Fußball: Ems Westbevern
Andrea Balderi: Liga ist „interessant und gefährlich“

Westbevern -

Mit 25 Spielern im Kader ist jetzt auch Ems Westbevern in die Saisonvorbereitung gestartet. Im zweiten Jahr in Folge verliert Trainer Andrea Balderi einen zentralen Spieler und Toptorjäger. Die Kreisliga A1 findet er „interessant und gefährlich“. Den wichtigesten Job hat erst einmal Adrian König.

Freitag, 07.08.2020, 05:56 Uhr
Ganz lässig beim Trainingsauftakt: Ems-Coach Andrea Balderi (2v.l.) und Co-Trainer Heiko Zischke (2.v.r.) mit den Neuen Wasf Alali (l.) und Alexander Menke.
Ganz lässig beim Trainingsauftakt: Ems-Coach Andrea Balderi (2v.l.) und Co-Trainer Heiko Zischke (2.v.r.) mit den Neuen Wasf Alali (l.) und Alexander Menke. Foto: Aumüller

In Vadrup haben sie die Ruhe weg. Später als alle anderen Mannschaften in der Umgebung sind die Fußballer des SV Ems in die Saisonvorbereitung gestartet. „Keiner weiß, was wegen Corona noch passiert. Wir genießen jetzt die Zeit, in der wir zusammen trainieren dürfen“, sagte Coach Andrea Balderi am Dienstagabend beim Auftakt. Die Spielzeit in der Kreisliga A beginnt am 6. September.

Die Westbeverner fangen aber nicht bei null an. Bis zu einer zweiwöchigen Pause liefen sie – unter den Vorgaben des Hygienekonzepts – schon vorher regelmäßig gemeinsam über den Platz. Die wenigen Wochen bis zum Meisterschaftsstart dürften sowieso reichen, weil die Emser in ihrem 25 Mann großen Kader nicht allzu viele Neue integrieren müssen. Streng genommen nur drei: Alexander Menke von GW Gelmer II, Wasf Alali aus der A-Jugend des BSV Ostbevern und Malte Wendeler aus der eigenen U 19.

Balderi plant Menke als Innenverteidiger oder als Sechser ein. „Er wird uns weiterhelfen“, ist der Trainer überzeugt. Alali („technisch gut, zweikampfstark“) und Wendeler („einer für die Offensive“) wollen den Sprung ins Stammaufgebot schaffen.

Verantwortung teilen

Aus dem Kader der Vorsaison kann Balderi aus beruflichen Gründen nicht mehr mit Maurice Sandmann und Valentin Eßing planen – und nicht mehr mit Kevin Nowacki (zweite Mannschaft). Was dem SV Ems richtig wehtut: der Wechsel von Thilo Dierkes zu Münster 08. Nach Hannes John 2019 hat sich wieder ein zentraler Spieler und Toptorjäger verabschiedet. „Es wird schwierig“, weiß der Übungsleiter. „Aber wir wollen das auffangen, indem wir die Verantwortung auf mehrere Schultern verteilen.“ Dafür kommt auch Christian Nosthoff infrage, der nicht mehr Co-Trainer, sondern nur noch Spieler sein will.

Ruhiges Fahrwasser

In der Kreisliga A1 kicken 13 Mannschaften. „Interessant und gefährlich“, findet Balderi diese Konstellation. „Wir haben nur 24 Spiele. Da ist jedes von Anfang an ein ganz wichtiges“, sagt er. „Wir wollen so schnell wie möglich in ruhiges Fahrwasser kommen. Ich würde nicht sagen, wir spielen unter den ersten Fünf. Ich möchte aber auch nicht unter den letzten Vier spielen.“

Ich habe unserem Getränkewart gesagt, er soll reichlich Wasser bestellen.

Andrea Balderi

Damit das nicht passiert und die Westbeverner schnell in die Spur kommen, hat der Coach für dieses Wochenende ein Trainingslager organisiert – wegen Corona nicht wie in den Vorjahren mit Übernachtungen in Lingen, sondern ohne in Vadrup. Sieben Einheiten stehen auf dem Plan inklusive zweier Testspiele gegen B-Ligist SG Telgte II (Freitag, 19 Uhr) und gegen A-Ligist FC Münster 05 (Sonntag, 15 Uhr). Zum Programm gehören auch Teambuilding und Taktikbesprechungen.

Den wichtigesten Job angesichts der Hitze hat Adrian König. Balderi: „Ich habe unserem Getränkewart gesagt, er soll reichlich Wasser bestellen.“

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