Handball: Landesliga
Alpár Jegenyés gefrustet über Auftritt der Friesen in Vreden

Telgte -

So hatten sich die Handballer des TV Friesen ihren Auftritt beim TV Vreden so ganz und gar nicht vorgestellt. Weder Leistung noch Ergebnis stimmten beim Gastspiel an der holländischen Grenze.

Sonntag, 01.03.2020, 21:28 Uhr
Trainer Alpár Jegenyés vom TV Friesen
Trainer Alpár Jegenyés vom TV Friesen Foto: Biniossek

Alpár Jegenyés war massiv enttäuscht und ließ seinen Frust auch verbal deutlich raus: „Kein Herz und keine Einstellung, der Körper und der Kopf waren nicht da. Diese Niederlage war eigene Dummheit. Das war Kreisklasse, für solch eine Leistung braucht die Mannschaft keinen Trainer.“ Mit 25:26 (11:11) hatten die Landesliga-Handballer des TV Friesen beim Tabellenzehnten TV Vreden verloren und dabei in der Schlussphase einen Zwei-Tore-Vorsprung verspielt.

„Mein Ziel ist es, die Mannschaft peu à peu zu verbessern.“ Was der ungarische Übungsleiter allerdings an der holländischen Grenze gesehen hatte, war für ihn ein klarer Rückschritt. „Wenn man schon schlecht spielt, muss man das wenigstens mit Kampfgeist und Einsatzwille kompensieren. Wir sind jedoch zu wenig zurückgelaufen und haben zu wenig gekämpft. Keiner geht dahin, wo es wehtut. Vielleicht denken wir, dass wir in einer Basketball-Liga Handball spielen“, so der Telgter Coach weiter.

Mit 3:1 (4.) und 5:3 (9.) und später noch einmal 10:9 (28.) lagen die Gäste bei den abstiegsbedrohten Vredenern in Führung, vermochten ihren Vorsprung jedoch nicht in die Pause zu retten. „Torhüter Jan-Simon Tenholt hat uns im Spiel gehalten. Er hat acht, neun Hundertprozentige abgewehrt“, erläuterte Jegenyés. Auch beim 15:13 (35.), 18:16 (43.) und 22:20 (49.) hatten die Friesen die Nase mit zwei Toren vorne. In der 56. Minute waren die Gastgeber dann jedoch ihrerseits auf 25:23 vorbeigezogen. Die Emsstädter glichen zum 25:25 (59.) aus und hatten 28 Sekunden vor Schluss dann sogar noch einmal Ballbesitz.

Ihr Coach nahm eine Auszeit und instruierte seine Mannen, wenigstens diesen einen Zähler zu sichern. „Dann lassen wir uns den Ball aus der Hand nehmen, bekommen das Gegentor und es ist Schluss.“ Timo Tenostendarp traf zum entscheidenden 26:25 und sorgte damit für Riesenjubel bei den Gastgebern sowie viel Frust bei den Friesen.

TV Friesen:Tenholt, Gerlach – Müller (6/4), Krause (5), Kostovski (4), Flothkötter (3), Langenberg (2), Kleikamp (2), Petzold (1), Kortenbrede (1), Erpenbeck (1), Jashari.

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