Volleyball: 2. Bundesliga Damen
Oythe – Ansbach – Nepal – Ostbevern

Ostbevern -

An drei Aufstiegen der BSV-Volleyballerinnen war Lara Spieß beteiligt. 2017 zog es die Studentin der Medizintechnik zum Zweitligisten VfL Oythe, anschließend zum TSV Ansbach. Nach Abschluss ihrer Nepal-Reise erlebte sie am Sonntag ein emotionales Comeback in Ostbevern.

Mittwoch, 05.02.2020, 16:56 Uhr aktualisiert: 06.02.2020, 17:11 Uhr
Drei Aufstiege hat Lara Spieß (Nr 3) mit Ostbevern gefeiert. Nach drei Jahren ist sie zum BSV zurückgekehrt.
Drei Aufstiege hat Lara Spieß (Nr 3) mit Ostbevern gefeiert. Nach drei Jahren ist sie zum BSV zurückgekehrt. Foto: Biniossek

Drei Aufstiege – von der Verbandsliga bis in die 3. Liga – hat Lara Spieß mit den Volleyballerinnen des BSV Ostbevern gefeiert. Dann zog sie aus Studiengründen 2017 nach Bremen und schloss sich sportlich dem VfL Oythe an. All zu viel Spielzeit bekam die Studentin der Medizintechnik beim Zweitligisten aus Vechta jedoch nicht. „Vom Trainingsaufwand her war das eine ganz andere Hausnummer. Beim VfL habe ich mit ehemaligen Erstliga-Spielerinnen aus Polen und Deutschland trainiert. Eine super Erfahrung, aber es war auch viel Fahrerei“, so die Außenangreiferin, die mit ihrem Team damals auf Rang drei abschloss.

Anschließend wechselte sie zum TSV Ansbach , der gerade in die 2. Volleyball-Bundesliga (Gruppe Süd) aufgestiegen war. „Das war das totale Gegenteil. Dort wurde mit dem gleichen Trainingsaufwand wie in der 3. Liga gespielt. Alles ganz entspannt.“ Das reichte nicht zum Klassenerhalt, nach nur einem Jahr ging es wieder eine Klasse tiefer.

Nach dem Abschluss ihrer Vorlesungen an der Uni entschied sich Spieß für einen dreimonatigen Aufenthalt in Nepal. Gemeinsam mit einer Freundin kümmerte sie sich auf Initiative der Shanti Lepra-Hilfe Dortmund in Katmandu um behinderte Kinder. „Eine ganz andere Welt. Die Armut ist erschreckend. Da merkt man erst, wie gut es einem geht. Trotzdem haben die Kinder viel gelacht“, berichtet sie von ihren Eindrücken aus Asien. „Außerdem waren wir eine Woche Wandern und fünf Tage im Nationalpark.“

Seit der Rückkehr nach Deutschland wohnte sie zeitweilig bei ihren Eltern in Südlohn und nun in Dortmund. Dort schreibt die 25-Jährige an ihrer Masterarbeit. Seit einigen Wochen trainiert sie einmal in der Woche wieder beim Münch-Team in Ostbevern mit. „Am Sonntag habe ich gemerkt, wie schön es ist, in dieser Mannschaft zu spielen“, erzählt sie vom Comeback im Trikot der Blau-Weißen.

„Es fühlt sich heimisch an, aber ich befinde mich nicht auf dem Niveau, das ich normalerweise spielen kann, und ich möchte niemandem den Platz wegnehmen“, so Lara Spieß. Weil Maren Flachmeier in dieser Saison nicht mehr zum Einsatz kommen wird, ist ein Platz im Zweitliga-Aufgebot frei geworden. Da die Nachmeldefrist am 31. Januar endete, blieben dem Verein zwei Tage, um alle Unterlagen bei der Volleyball-Bundesliga einzureichen.

Mit dem Volleyballspielen begann die gebürtige Everswinkelerin in ihrem Heimatort, wechselte dann in der D-Jugend zur SG Sendenhorst und 2010 zum BSV Ostbevern, bei dem sie zur „goldenen Generation“ um Nationalspielerin Wiebke Silge gehört, die 2013 Platz fünf bei der Deutschen U 20-Meisterschaft in Bremen belegte. „Wir sind einen weiten Weg zusammen gegangen“, sagt BSV-Coach Dominik Münch. „Mit ihrer Anwesenheit hat sie uns ein Lächeln ins Gesicht gezaubert.“

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