Handball: Landesliga 2
Alpár Jegenyés vom TV Friesen Telgte im Interview

Telgte -

Im April 2016 wurde Alpár Jegenyés als Trainer des TV Friesen Telgte verabschiedet. Jetzt ist er wieder zurück beim Landesligisten. Im Interview spricht der Ungar über die letzten knapp vier Jahre, über die aktuelle Saison und über die Zeit danach.

Samstag, 01.02.2020, 06:06 Uhr aktualisiert: 02.02.2020, 21:32 Uhr
Im April 2016 wurde Alpár Jegenyés (M.) nach fünf Jahren als Trainer vom TV Friesen verabschiedet, hier mit den Spielern Maximilian Krause (l.) und Philipp Dichtler.
Im April 2016 wurde Alpár Jegenyés (M.) nach fünf Jahren als Trainer vom TV Friesen verabschiedet, hier mit den Spielern Maximilian Krause (l.) und Philipp Dichtler. Foto: Biniossek

Nach drei Jahren und gut neun Monaten kehrt Alpár Jegenyés auf die Trainerbank in der Telgter Dreifachhalle zurück. Nach dem Rückzug von Björn Hartwig hatte der Ungar die Landesliga-Handballer des TV Friesen schon am vergangenen Sonntag bei der 30:31-Niederlage beim TV Kattenvenne gecoacht. Vor seinem ersten Heimspiel nach dem Comeback am heutigen Samstag (Anwurf um 18.30 Uhr) gegen den ASV Hamm-Westfalen III spricht Jegenyés im Interview über die letzten knapp vier Jahre, über die aktuelle Saison und über die Zeit danach. Er wohnt in Emsdetten und betreibt eine Gastronomie. Jegenyés hatte die Friesen bereits von 2011 bis 2016 trainiert.

 

Wie waren die ersten anderthalb Wochen in Telgte?

Jegenyés: Es war alles in Ordnung, es hat wieder Spaß gemacht. Alles ist positiv. Viel verändert hat sich ja auch nicht. Handball bleibt immer Handball.

Wo legen Sie am Anfang Schwerpunkte im Training und in den Spielen?

Jegenyés: Ich habe eine klare Vorstellung vom Handball. Jedes Spiel fängt mit einer vernünftigen Abwehr an. Über eine disziplinierte, organisierte Deckung sollen wir in den Gegenstoß kommen. Und ich wünsche mir einen beweglichen, variablen Angriff.

Haben Sie die Entwicklung im Telgter Handball in den vergangenen Jahren verfolgt?

Jegenyés: In dieser Saison habe ich es in der Hinrunde nicht geschafft, sonst war ich immer ein-, zwei- oder dreimal pro Saison in der Halle. Ich habe immer die Tabelle und Berichte gelesen. Zu Andreas Krause und Ludger Langenberg hatte ich immer eine gute Beziehung.

Als Fünfter steht der TV Friesen neun Punkte hinter Tabellenführer TV Verl. Das ist realistisch gesehen nicht mehr aufzuholen. Was macht man mit dieser Saison jetzt noch?

Jegenyés: Mir ist ganz egal, was war und was nicht. Die Spieler sollen sich von Training zu Training, von Spiel zu Spiel verbessern – und damit auch die ganze Mannschaft. Sie sollen eine vernünftige Einstellung zeigen, richtig zur Sache gehen. Wenn wir dann ein Spiel verlieren, habe ich kein Problem damit. Ich gucke jetzt von Spiel zu Spiel. Zu sagen, wir wollen noch Zweiter oder Dritter werden, bringt nichts. Nach dem letzten Saisonspiel setzen wir uns hin und rechnen ab. Bis dahin arbeiten wir vernünftig und kontinuierlich. Ich möchte, dass wir das, was wir uns im Training erarbeiten, im Spiel peu a peu umsetzen. Und natürlich will ich jedes Spiel gewinnen – egal, welchen Kader wir zusammen haben.

Die Vereinsverantwortlichen haben signalisiert, länger als bis zum Saisonende mit Ihnen zusammenarbeiten zu wollen. Wie sieht das bei Ihnen aus?

Jegenyés: Ich habe mich immer sehr wohl gefühlt in Telgte, die Zusammenarbeit war sehr gut. Jetzt machen wir es erst mal bis zum Ende dieser Saison. Irgendwann in in den nächsten vier, fünf Wochen werden wir uns mal zusammensetzen. Die eine oder andere Sache muss noch geklärt werden. Das ist aber unabhängig von Telgte, das muss ich selbst regeln.

Was haben Sie nach ihrem Abschied 2016 vom TV Friesen im Handball gemacht?

Jegenyés: Seit 2016 bin ich Torwarttrainer beim Zweitligisten TV Emsdetten. Bis Februar des letzten Jahres war ich Lehrwart im Handballkreis Euregio. Ich bin Trainerausbilder und trainiere die männlichen Kreisauswahlmannschaften der Jahrgänge 2005 und 2006. Wenn ich in der nächsten Saison in Telgte weitermachen sollte, würde ich Torwarttrainer in Emsdetten bleiben. Das ließe sich zeitlich vereinbaren.

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