Fußball 3. Liga
Gefloppter Saisonausstand

Preußen Münster hat das letzte Saisonspiel gegen die Zweitvertretung von Borussia Dortmund mit 1:2 (1:1) vor nur noch 5112 Zuschauern verloren. Das Team von Ralf Loose beendet die Spielzeit als Achter. Elf Spieler, darunter mit Patrick Kirsch der letzte Meisterspieler von 2011 und Kapitän Jens Truckenbrod, wurden vor der Partie verabschiedet.

Samstag, 23.05.2015, 15:05 Uhr

Fußball 3. Liga : Gefloppter Saisonausstand
Foto: René Penno

Münster . Auch das noch. Am letzten Spieltag der dritten Liga unterlag der SC Preußen Münster vor eigenem Publikum und einer Minuskulisse von 5112 Zuschauern mit 1:2 (1:1) gegen Borussia Dortmund 2. Die Führung durch Marcel Reichwein (13.) drehten die Gäste durch Khaled Narey (45.) und Julian Derstoff (51.) zum Sieg. Die Elf von Trainer Ralf Loose spielte zwischendurch gar nicht mal so schlecht, konnte aber eine Vielzahl sehr guter Chancen nicht verwerten. Dieser Saisonausstand floppte. Das jetzige Saisonende ist eine Erlösung: Der SCP ist vollkommen ausgebrannt nach dem Scheitern im Aufstiegskampf, dem Aus im Westfalenpokal und dem Verpassen des DFB-Pokals. Nichts geht mehr. 

Stimmen zum Spiel: SCP - BVB II

Die Preußen verabschiedeten gleich eine komplette Elf vor der Partie. Den größten Applaus gab es für Benjamin Siegert, Fabian Hergesell und Kapitän Jens Truckenbrod – sie hatten vier Spielzeiten in Münster verbracht. Mit Patrick Kirsch wurde der letzte Akteur aus der Meisterelf von 2011 verabschiedet. Zudem endete an diesem Tag auch die Zeit von Julian Riedel, Thorsten Schulz, Emil Atlason, Daniel Masuch , Philipp Röhe, Michael Holt, Erik Zenga und Torwarttrainer Alexander Ogrinc. Ein Umbruch steht beim SCP bevor, zumal der Verein auch noch einige Verträge auflösen möchte. Innenverteidiger Dominik Schmidt, aktuell suspendiert und verletzt, gehört genauso dazu wie auch Marco Pischorn oder Abdenour Amachaibou.

Die Partie gegen die Reserve von Borussia Dortmund hatte vor allem einen statistischen Wert für die Hausherren. Die Gäste standen vor dem Anpfiff als sportlicher Absteiger fest, können aber noch von einem Lizenzentzug profitieren – wenn sie in Münster gewonnen hätten. Die Preußen konnten zumindest mit einem Sieg ihre Position in der Tabelle festigen. Nach Rang sechs in der Vorsaison lag vor Anpfiff diese Position noch in Reichweite. Dafür musste ein abschließender Erfolg her, der zudem auch ein positives Gefühl in die vierwöchige Sommerpause transportiert hätte. Es sollte nicht sein.

SC Preußen verabschiedet elf Akteure

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  • Foto: René Penno
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Die Preußen zeigten sich engagiert und mit einigen brauchbaren Angriffen. Nach 13 Minuten nutzte Marcus Piossek einen Abspielfehler der Gäste zum entscheidenden Angriff zur Führung, Marcel Reichwein musste den Ball nur noch über die Linie schieben. Es war sein elftes Saisontor. In der Folgezeit bestimmten die Preußen das Geschehen gegen „wacklige Borussen“. Direkt nach dem 1:0 hatte Benjamin Siegert das zweite Tor auf dem Fuß. Wenig später gelang es Julian Riedel (16.) nicht, den Ball nach einem schönen Sololauf ins Tor bugsieren. Ein Schuss von Aaron Berzel (30.) und ein Kopfball von Simon Scherder (42.) sorgten zudem für Gefahr.

Von Dortmund war wenig zu sehen, erst in der 41. Minute prüfte Nikolaos Ioannidis Münsters Schlussmann Daniel Masuch. Der Ausgleich mit dem Pausenpfiff fiel aus dem Nichts. Einen Schuss von Khaled Narey fälschte Ridel unglücklich und unhaltbar für Masuch zum 1:1 ab. Pause.

Und direkt nach dem Wechsel die kalte Dusche. Zweiter guter Angriff der Gäste, zweites Gegentor für Münster. Oguzhan Kefkir zauberte ein wenig auf der linken Seite, der eingewechselte Julian Derstoff verwandelt leicht und locker zum 1:2. So schnell geht das bei den Preußen in der zweiten Saisonhälfte: Eine scheinbar sicher geführte Partie läuft aus dem Ruder.

Preußen Münster gegen Borussia Dortmund 2

1/0

Die Dortmunder sind sportlich abgestiegen, durch die Hintertür könnten sie noch in der 3. Liga bleiben. Dafür müssen sie in Münster gewinnen, Unterhaching zeitgleich in Erfurt verlieren. Der BVB wäre dann 18. und könnte davon profitieren, wenn VfR Aalen nach dem Zweitliga-Abstieg nicht die Lizenz erhält. Diese Konstellation wird Realität, weil Unterhaching tatsächlich mit 0:1 verliert.

Die Preußen versuchten im letzten Spieldrittel in die Partie zurück zu kommen. Zwei Mal hatte Marcus Piossek (51. und 60.) die Chance zum Ausgleich. Aber dann war es Rogier Krohne, der über das leere Tor schoss. Zwischen dem Schützen und dem Dortmunder Gehäuse lagen keine zehn Meter, es war schwieriger darüber zu „kloppen“, 70 Minuten waren gespielt. Aber immer noch blieben 20 Minuten, um dem letzten Saisonspiel noch eine Wende zu geben. Nach 75 Minuten vergibt Piossek die nächste Riesenchance gegen seinen Ex-Club nach sehr guter Vorarbeit von Philipp Hoffmann. Chancen hat der SCP genug, er nutzt sie einfach nicht. Die Dortmunder verlegten sich auf Konter, hatten durch Derstoff (87.) die Riesenchance zum 3:1. Aber Masuch zeigte sich in seinem letzten Saisonspiel mehrfach auf der Höhe des Geschehens.

Nach dieser Niederlage beendet Preußen Münster auf Rang acht. In vier Wochen nimmt der Club die Vorbereitung auf die neue Saison auf. 

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