Verdienter 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg
Preußen Münster erklimmt Aufstiegsplatz

Am 27. Juli startete der SC Preußen Münster mit einer 3:4-Heimniederlage gegen Hansa Rostock in die Saison. Seither hat die Mannschaft um Trainer Ralf Loose das altehrwürdige Stadion an der Hammer Straße zu einer veritablen Festung umgebaut. Im achten Saisonheimspiel blieb der SCP vor 12011 Zuschauern zum siebten Mal in Folge ungeschlagen.

Sonntag, 02.11.2014, 14:11 Uhr

Verdienter 1:0-Sieg gegen den MSV Duisburg : Preußen Münster erklimmt Aufstiegsplatz
Der Erfolg gegen den MSV Duisburg war zudem der fünfte Heimsieg in Serie und katapultierte Münster in der Tabelle auf einen Aufstiegsrang. Für Münster trafen Amaury Bischoff. Foto: Jürgen Peperhowe

Der Erfolg gegen den MSV Duisburg war zudem der fünfte Heimsieg in Serie und katapultierte Münster in der Tabelle auf einen Aufstiegsrang. Für Münster trafen Amaury Bischoff.

WN-TV Spielanalyse SCP - MSV Duisburg

Sein letztes Preußentor erzielte Münsters Torjäger am 20. September, seither stehen für Marcel Reichwein 482 torlose Minuten in der Statistik -- und während der Mittelstürmer auf Saisontreffer Nummer acht wartet und wartet, hat sein Stellvertreter Rogier Krohne fünf Tore in fünf Spielen erzielt. Und dennoch bleibt Reichwein erste Wahl und Krohne der Joker. Gegen Duisburg lief Münsters Spitze sogar als Mannschaftsführer auf -- streng gemäß der Teamhierarchie. Kapitän Nummer eins, Jens Truckenbrod, saß auf der Ersatz-, Stellvertreter Dominik Schmidt nach seiner gelbroten Karte auf der Strafbank. Trainer Ralf Loose lässt keinen Zweifel daran, dass die Nummer neun seine Nummer eins im Sturm bleibt -- wenn auch nicht für 90 Minuten. Gegen Duisburg spielte Reichwein eine gute Stunde und verlängerte seine Leidenszeit auf nunmehr 545 torlose Minuten. 

Sieben Minuten nach dem Anpfiff der Partie gegen Duisburg und folgerichtig 489 Minuten nach seinem letzten Saisontreffer hätte Reichwein die Ladehemmung endgültig ablegen können, doch aus vier Metern brachte er das Leder nicht am herausstürmenden MSV-Keeper Michael Ratajczak vorbei, der Sekunden zuvor den Flachschuss von Mehmet Kara entschärft hatte. Kein Zweifel, die Gastgeber diktierten das Spiel und hatten die besseren Chancen. Die nächste glasklare beispielsweise in Minute elf, als Amaury Bischoff das Leder am rechten Toreck vorbeizirkelte. Mehr Ruhe und Muße für den perfekten Abschluss hatte Münsters Mittelfeldregisseur 20 Minuten später, als er ungestört aus elf Metern Maß nehmen durfte: Sein Strafstoß schlug links unten im Duisburger Tor ein - 1:0 für die Preußen. Zuvor hatte Kevin Schöneberg Marcus Piossek im gegnerischen Strafraum freigespielt und Ex-Preuße Dennis Grote zu einer finalen Notbremse gezwungen. 

 

Mit der Führung im Rücken legte Münster noch einmal einige Kohlen nach und machte weiter Dampf. Nach 32 Minuten war es wieder Reichwein, dessen Außenrist-Schlenzer wenige Zentimeter am Tor des MSV vorbeistrich. Es blieb beim 1:0 und inzwischen 514 torlosen Minuten des Knipsers, der dennoch eine ansprechende Vorstellung im Sturmzentrum ablieferte.

SC Preußen Münster gegen MSV Duisburg

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Auch hinten standen die Gastgeber sehr kompakt und solide mit Simon Scherder für den gesperrte Dominik Schmidt. Unter de Strich eine ganz starke erste Halbzeit der Preußen, der einzig der zweite Treffer als verdiente Krönung fehlte.
Dieser zweite Treffer hätte den Preußen auch im zweiten Durchgang gut getan, doch die Vorentscheidung ließ auf sich warten. Münster stand weiterhin hinten sicher und schaltete bei Bedarf blitzschnell um. Mit der vergleichsweise frühen Einwechslung von Roger Krohne (63.) wollte Loose den Druck weiter erhöhen. Mit Erfolg: Doch weder Piossek (67.) noch Kara eine Minute später wollte der K.o.-Treffer gelingen -- und so war Zittern bis zum Schlusspfiff angesagt, ehe sich der befreiende Jubel über einen hoch verdienten 1:0-Erfolg ausbreiten durfte.

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Foto: Jürgen Peperhowe

Zu Beginn des Spiels hatten Fans des MSV Duisburg Bengalos gezündet, während die Preußen-Fans mit einer ausgefeilten Choreografie glänzten.

Preußen Münster: Masuch (3) -- Schöneberg (2,5), Heitmeier (2), Scherder (2,5), Hergesell (3) -- Zenga (2), Bischoff (2,5/83. Truckenbrod)) -- Siegert (3) , Piossek (2,5) , Kara (3/83. Hoffmann) -- Reichwein (3/63. Krohne)

MSV Duisburg: Ratajczak (2,5) -- Schorch (4,5/46. Schnellhardt 4), Bohl (4), Meißner (3), Feltscher (3,5) -- Albutat (4), Hajri (4) -- Gardwaski (4,5), Janjic (4), Grote (4,5/63. Dum)-- Onuegbu (5/70. Klotz) 

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