Preußen Münster gegen den SSV Jahn Regensburg
1:0 für den SCP

Regensburg/Münster - Der SC Preußen Münster hat sein Regensburg-Trauma abgelegt und sich mit einem hoch verdienten 1:0-Sieg in Bayern endlich einen Platz im erweiterten Spitzenfeld von Liga drei erarbeitet. Bis zur 74. Minute mussten die mitgereisten Fans warten, ehe sich die zahllosen Jubelansätze endlich in einen befreienden Jubelsturm entladen durften. Getroffen hatte natürlich Marcel Reichwein, dessen sechster Saisontreffer diese Partie vor 2897 Zuschauern zu einem höchst verdienten und aus Preußensicht erfreulichen Ende brachte.

Samstag, 13.09.2014, 14:09 Uhr

Preußen Münster gegen den SSV Jahn Regensburg  : 1:0 für den SCP
Foto: Andreas Nickl

Trainer Loose hatte dort reagiert, wo er beim jüngsten 3:2-Erfolg gegen Wehen-Wiesbaden die Schwächen ausgemacht hatte -- und die starken Abteilungen unverändert gelassen. Auf dem Mannschaftsbericht machte sich das vor allem in der Abwehr bemerkbar, wo Kevin Schöneberg und Fabian Hergesell wieder die Außenbahnen besetzten und Julian Riedel und Patrick Kirsch ablösten. Im Mittelfeld war die Lücke, die Jens Truckenbrod in der vergangenen Woche hinterlassen hatte, offensichtlich während der 90 Minuten gegen Wiesbaden zugewachsen.

 

WNTV-Spielanalyse Preußen Münster - SSV Jahn Regensburg

 

Natürlich hätte das Spiel 5 oder 6:0 ausgehen müssen, aber am Ende gibt es immer nur drei Punkte.

Dominik Schmidt

Erik Zenga und Amaury Bischoff blieben das Duo der Wahl, der gesunde Kapitän musste auf der Bank Platz nehmen. Dort saß er neben Abdenour Amachaibou, der gegen seinen Ex-Club ebenfalls nicht von Anfang an ran durfte. Eigentlich ist Loose ein großer Freund von Ehemaligen-Treffen, im konkreten Fall verzichtete er jedoch auf den Einsatz des Stürmers, der in der Vorsaison noch elf Treffer und zehn Vorlagen für den SSV Regensburg zu vermelden hatte. Die Bilanz in Münster liest sich deutlich schlechter. "Wir haben uns von ihm mehr erwartet", sagte Loose. "Mehr Drang zum Tor, mehr Torgefahr, mehr Tore." Folgerichtig also nur ein Bankplatz für den Stürmer. Ein Treffen alter Bekannten gab es dennoch: Zlatko Muhovic bestritt ausgerechnet gegen seine alten Mannschaftskameraden sein Saisondebüt für den SSV Regensburg.

 

Preußen Münster gegen den SSV Jahn Regensburg

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Verdienter Sieg für Preußen Münster.

Alexander Schmidt

Die jüngsten Begegnungen der Preußen in und mit Regensburg verliefen durchgehend unerfreulich. 1:2 hieß es 2012, 0:2 im Vorjahr -- und diesmal? Die Preußen waren gewarnt, aber nach vier ungeschlagenen Spielen auch selbstbewusst. Erik Zengas erster vergleichsweise zaghafter Versuch nach sieben Minuten landete in den Armen von SSV-Keeper Dominic Bergdorf, anschließend sorgten Marcus Piossek von rechts und Mehmet Kara über links für helle Aufregung im Strafraum, suchten Goalgetter Marcel Reichwein , brachten die finalen Flanken jedoch nicht an den rechten Mann. Preußen machte das Spiel, die Platzherren verlegten sich aufs Kontern. Es war eine starke Anfangsphase der Gäste, der letztlich nur die Krönung versagt blieb. Ein Ball nach dem anderen segelte in den Regensburger Strafraum, den höchsten Erinnerungswert hinterließ der Versuch eines Seitfallziehers von Marc Heitmeier und der missglückte Abwehrversuch von Regensburgs Andreas Geipl, den sein Torhüter in letzter Sekunde auf der Torlinie entschärfen konnte.

Entscheidend ist nicht, das wir Chancen vergeben, entscheidend ist, dass wir uns Chancen erspielen.

Marcel Reichwein

Natürlich folgte allen vertanen Chancen hüben prompt die Schrecksekunde drüben, als zunächst Daniel Masuch eingreifen musste und anschließend Fabian Trettenbach nach einem Zweikampf mit Amaury Bischoff im Strafraum zu Boden ging. Zum Glück für die Preußen wollte Schiedsrchter Sven Waschitzki sein Drittliga-Debüt nicht mit einer unklaren Strafstoßentscheidung garnieren. Dennoch war der Gegner plötzlich wach und gestaltete die Partie fortan offener, was den Unterhaltungswert der Begegnung durchaus zugute kam.Vor allem Regensburgs fünffacher Saisontorschützer Aias Aosman drehte mächtig auf und durchlöcherte immer wieder die Preußenmauer, blieb aber weitestgehend Alleininterhalter. Fünf Minuten vor dem Wechsel fand das Leder endlich einen Abnehmer im SSV-Strafraum, doch der ambitionierte Flugkopfball von Zenga blieb im frühen Versuchsstadium stecken und ein gutes Drittligaspiel zur Pause torlos, weil der bestens aufgelegte Marcus Piossek in den letzten Minuten des ersten Durchgangsgleich drei Mal hauchdünn den Führungstreffer verpasste.

Ich habe von außen die Bremsen gelöst.

Kapitän Jens Truckenbrod (nach 87 Minuten eingewechselt)

Piossek stand auch zu Beginn des zweiten Abschnitts im Mittelpunkt und damit im Weg bei einem Befreiungsschlag von Kollege Siegert, der seinen Mitspieler aus einem Meter abschoss. Dennoch blieb Piossek nach kurzer Behandlung auffälligster Preuße mit den häufigsten Auftritten vor des Gegners Tor -- allerdings auch weiterhin erfolglos. Nach einer Stunde endete dann auch der unauffällige Auftritt von Zlatko Muhovic. Seine Offensivabteilung hatte bis dahin nur wenig zum Spiel beigetragen. Gefahr herrschte stattdessen vor dem anderen Tor. Erik Zenga nagelte das Leder aus zehn Metern Entfernung nach Zuspiel von Kara ans Lattenkreuz (61.). Die Preußen-Führung war zu diesem Zeitpunkt längst überfällig. Erst recht, als nach 67 Minuten Amaury Bischoff allein aufs Tor zulieft und den Ball nicht an Torwart Bergdorf vorbeibrachte, die Chancendichte nahm weiter zu. Als Ralf Loose nach 70 Minuten erstmals wechselte, war der zunehmend ratlose Amtskollege Schmidt bei Regensburg schon durch mit den Personalrochaden.

Es ist noch früh in der Saison, aber wir sind auf einem guten Weg. Wir haben viel Qualität in der Mannschaft.

Marcel Reichwein

20 Minuten vor Spielende löste Amachaibou Benjamin Siegert ab. Doch zunächst rief sich der Gastgeber mit der ersten Chance in Durchgang zwei noch einmal in Erinnerung: Romas Dressler verfehlte knapp, Den Preußen war es egal: Sie stürmten weiter und hatten endlich Erfolg: Mehmet Kara setzte sich einmal mehr im Strafraum durch und legte diesmal punktgenau auf für Marcel Reichwein, der mit seinem sechsten Saisontreffer den erlösenden und hoch verdienten Führungstreffer erzielte. Eine Minute später kratzte Daniel Franziskus einen Bischoff-Freistoß von der Linie, möglicherweise auch erst etwas später -- ein Fall für die nicht vorhandene Torlinientechnik. Es blieb bei der knappen Führung und bei der Überlegenheit der Preußen, die sich nur vorzuwerfen hatte, diese Partie nicht früher und nicht deutlicher entschieden zu haben.

 Ich freue mich, das erste Mal hier sitzen zu dürfen und auch drei Punkte mitzunehmen. Das war verdient, wir haben ein sehr gutes Spiel gemacht. Wir hätten schon zur Pause führen müssen.

SCP-Trainer Ralf Loose

Jahn Regensburg: Bergdorf - Trettenbach, Kurz, Smarzoch, Dürmeyer - Geipl - Güntner, Lienhard, Muhovic (59. Franziskus), Aosman - Schmid (41. Dressler)

Preußen Münster : Masuch - Schöneberg, Heitmeir, Schmidt, Hergesell - Zenga, Bischoff (87. Truckenbrod) - Siegert (70. Amachaibou), Kara (90. Krohne), Piossek - Reichwein

Das Interview mit Preußen-Trainer Ralf Loose vor dem Spiel

Das Spiel #scp06 gegen den #ssv #jahn auf Twitter

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