Preußen gegen Unterhaching
SC Preußen bezwingt Unterhaching mit 2:0 und springt auf den Platz an der Sonne

Münster - 18. Spieltag. Der SC Preußen ist im Drittliga-Himmel angekommen. Nach dem 2:0-Erfolg gegen die Spielvereinigung Unterhaching haben die Jungs von Trainer Ralf Loose die Tabellenführung erobert, weil die Konkurrenz mitspielte. Mehmet Kara (14.) und Simon Scherder (90.) trafen und sorgten für Jubelarien im und um das Stadion.

Samstag, 22.11.2014, 14:11 Uhr

Preußen Münster gegen Unterhaching. Kara schießt das 1:0. Foto: Peperhowe
Kara schießt das 1:0 in der ersten Halbzeit. Foto: Jürgen Peperhowe

22. November, 16 Grad im Preußenstadion an der Hammer Straße. Die Sonne lacht - für diese Jahreszeit durchaus gewöhnungsbedürftige Bedingungen. Umso optimaler für's Publikum, manch ein Fan dürfte diesmal auf sein wärmendes Sitzkisten getrost verzichtet haben.

In der zweiwöchigen Länderspielpause waren sowohl die Preußen als auch die Spielvereinigung nicht untätig. Während Münster mit dem 3:0-Erfolg in Hamm im Westfalenpokal überwintert, testete das Team von Trainer Christian Ziege, Europameister mit der deutschen Mannschaft 1996 in England, gegen Zweitligist Greuther Fürth. Und verkaufte sich mit dem torlosen Remis teuer.

Preußen Münster vs. Unterhaching

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  • Michael Zetterer hält einen Freistoß von Bischoff

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Hergesell gegen Markus Schwabl

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Tor und Torjubel durch Mehmet Kara - Kara umspielt Markus Schwabl (l.) und Mario Erb und erzielt das 1:0

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  • Amachaibou gegen Thomas Hgn (l.) und Yannic Thiel

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Fabian Hergesell gegen Markus Schwabl

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  • Tor und Torjubel durch Mehmet Kara

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein Spiel auf hohem Niveau: In der ersten Halbzeit fiel das 1:0 für den SCP. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Preußen überzeugen - und gingen mit einem 2:0 vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Ein Spiel auf hohem Niveau: In der ersten Halbzeit fiel das 1:0 für den SCP. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Preußen überzeugen - und gingen mit einem 2:0 vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Amachaibou

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Christian Ziege

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  • Ein Spiel auf hohem Niveau: In der ersten Halbzeit fiel das 1:0 für den SCP. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Preußen überzeugen - und gingen mit einem 2:0 vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torschütze Mehmet Kara mit Thomas Bäumer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torschütze Mehmet Kara mit Marco de Angelis

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2:0 durch Scherder gegen TW Michael Zetterer

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • SCP-Trainer Ralf Loose

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  • Amaury Bischoff

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  • Kopfball Heitmeier

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  • Torschütze Simon Scherder mit Thomas Bäumer

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  • Ein Spiel auf hohem Niveau: In der ersten Halbzeit fiel das 1:0 für den SCP. Auch in der zweiten Halbzeit konnten die Preußen überzeugen - und gingen mit einem 2:0 vom Feld. Foto: Jürgen Peperhowe
  • 2:0 durch Scherder gegen TW Michael Zetterer

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  • Zenga

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  • Torschütze Simon Scherder

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  • Verletzung Schöneberg

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • orschütze Simon Scherder mit Benjamin Siegert und Marco Aulbach

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Torschütze Simon Scherder mit Benjamin Siegert und Marco Aulbach

    Foto: Jürgen Peperhowe
  • Verletzung Schöneberg

    Foto: Jürgen Peperhowe

Mit zwei Veränderungen in der Startelf nach dem letzten Auftritt in Stuttgart bei den Kickers begannen die Adlerträger ihren Sturm auf die Tabellenspitze. Für den verletzten Tormann Daniel Masuch rückte Maximilian Schulze Niehues in die erste Elf, für den gelbgesperrten Marcus Piossek durfte Abdenour Amachaibou ran. Bei den Münchnern verteidigte kein Geringerer als Fabian Götze, der kleine Bruder vom großen Mario.

8519 Zuschauer sahen einen verhaltenen Beginn beider Mannschaften. Münster war bemüht, seine Grundordnung zu halten. Den ersten echten Angriff fuhr der tabellarische Außenseiter. Andreas Voglsammer drang nach zehn Minuten in den Strafraum des SCP ein und kam zu Fall. Der Pfiff des Unparteiischen Norbert Grudzinski blieb allerdings aus. Vorbei war die Aktion damit noch nicht. Kenny Prince Redondo nahm den Abpraller auf und prüfte SCP-Tormann Schulze Niehues, von ihm prallte das Leder zu Stefan Haas, der zu genau zielte. Endstation linker Torpfosten. Glück für Münster. Tief durchpusten.

Wer beste Chancen nicht nutzt, der wird mitunter bestraft - und dem war so nach 14 Minuten. Mehmet Kara setzte im Strafraum der Gäste zwei Gegenspieler matt und schob mit dem rechten Fuß platziert rechts unten rein - 1:0 für den SCP. Plötzlich waren sie ganz oben, die Jungs von Trainer Ralf Loose, weil auf den anderen Plätzen noch keine Treffer gefallen waren.

Die Führung war wie ein Hallo-Wach-Effekt für die ambitionierten Westfalen. Münster wirkte fortan befreit, fand seine spielerische Linie und drängte auf das zweite Tor. Das wäre Abwehrspieler Kevin Schöneberg nach 21 Minuten beinahe gelungen. Sein Pfund aus 24 Metern landete an der Latte. Nur zwei Minuten später steckte Amaury Bischoff auf den Niederländer Rogier Krohne durch. Der stand allein vor Hachings Tormann Michael Zetterer, schob die Kugel uneigennützig aber nochmals quer auf Benjamin Siegert. Doch sie erreichte den Adressaten nicht, weil ein Hachinger Abwehrbein Schlimmeres verhinderte. Nach 30 Minuten schlenzte Bischoff einen Freistoß in Richtung oberes linkes Eck, Zetterer war zur Stelle und klärte spektakulär zur Ecke. Die Führung des SCP war jetzt mehr als verdient. Kara, im ersten Abschnitt der Taktgeber, scheiterte in der 33. Minute nochmals an Hachings Nummer Eins Zetterer, der sich Bestnoten verdiente. Mit dem 1:0 ging es in die Pause.

Ich denke, wir haben heute ein äußerst attraktives Spiel gesehen. Ich hätte mir gewünscht, dass wir früher den Sack zumachen. So mussten wir lange zittern. Aber das 1:0 durch Mehmet Kara hat der Defensive Sicherheit gegeben. Jetzt freuen wir uns über diese Momentaufnahme. Aber uns wird in den verbleibenden vier Spielen in diesem Jahr nichts geschenkt. Ich hoffe, dass Kevin Schöneberg nicht lange ausfällt. Personelle Sorgen haben wir aktuell genug.

SCP-Trainer Ralf Loose

Mit Applaus wurden die Preußen nach dem Gang in die Kabine aufs Feld zurück geleitet. Das musste Krohne allerdings sofort wieder verlassen. Er hatte sich in den Katakomben beim Griff zum neuen Trikot anscheinend vergriffen. Reichwein prangte da in dicken Lettern auf seinem Rücken. Relativ schnell und unkompliziert war der Fauxpas behoben.

Mit Schwung ging es in die zweiten 45 Minuten. Münster knüpfte nahtlos an den guten ersten Durchgang an. Und hatte in der 53. Minute den Torschrei auf den Lippen. Nach einem schönen Freistoßtrick setzte Bischoff den Ball rechts oben an das Aluminium. Jetzt gab es Chancen im Minutentakt. Amachaibou, Siegert - der SCP stand nach 60 Minuten ganz dicht vor dem 2:0. Wenn sich das mal nicht rächen sollte.

In der 63. Minute musste SCP-Coach Loose das erste Mal wechseln. Kevin Schöneberg verletzte sich bei einem Pressschlag. Julian Riedel bekleidete fortan die rechte Abwehrseite der Münsteraner. Nicht nur das, er tat auch etwas für die Offensive und leitete nur vier Minuten nach seiner Einwechslung einen vielversprechenden Angriff ein, Siegert und Krohne verpassten in der Zentrale allerdings knapp. Nur eine Minute später spielte Erik Zenga den starken Amachchaibou frei, der scheiterte an Hachings bestem Zetterer. Hier spielte nur noch der SCP. Allein das Eckenverhältnis von 13:0 drückte die Überlegenheit in nackten Zahlen aus. Die Süddeutschen kamen in dieser Phase kaum mehr aus der eigenen Hälfte.

Glückwunsch an den SC Preußen zum Sieg, der verdient war. Mir ist es unerklärlich, warum wir nach guten 15 Minuten aufhören, Fußball zu spielen. Wir hatten in der Anfangsphase mehr Spielanteile und zwei dicke Chancen zur Führung. Ich bin enttäuscht.

Christian Ziege, Spielvereinigung Unterhaching

75 Minuten waren um. Und der Blick auf die Tabelle schmeckte den Zuschauern. Noch immer war der SCP an der Spitze. Aber entschieden war im Stadion an der Hammer Straße trotzdem noch nichts. Wie oft wird das Auslassen von besten Möglichkeiten auf der Zielgeraden noch bestraft. Nach 82 Minuten hätte Marc Heitmeier den Gästen beinahe den Todesstoß versetzt. Sein Kopfball nach Ecke von Bischoff wurde auf der Linie geklärt.

Auch in den Schlussminuten drückte der SCP. 17:0 lautete das Eckenverhältnis mittlerweile. Und dann fiel es endlich: Nach einem erfolglosen Konter der Hachinger setzt der eingewechselte Scherder das Ding nach Zuspiel von Siegert zum erlösenden 2:0 in die Münchner Maschen.

SC Preußen : Schulze Niehues - Schöneberg (63. Riedel), Schmidt, Heitmeier, Hergesell - Zenga, Bischoff - Siegert, Amachaibou (90. Scherder), Kara - Krohne (90.+2 Pischorn).

Spielvereinigung Unterhaching:Zetterer - Schwabl, Schwarz, Erb, Götze - Haas (46. Bigalke), Hagn - Thiel, Hufnagel (75. Dittrich), Redondo - Voglsammer.

Tore: 1:0 Kara (14.), 2:0 Scherder (90.).

Beste Spieler: Bischoff, Amachaibou, Kara; Zetterer.

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