneller werden und orientiert sich dabei an Sportarten wie Handball, Basketball und Eishockey“, sagt Andreas Schneider . Der 51-jährige Grevener fungiert beim BSV Ostbevern als Teammanager des Zweitliga-Aufgebotes. „Ich bin das Bindeglied zwischen VBL, Verein und Mannschaft.“

Der Lehrer für Erdkunde, Geschichte und Technik, der sich inzwischen bei der Bezirksregierung um schwerbehinderte Lehrkräfte an Gesamt- und Sekundarschulen kümmert, koordiniert alle Maßnahmen der Blau-Weißen in Bezug auf den Zweitliga-Auftritt. „Dazu gehören auch Besuche von Arbeitskreisen und Bundesliga-Tagungen“, so Schneider, der in seiner ehrenamtlichen Tätigkeit von Trainer und Abteilungsleiter Dominik Münch , Heimspiel-Koordinator Marc Rößler, Norbert Horstmann (Sponsoring), Jürgen Schneider (Fanbeauftragter) und Karl Piochowiak (Hallensprecher und Vorstandsmitglied im Gesamtverein) unterstützt wird.

Die nächste Aufgabe, die auf dieses sechsköpfige Gremium wartet, ist das Lizenzierungsverfahren mit Blick auf die Saison 2020/21. „Zahlreiche Unterlagen inklusive einer Wirtschaftlichkeitsberechnung sind dabei einzureichen. In den ersten beiden Jahren Zweitliga-Zugehörigkeit genießen wir noch Welpenschutz, aber ab dem dritten Jahr werden die Gebühren für die Lizenz, Schiedsrichter und VBL-Mitgliedschaft deutlich ansteigen“, so Schneider. Vor­aussetzung sei natürlich immer die sportliche Qualifikation. Die BSV-Volleyballerinnen liegen derzeit auf Platz zwölf des Unterhauses.

„Ich bin überrascht, wie schnell alles zur Routine geworden ist. Es läuft. Die Anforderungen haben wir cool weggesteckt. Es gibt keine organisatorischen Bedenken mehr. Wir haben noch null Strafen zahlen müssen, weil wir uns gut vorbereitet haben“, zeigt sich Schneider erfreut über den Saisonverlauf. „Wir wollten finanziell möglichst autark sein und haben dies auch geschafft, weil wir Sponsoren gefunden und gut gewirtschaftet haben.“

Klar ist aber auch, dass beim Marketing das Ende der Fahnenstange noch nicht erreicht ist. Andere Bundesliga-Vereine verfügen über einen wesentlich größeren Etat. Der Schnitt in der 2. Liga soll bei 100 000 Euro, in der 1. Liga sogar bei 1,5 Millionen Euro liegen. Und die VBL wünscht sich eine Angleichung dieser Etatsummen, um eine größere Durchlässigkeit zwischen den beiden Bundesligen zu erzielen.

Sollte der Klassenerhalt gelingen, möchten die Volleyballerinnen die Sitzplatzkapazität in der Beverhalle erhöhen. „Wir spielen derzeit mit einer Sondergenehmigung und würden gerne Stuhlreihen hinter den Spielfeldern aufstellen“, sagt der Teammanager, der mit BSV-Spielerin Andrea Mersch-Schneider verheiratet ist und nach eigenen Angaben 90 Prozent aller Spiele gesehen hat. Deshalb wünscht er sich, dass die Gemeinde Ostbevern die nötigen baulichen Veränderungen jetzt zügig vornimmt.

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