Torloses Remis in Münster
SC Preußen und Energie Cottbus trennen sich mit einem 0:0

Münster - Eine knappe Niederlage gegen Hansa Rostock, ein mageres 0:0 gegen Energie Cottbus: Der SC Preußen Münster scheint so seine liebe Mühe und Problemchen mit den Clubs aus dem Osten der Republik zu haben. Nach drei Spieltagen stehen vier Punkte auf der Habenseite - kein schlechter, aber auch kein allzu vielversprechender Start in die neue Drittliga-Saison. „Ausbaufähig“ würde Trainer Ralf Loose sagen.

Mittwoch, 06.08.2014, 21:08 Uhr

Torloses Remis in Münster : SC Preußen und Energie Cottbus trennen sich mit einem 0:0
SC Preußen Münster und Energie Cottbus gehen mit einem 0:0 auseinander. Foto: Jürgen Peperhowe

Spot an: Das erste Flutlichtspiel an diesem Mittwochabend wartete gleich mit einer Premiere auf: Erstmals trafen der SCP und die nach der 1:3-Niederlage im Ostderby gegen Dynamo Dresden energiegeladenen Cottbusser in Liga 3 aufeinander. Und da eine Premiere bekanntlich selten alleine kommt, wurde außerdem Preußen-Spieler Jens Truckenbrod vor der Partie geehrt. „Trucki“ hat nunmehr 210 Einsätze in der dritthöchsten Spielklasse auf dem Buckel. Kein anderer Spieler hat mehr.

Während Münsters Trainer Ralf Loose seine siegreiche Truppe aus Stuttgart auf den gepflegten Rasen an der Hammer Straße entsandte, begannen die Lausitzer leicht verändert. Robert Berger rückte aus dem Abwehrverbund ins Mittelfeld, tauschte seinen Platz mit Fanol Perdedaj, der rechts verteidigte. In der Offensive setze Trainer Stefan Krämer auf Tim Kleindienst, Fabian Pawela musste zunächst die Bank drücken.

Die 9781 Zuschauer wurden zunächst nicht gerade verwöhnt. Fußballerische Feinkost gab es keine. Nein, vielmehr beschnupperten sich die Kontrahenten mitunter zu intensiv. Auf der Strecke blieb der Spielfluss. Es gab kaum Futter für die Tribünen, die Fans beider Lager, aus Cottbus traten gerade knapp 400 Schlachtenbummler den weiten Weg in die Domstadt an, verstummten.

SC Preußen Münster gegen Energie Cottbus

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  • Foto: Jürgen Peperhowe
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Die Gäste spielten extrem destruktiv. Coach Krämer schien das überhaupt nicht zu schmecken, er stapfte in seiner Coaching-Zone auf und ab, machte wild gestikulierend ordentlich Meter. Ganze 30 Minuten ging das Energie-Konzept mehr oder weniger auf, dann hatte der Preußen-Anhang den Torschrei auf den Lippen. Marcus Piossek bediente Neuzugang Marcel Reichwein, der den Ball an FC-Schlussmann Kevin Müller vorbeilegte. Und plötzlich tauchte wie aus dem Nichts Mehmet Kara auf. Anstatt den Ball ins leere Tor zu schieben, stoppte er die Kugel und versuchte ein Dribbling gegen Perdedaj - und scheiterte. Der SCP hatte die zu diesem Zeitpunkt schmeichelhafte Führung auf dem Fuß.

Zumindest war diese Chance der „Hallo-wach-Effekt“ für die Platzherren. Münster wurde bissiger. Und hatte die nächste Chance. Rekordspieler Truckenbrod scheiterte mit seinem Schuss in Minute 32 nur hauchdünn. Sieben Minuten später angelte sich Piossek, in dieser Phase der Dreh- und Angelpunkt im Spiel der Münsteraner, das Leder und traf mit einem satten Pfund den linken Außenpfosten. Münsters Angriffsphase wurde nach 42 Minuten dann jäh unterbrochen. Erik Zenga musste verletzungsbedingt raus, er wurde durch Marc Heitmeier auf der Doppel-Sechs ersetzt.

Unverändert kamen beide Mannschaften aus der Kabine. Und doch gab es diesen kleinen, aber nicht unerheblichen Unterschied: Der FC Energie wirkte in der Anfangsphase des zweiten Abschnitts engagierter, williger. Nach Zuspiel von Sven Michel hatte Robert Berger die bis dato erste nennenswerte Torchance für den Zweitliga-Absteiger auf dem Puschen (52.).

Nur drei Minuten später brannte es erneut im Strafraum der Preußen, als Tormann Daniel Masuch einen Freistoß von Robin Szarka nicht festhalten konnte. Die Partie war nun offen(er). Beide Mannschaften forcierten ihre Angriffsbemühungen, drückten auf das (erste) Tor, das die Entscheidung bedeuten konnte. Energie-Schlussmann Kevin Müller musste bei einer Direktabnahme von Reichwein (66.) sein ganzes Können aufbieten. Auf der anderen Seite marschierte Michel in der 72. Minute allein auf das Preußen-Tor zu, sein Abschluss aus halbrechter Position wurde allerdings zu einer leichten Beute von Masuch.

Beide Trainer reagierten nochmals, bei Cottbus machte Zbynek Pospech Platz für Fabian Pawela (74.). Und Münsters Trainer Loose brachte mit dem Niederländer Rogier Krohne für Reichwein frischen Wind ins Sturmzentrum. Ohne gewinnbringenden Erfolg. Keine Tore an diesem lauen Sommerabend in Münster. 

SC Preußen Münster: Masuch - Kirsch, Schmidt, Scherder (78. Pischorn), Hergesell - Truckenbrod, Zenga (42. Heitmeier) - Hoffmann, Piossek, Kara - Reichwein (74. Krohne).

FC Energie Cottbus: Müller - Perdedaj, Mimbala, Möhrle, Szarka - Berger, Holz, Ledgerwood - Pospech (74. Pawela), Kleindienst (90. Wolf), Michel.

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