Fußball: 3.Liga
0:1 - SC Preußen unterliegt in Unterhaching

Die Horror-Rückrunde des SC Preußen findet kein Ende. Auch beim Abstiegskandidaten SpVgg. Unterhaching unterlagen die Münsteraner am Samstag. Durch den 1:0 (1:0)-Sieg erhielt sich der Gastgeber die Chance auf den Klassenerhalt, der SCP kassierte dagegen die vierte Pflichtspielpleite in Serie und verspielte mit einer wenig entschlossenen Leistung erneut Kredit bei seinen Fans, die zahlreich mitgereist waren.

Samstag, 16.05.2015, 17:05 Uhr

Fußball: 3.Liga : 0:1 - SC Preußen unterliegt in Unterhaching
Foto: Sebastian Sanders

„Wir waren vorne nicht zwingend genug , hinten aber auch nicht so souverän, dass wir das Spiel gewinnen konnten“, sagte Verteidiger Thorsten Schulz . „Was wir im letzten Drittel versucht haben, war einfach zu kompliziert“, befand sein Nebenmann Simon Scherder. Und auch Mehmet Kara war bedient: „Dieses Spiel passte einfach zu unserer Rückrunde.“ Trainer Ralf Loose analysierte die Niederlage so: „Zwei-, dreimal haben wir vor dem Rückstand den letzten Pass nicht ausgespielt, beim 0:1 unterläuft uns ein einfacher Stellungsfehler. Der Gegner hat danach kämpferisch alles reingeworfen. Wir hatten in der zweiten Halbzeit keine Ideen mehr, obwohl wir viel Ballbesitz und reichlich offensive Leute auf dem Platz hatten. Insgesamt müssen wir uns sehr kritisch mit unserem Auftritt auseinander setzen, zumal die Unterstützung fantastisch war.“Die Preußen begannen mit zwei Überraschungen in der Startelf. Benjamin Siegert kehrte nach kurzer Verletzungspause zurück und verdrängte Philipp Hoffmann.

Bemerkenswert: Im Tor stand Routinier Daniel Masuch . Die bisherige Nummer eins, Max Schulze Niehues, nahm aber nicht einmal auf der Bank Platz. Dort saß Marco Aulbach als Ersatzkeeper. Neben ihm fanden sich übrigens nur fünf Feldspieler ein, einer weniger als erlaubt.Zu Schulze Niehues sagte Loose später: „Die jüngsten Leistungen waren ausschlaggebend.“ Dass der 26-Jährige nicht mal im Kader war, führte der Coach auf „disziplinarische Gründe“ zurück.

Auf dem Rasen begann der SCP durchaus spielfreudig und mit Elan, ließ die Kugel ein ums andere Mal gut laufen, ohne aber zwingend zu werden, ohne die letzte Entschlossenheit. Vielleicht agiert so ein Team, für das es nur noch um Tabellenplatzkosmetik geht. Den akut abstiegsgefährdeten Hausherren war eine leichte Nervosität dagegen anfangs anzumerken.

SC Preußen gegen SpVgg Unterhaching

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Sie  wurden erst allmählich aktiver und belohnten sich gleich mit der ersten geglückten Aktion. Den Steilpass von Abelski ließ Marc Heitmeier unglücklich passieren, Dominik Widemann hatte freie Bahn und ließ Masuch mit seinem Abschluss keine Chance (24.). Das 1:0 stachelte die Gäste kurzzeitig an, wieder etwas mehr zun tun, allerdings häuften sich die Ballverluste, gerade auf der linken Seite - zündende Ideen entwickelten sich nicht gegen die schlechteste Abwehr der Liga. Dass es um nichts mehr ging, war den Preußen trotz reichlich Ballbesitz anzusehen. Den Hachingern gab die Führung Mut und Selbstvertrauen, sie bissen sich mehr und mehr rein, ließen viele Angriffe und Dribblings einfach abprallen und verdienten sich den Halbzeitvorsprung  im Laufe der Zeit.

Aus der Kabine kamen die Preußen unverändert. Auch das Geschehen blieb wie gehabt. Die Spielvereinigung demonstrierte Willen, der SCP höchstens Ballfertigkeit. Marcus Piossek lehnte sich ab und an im Vorwärtsgang auf, doch auf eine echte Torszene warteten die über 500 Gäste-Fans weiter vergeblich. Neuen Schwung sollte wieder Hoffmann bringen, der nach einer Stunde für Siegert kam. Tatsächlich brachte es der Joker gleich zu einem, wenn auch ungefährlichen, Abschluss (62.). Der 18-jährige Debütant Yannik Öttl im Kasten der Bayern war zur Stelle.Es war nun nicht so, dass die Unterhachinger ein Sahnespiel machten, auch sie kamen lange kaum in den Sechzehner. Allerdings musste Masuch dann zweimal eingreifen und die Entscheidung verhindern. Erst, als Heitmeier den Ball vertrödelte und Yannic Thiel in bester Position den zweiten Treffer auf dem Schlappen hatte (66.). Und dann war der 38-Jährige auch gegen Pascal Köpke aufmerksam (68.).

Trainer Ralf Loose riskierte danach etwas, brachte Rogier Krohne (69.). Nicht für den blassen Marcel Reichwein, sondern für Thorsten Schulz an alter Wirkungsstätte. Jens Truckenbrod verteidigte nun hinten rechts. Auch Abdenour Amachaibou kam noch gegen seinen Ex-Verein für Kara (80.), der sich zuvor Ballverluste in zweistelliger Höhe geleistet hatte. Die Maßnahmen verpufften aber allesamt. Die zweite Hälfte war eine Enttäuschung, zumal der Gastgeber auch nicht gerade vehement Drittliga-Niveau nachwies, aber nicht einmal fürchten musste, den Ausgleich zu kassieren. Womit fast alles gesagt wäre über die Umsetzung der Preußen-Vorgabe, sich anständig im Saisonfinale verkaufen zu wollen. Dass die Luft raus war, ließ sich eben nicht so einfach kaschieren, so menschlich es auch sein mag.

SpVgg: Öttl - J. Welzmüller, Erb, Volk, Hagn - Hufnagel (63. Köpke), Thiel, Schwarz (84. Kranitz), Redondo - Widemann (76. Dittrich), Abelski

Preußen: Masuch - Riedel, Scherder, Heitmeier, Schulz (69. Krohne) - Truckenbrod, Bischoff - Siegert (60. Hoffmann), Piossek, Kara (80. Amachaibou) - Reichwein

Schiedsrichter: Martin Petersen ( Stuttgart )

Tor: 1:0 Widemann (24.)

Zuschauer: 3600

Gelbe Karten: keine

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