Volleyball: 2. Bundesliga Nord
BSV Ostbevern plant auch ohne Carolin Auen

Ostbevern -

Die berufliche Zukunft von Carolin Auen ist ungewiss, also bleibt dem BSV Ostbevern keine andere Wahl: Der Zweitligist muss (zunächst) ohne die Zuspielerin planen. Bereits zum dritten Mal in ihrer Karriere verabschiedet sich Außenangreiferin Lara Spieß vom BSV.

Mittwoch, 06.05.2020, 06:31 Uhr aktualisiert: 08.05.2020, 12:50 Uhr
Mit Zuspielerin Carolin Auen kann der BSV (zunächst) nicht mehr planen.
Mit Zuspielerin Carolin Auen kann der BSV (zunächst) nicht mehr planen. Foto: Aumüller

Für die kommende Saison müssen die Volleyballerinnen des BSV Ostbevern nicht mit drei, sondern (zunächst) mit vier Abgängen planen. Neben Wiebke Silge (wechselt in die Schweiz), Sophia Eggenhaus und Lara Spieß (beide zum Ligakonkurrenten Skurios Volleys Borken) muss der Zweitligist wohl auch auf Carolin Auen verzichten.

Die 24-Jährige hat ihr Bachelorstudium beendet. An welchem Ort sie das Masterstudium absolviert, ist noch offen. Eine Entscheidung fällt erst im August, heißt es in einer Mitteilung des BSV. „Ich kann für die nächste Saison einfach nicht verlässlich zusagen“, erklärt die Zuspielerin. „Auch in meinem persönlichen Umfeld ist einiges zu bedenken.“

Debüt im Januar 2016

Auen hat das Volleyballspielen beim USC Münster gelernt. Nach dem Abitur ging es für ein Jahr in die USA. Nach der Rückkehr nahm sie das Angebot aus Ostbevern an. Ihr Debüt beim BSV gab sie im Januar 2016 in der Regionalliga. Mit dem Club stieg die Stellerin in die 3. Liga und in die 2. Liga auf. Vier Jahre lang zog sie im BSV-Spiel im Wechsel mit Lea Dreckmann die Fäden. „Es waren auf jeden Fall sehr schöne und unvergessliche Jahre“, blickt sie zurück.

Vielleicht als Backup

Ausgeschlossen ist es nicht, dass Auen weiter in Münster studiert. Dann könnte sie in Ostbevern als Zuspiel-Backup zur Verfügung stehen, wie der Verein mitteilt.

Definitiv ist – wie berichtet – der Abschied von Lara Spieß (26). Die Außenangreiferin folgt Kapitänin Sophia Eggenhaus nach Borken. Spieß war erst im Februar zum BSV gekommen – zum dritten Mal. 2010 wechselte sie mit 16 Jahren aus Sendenhorst nach Ostbevern. Die Krönung war der Gewinn der Westdeutschen Meisterschaft mit der U 20 und Platz fünf bei der Deutschen Meisterschaft.

Ich bin so dankbar, dass ich noch einmal Teil dieser Mannschaft sein durfte.

Lara Spieß

Abschied Nummer eins: Nach dem Abitur ging Spieß im September 2013 nach Australien und kehrte nach einem Jahr zu den Blau-Weißen zurück. Nach den Aufstiegen in die Regionalliga und in die 3. Liga folgte 2017 Abschied Nummer zwei: Wegen des Studiums ging es nach Bremen. Nach Stationen in der 2. Liga hatte sie mit dem Volleyball fast schon abgeschlossen.

Beim BSV wurde ihr Ehrgeiz dann wieder angestachelt. „Ich bin so dankbar, dass ich noch einmal Teil dieser Mannschaft sein durfte. Das hat mir wirklich viel gegeben“, sagt Spieß. Sie wohnt in Dortmund und möchte künftig bei den Skurios Volleys Borken noch einmal Vollgas geben.

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