Interview zum Pyro-Vorfall in Duisburg
Vier Fragen an Georg Krimphove, Vorstandsmitglied und Fanbeauftragter beim SCP

Das Spiel ist gerade erst gestartet und schon zündelten die ersten Fans in der Preußen-Kurve. Nicht nur die Kommentatoren des Spiels zeigten sich sprachlos über die Gleichgültigkeit der SCP-Anhänger - auch der Fanbeauftragte der Preußen verurteilt das Vorgehen aufs Schärfste.

Dienstag, 13.05.2014, 20:05 Uhr

Interview zum Pyro-Vorfall in Duisburg : Vier Fragen an Georg Krimphove, Vorstandsmitglied und Fanbeauftragter beim SCP
Foto: Jürgen Peperhowe

Die beiden betroffenen Kinder in Duisburg sind gesund. Ende gut, alles gut?

Georg Krimphove: Nein! Da ist absolut eine Grenze überschritten worden. Ich bin auch persönlich unglaublich enttäuscht über das, was da in Duisburg passiert ist.

War das nicht auch trauriger Preußen-Alltag?

Krimphove: Vielleicht, aber das können wir nicht mehr dulden. Wir haben uns immer sehr zurückgehalten und den Dialog gesucht. Wir haben das ganze Jahr versucht, diesen Leuten die Hand zu reichen, mit ihnen ins Gespräch zu kommen, sie einzubeziehen. Genutzt hat es offensichtlich nichts.

Ein Feuerwerk kann ja auch schön sein und Stimmung verbreiten. Zu Silvester klappt das ...

Krimphove: Wer das noch schönredet, der hat jeden Realitätssinn verloren. Wenn Menschen in Lebensgefahr geraten, ist die Grenze definitiv überschritten. Wir als Verein müssen und werden reagieren.

Wenn das so einfach wäre ...

Krimphove: Dass es das nicht ist, wissen wir, sonst wäre das Problem längst gelöst. Und ich bin grundsätzlich ein Gegner von jeder Sippenhaft. Aber wir werden uns jetzt zusammensetzen und Maßnahmen erarbeiten – wir können das, was da jetzt in Duisburg passiert ist, nicht einfach so stehen lassen. Da sind wir an der Katastrophe knapp vorbeigekommen. Das sollte allen eine Lehre sein.

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